Beiträge von Stachelschnecke

    Ich hatte immer Katzen, jetzt habe ich eine große Katze im Hundeformat. So kommt sie mir manchmal vor! Sie braucht ihre Freiheiten, hat eine gehörige Menge an Eigensinn, ist so sensibel und feinfühlig. Stur kann sie auch sein.
    Je lieber und respektvoller man mit ihr umgeht, umso mehr bekommt man auch zurück.
    Man kann sie zu nichts "zwingen", wenn sie etwas macht, dann nur, weil sie will..vielleicht auch für mich.
    Laut mag sie gar nicht, die leisen Töne machen es bei ihr aus, das zwischen den Zeilen. Ein Blick, eine Geste.

    Das beschreibt das spezielle Wesen schon recht gut, find ich. =)
    Und ich finde das sehr faszinierend- auf einer Seite ein Hund der sehr träge wirkt (auf den ersten Blick), stur wie ein Esel, fast gleichgültig. Aber innen ein ganz, ganz zartes Pflänzchen und butterweich zur Bezugsperson. Ein Hund der Nähe sucht weil er will, nicht weil er muss oder sich abhängig fühlt. Meine Hündin ist sososo sanft und verschmust, das ist unglaublich. So ein sanftmütiges und liebes Wesen.

    Inzwischen finde ich sie so toll, ehrlich. Diese Art ist schon etwas ganz besonderes. Und dieser Schlag Hund hat mich inzwischen wirklich für sich eingenommen, obwohl ich auch erst umdenken bzw. mich umgewöhnen musste.

    Ich finde, dass das doch gut klingt. So ähnlich machen wir das auch- allerdings darf Malin schon neben mir stehen bleiben, wenn ich jemanden einlasse. Ihr ist das wichtig denjenigen dann schon an der Tür zu begrüßen bzw. abzuscannen.

    Wenn wir auf dem Hof sind oder im Garten dann ist es auch so ähnlich- sie patrouilliert, sie wacht, meldet jemanden, und wenn ich dann zum Tor gehe kommt sie mit und holt sich ihr Lob ab. Wenn wir den Besucher dann gemeinsam begrüßen kraule ich ihr die Ohren, säusel ihr ein 'danke dir, meine Schöne' zu und es gibt dann einen Blick zwischen uns, nach dem sie sich dann beruhigt zurückzieht und den Besucher ab dann freudig begrüßt. Ich liebe immer diesen Moment des stillen Einverständnisses zwischen uns. Wenn ich in ihren Augen dann diesen Ausdruck sehe wenn wir uns kurz 'absprechen', dieses 'okay, ich verlass mich auf dich. Du übernimmst das hier und ich schaue derweil nach dem Rest'- da könnte ich jedesmal fast heulen vor Glück, ehrlich. Weil das ein besonderer Moment ist, ein Augenblick des gegenseitigen absoluten einig-seins und des Vertrauens. :herzen1:

    Wir wissen alle wie wichtig es ist dass wir uns auf jemanden absolut verlassen können, egal was ist- und das ist für unsere Herdis ebenfalls extrem wichtig. Das ist auch der Ansatz den Mirjam Cordt vertritt- viele Herdis in nicht- arbeitenden Händen sind 'ungehalten', so nennt sie das. Das bedeutet sie haben kein Sicherheitsnetz, keinen verlässlichen Partner. Und das führt meistens zu Problemen