Beiträge von Stachelschnecke

    Ich finde eine Abgabe von 10-12 Wochen auch am besten. Da geht es gar nicht ums Säugen (zumindest mir nicht), sondern um das Lernen. Ich würde meinem Welpen das inzwischen gönnen, es ist für ihn auch schöner, wenn er noch ein paar Wochen länger bei Mama bleiben kann.

    Den einzigen Nachteil den ich mir vorstellen könnte wäre, dass die Bindung schwächer wäre zu mir. Das ist aber widerlegt- also gibt es eigentlich keine Gründe ausser persönlicher Eitelkeit.

    Das Gleiche wie hier wird da gesagt werden. Keiner hier hat eine Glaskugel. Das Thema ist abgefrühstückt, das wird kein Schäfer- Labi- Mix mehr. Ist eben so, ihr seid leider etwas naiv an den Welpenkauf rangegangen und bekommt dafür jetzt die Quittung. Ihr habt Glück, dass die Kleine gesund ist. Seid einfach froh, es hätte schlimmer kommen können. Und vor dem nächsten Hundekauf rate ich dir dringend, dich besser über anständige Züchter zu informieren. Da kann man dir hier auch viele, viele Tips geben, wie man einen solchen erkennt.

    Oh nein... das klingt so, als müsste ich mir das auch mal anschaffen

    Tja, äh... keine Ahnung ob dir das gefallen würde, ich werde mal ein bißchen ausführlicher. Es gibt ein paar kleinere Längen (1-2 Seiten, aber bei einem 1000+ Seiten Buch ist das normal), die man getrost überblättern kann, ohne dass man was verpasst. Aber sonst- sprachlich gewaltig, emotional anspruchsvoll. Es geht zwar (auch) um einen Mord, aber ein klassischer Krimi oder Thriller mit Ermittlungsarbeit vom Leser usw. ist es nicht. Es geht deutlich mehr um das, was so eine Tat im Umfeld anrichtet. Dazu ist es ein hervorragendes Portrait der 60er Jahre. Das muss man mögen, das ein oder andere Mal wollte ich aufschreien, weil ich das Ganze natürlich aus heutiger Sicht betrachte und beurteile (Stichwort Frauenbild zum Beispiel). ABER es ist absolut authentisch. Und die Erzählperspektive und die Protagonisten sind etwas absolut besonderes. Die Sprache ist unglaublich kunstvoll.

    Es lässt mich aber nicht euphorisch zurück- ein klassisches Happy End gibt es nicht, es bleibt realistisch. Mein Gefühl am Ende des Buches war eher tiefe Trauer und ein dumpfer Schmerz in der Magengrube. Keine 'Special Effects', kein Aufbauschen, kein Kitsch- stattdessen eine realistische Geschichte, die sich durchaus so hätte abspielen können. Und das Wissen darum, dass es so etwas höchstwahrscheinlich mal gegeben hat, war das, was mich so mitgenommen hat. Emotional sehr aufwühlendes Buch- zumindest für mich. Das ist so ein Buch, das ich wahrscheinlich nur einmal lesen kann, genau wie ich bestimmte Filme nur einmal sehen kann, weil sie so 'schwer' sind. Filme wie Pans Labyrinth oder annäherend Schindlers Liste sind Filme, die ein ähnliches Gefühl in mir hinterlassen haben.

    Und noch ein Spoiler, ich weiß nicht, wer das Buch schon kennt.

    Spoiler anzeigen

    Am schlimmsten war die Wut. Es gab zwei Dinge, die mich fast wahnsinnig gemacht haben- zum Einen natürlich die Ungerechtigkeit, die Ricky wiederfuhr- nur verschuldet durch schlampige Ermittlungsarbeit. Dann aber vor allem wurde ich fast kirre durch das Verschweigen, das Überbügeln und die Feigheit mancher Protagonisten. 'Denk an was schönes'- nur ja keine kritische Frage stellen, nur ja keine Gedanken machen. Und wenn man es doch tut (wie Madeleine), gleich im Keim ersticken. Ein gutes Verhältnis, wie manche Rezensionen schreiben, sah ich bei der Familie nicht. Wäre da ein gutes Verhältnis gewesen, hätte Madeleine bestimmt etwas vom sexuellen Mißbrauch erzählt. Das war auch ein Punkt, der wirklich schlimm für mich war- ich wollte, dass der Typ zur Strecke gebracht wird. Dass er nicht mehr belangt werden konnte und seinen Opfern somit keine Gerechtigkeit widerfuhr... da hätte ich ins Buch beißen mögen, das war schrecklich. Aber leider realistisch.

    Hallo Juliundbalou,

    bei der Überschrift musste ich, auf Grund eigener Erfahrungen, sofort an Megaösophagus denken. Eine Erweiterung der Speißeröhre, weshalb Wasser und Futter nicht problemlos in den Magen gelangen kann.
    Auf Grund der Beschreibung Hitze und Brackwasser denke ich eher es liegt an den Umständen. Und da hat Superpferd ja schon eine sehr gute Antwort gegeben.
    Wünsche euch viel Glück, dass es nichts wildes ist

    LG
    Stephan

    Daran habe ich auch gleich gedacht. Vor allem, wenn die Nahrung dann kaum oder gar nicht anverdaut ist. Würd ich beobachten, und wenn es öfter vorkommt, zur Sicherheit mal die Speiseröhre röntgen.

    Wir werden hier zwar von allen Unwettern ausgespart (bis nächste Woche fällt hier kein Tropfen), aber wenigstens ist die Temperatur unten. 20 Grad aktuell und ein herrlich kühler Wind, wir haben gerade mal eine spontane kleine Nachtwanderung gemacht um nach dem ständigen Rumliegen mal die Beine zu strecken. Es ist perfekt draußen, Gott sei dank. Jetzt muss nur noch die Hitze aus der Bude raus. Hoffentlich hat der Wetterbericht recht, dann haben mein Kreislauf und ich es geschafft. :bindafür:

    Dritte Möglichkeit: Sobald der Hund Cortisol riecht, bringt er seinen Menschen an einen ruhigen Ort, wo dieser sich beruhigen kann. Niemand sagt, dass der Hund dastehen und aushalten soll. Es geht darum, den Autisten aus der Menge heraus zu führen an einen reizärmeren Platz.

    Normalerweise wäre die erste Anlaufstätte für einen seriösen Züchter der VDH. Beim Großspitz ist da ein Sonderfall, da würde ich eher woanders schauen- und zwar bei der IG Spitz. Die kreuzen zum Beispiel auch Wolfsspitze ein, um den Genpool zu erweitern und haben dadurch auch andere Farben beim Großspitz als das übliche schwarz, weiß, braun. Der VDH hängt da leider noch hinterher.

    Die IG Spitz versucht eben alles, um den Inzuchtwert möglichst gering zu halten, deswegen werden auch andere Spitzvarietäten eingekreuzt- dem Wesen tut das aber keinen Abbruch.

    Mal ein anderer Gedanke... vielleicht würde auch ein Curly passen? Ja ich weiß, Schutztrieb. Aber soweit ich weiß zeigen Sie den nicht durch ständiges Nach- vorne- gehen, sondern durch Präsenz. Die blocken dann eben und bauen sich auf. Vom Wesen her fand ich die die ich kennen gelernt habe sehr souverän und ruhig von innen heraus. Weiteres Plus: ein großer schwarzer reservierter Hund hält dir Fremde garantiert auf Distanz. Allein durch seine Anwesenheit. Und hibbelig ist die Rasse auch nicht.