Beiträge von Stachelschnecke

    Na klar. :-) Wenn der Preis mein einziges Kriterium wäre, würde ich sicher nicht beim Verbandszüchter kaufen.
    Passt schon. Für jeden Topf gibt es einen Deckel.

    BTW: Das sagt man immer, aber in meinem Freundeskreis sehen die meisten es nicht ein, hunderte von Euros in Unterhaltungselektronik zu investieren. Ich gehör auch nicht zu denen die sich sofort das neueste iPhone kaufen, aber nur beim Hund rummeckern. Ich finde meine Grenze von 1500€ aber wirklich großzügig genug. =)

    Je nachdem wo der Züchter ist habe ich bis zum ersten Treffen dann schon viel Sprit verfahren, einen ganzen Tag eingeplant etc. pp. Wenn die Interessenten finden, der Preis ist ihnen so wichtig- dann lasse ich sie doch auch gerne gehen und verplempere nicht meine wertvolle Zeit, in der ich mit ihnen Kaffee trinke? Was bringt es denn, wenn man sich beim ersten Treffen zusammen setzt, merkt, jo, Züchter nett, Hunde toll- aber einfach zu teuer für mich? Dann schiebe ich nicht nur Frust weil ich keinen Welpen haben kann, sondern auch noch, weil ich sinnlos Sprit verfahren und Zeit verplempert habe. Aber den Käufer erst emotional zu umgarnen, damit er bei einem höheren Preis dann nicht mehr zuckt oder sagt: Ja gut, jetzt haben wir uns schonmal kennen gelernt...

    ... das finde ich nicht okay.

    Es ist doch viel angenehmer sowas im Vorfeld zu wissen, damit man gleich mit der Basis kommt: Jap, wenn mir die Hunde jetzt noch gefallen will ich auf jeden Fall nen Welpen von dort. Und dass man beim VDH eben mit einem bestimmten Preis rechnen kann ist eben nicht so. Ich finde zwischen 1100 und 1800 ist eine ziemlich große Spanne! Vielleicht braucht man ein paar Monate länger um das anzusparen und das kommt dann nicht mehr hin mit dem Abgabetermin? Ich habe schonmal eine Tollerzüchterin gesehen, die auf ihrer HP einfach den Preis genannt hat. Ende. Wunderbar. Da wüsste ich doch schon, ob ich mich da noch melden kann oder nicht.

    *seufz*

    Die Problematik ist in diesem Zusammenhang zum Beispiel, dass man als Welpenkäufer teilweise rausfällt, nur weil man- aus Sicht des Züchters- zu früh nach dem Preis fragt. Müsste nicht sein- wenn man einfach ehrlich wäre. Man könnte sich die Frage auch sparen, wenn man auf der HP, die sonst gut gepflegt ist, einfach den Preis nennt. Aber unter 'Preise des Welpen' steht dann immer nur das übliche Blabla, also warum man für einen Züchterwelpen mehr ausgeben muss- aber keine konkrete Preisangabe. Warum? Wenn ich zu meinem Kaufpreis stehe, kann ich ihn auch einfach nennen. Damit spart man sich die Fragerei komplett. Herrlich entspannt für alle.

    Was mich stört ist nicht, dass man dem Züchter Geld zahlt. Auch nicht, dass man doch recht viel Geld für einen Hund hinblättert.

    Was mich stört ist dieses heuchlerische Getue- warum kann man nicht einfach zugeben, dass man für seine Arbeit entlohnt werden will? Warum muss immer dieses Deckmäntelchen drüber das besagt: Neeeein, aber wiiiiir doch nicht! Wie kannst du es nur wagen, von Geld zu reden!

    Aber ja, ich geb's zu- es muss sich einfach auch mal im Rahmen halten. 1500€ für einen Hund müssen reichen! Und dafür kann ich beileibe alles erwarten, was einen guten Züchter ausmacht. Für alles was darüber hinaus geht, würde ich eine Begründung erwarten (mehr Gesundheitsergebnisse ausser der Reihe, Prüfungen, Importrüden). Nehmen wir mal das Beispiel Pudel. Nehmen wir an, ein Kleinpudel kostet 1300€. Keine Ahnung wie realistisch das ist. Würden die Eltern ernsthaft im Sport geführt und hätten auch entsprechende Prüfungen abgelegt, würde ich auch mehr zahlen als 1500€. Aber nicht, weil sie so eine hübsche Farbe haben oder gerade beliebt sind.

    Ich weiß nicht ob das hier nun so gemeint war und hab das Zitat jetzt auch mal nur exemplarisch genommen... aber ich finde es ehrlich gesagt schade, dass man hier öfter mal den Eindruck bekommt, dass es einem Tierarzt negativ ausgelegt wird wenn er einfach nur seine Arbeitsleistung korrekt berechnet, bzw so wie es auch gesetzlich vorgeschrieben ist.

    Das war jetzt tatsächlich nicht aufs Fädenziehen bezogen. Dass TÄ für ihre Arbeit auch entlohnt werden sollen... da gehe ich d'accord mit dir. Ich kenne es nur so, dass man fürs Fädenziehen dann schon einen Betrag bei Zahlung der OP Kosten gezahlt hat. Also nur einmal bezahlt statt hinterher nochmal. Ich finde es auch traurig, wenn ein TA glaubt nicht mehr konkurrenzfähig zu sein, weil er sich Nachtdienste usw. nicht adäquat bezahlen lässt. Das würde ich auch nicht wollen. Wohingegen ich es durchaus mal hatte dass ich mit meinem Eurofriedhof (=chronisch kranker alter Hund) mit dem ich ständig in der Praxis war, dass mir dann mal die Rezeptgebühr erlassen wurde oder sowas eben. Und das finde ich einfach nett.

    @Sammy2016
    Hm, ich guck ihn mir mal an. Ich mag halt nicht wirklich zum Friseur müssen, das Haaren stört mich da eigentlich wenig. Aber wenn es der passende Hund wäre, möchte ich es natürlich nicht nur wegen dem Fell ablehnen. Danke =)

    Trimmen kann man im Bedarfsfall aber auch flott selbst lernen- und mit Übung geht das dann zackig. Und man braucht keine hunderten von Euro für Equipment ausgeben wie beim Pudel. Trimmmesser/Handschuhe etc. ist wirklich erschwinglich.

    Klar, ich weiß, dass die meisten hier dafür sparen. Dennoch sind Welpenpreise über 1000€ etwas, was den meisten Menschen sehr, sehr weh tut und sich bemerkbar macht. Manche gehen zum Vermehrer, weil sich die Preise für anständige Welpen in schwindelerregender Höhe befinden. Höher, als sie sein müssten. Für seltene Rassen habe ich ggf. hohe Deckkosten, das kann ich verstehen (bzgl. Import), aber bei den meisten häufigeren Rassen werden diese Kosten im Rahmen liegen. Seit wann gibt es noch 1000€ Decktaxe für den Rüdenbesitzer? Holla die Waldfee! Und ja, auch ich finde, dass ich die Anschaffung der Hündin etc. nicht mitbezahlen sollte. In erster Linie ist es der Privathund des Züchters, und Ausstellungen etc. machen sicher auch dem Züchter Spaß. Da reichen übrigens auch weit weniger Ausstellungen, als gemeinhin gemeldet werden, um die ZZL zu bekommen. Wenn es jetzt darum geht.
    Einsehen würde ich generell nur, die Kosten zu bezahlen, die direkt mit den Welpen zu tun haben.

    Und bei solchen Aufstellungen kreiselt es immer in meinem Kopf. Wie können Gebrauchshundezüchter ihre Hunde für 900€ kostendeckend abgeben, und ein Gesellschaftshund ist nicht unter 1500€ zu haben? Und selbst innerhalb einer Rasse schwankt es enorm. Und ja, das ist ein ketzerischer Gedanke im heiligen Hain der Züchter, aber diese Preisabsprachen haben dann auch was von 'mach die Preise nicht kaputt, du könntest mehr verlangen, die zahlen das schon', obwohl die Kosten gar nicht so hoch sind. Buhu.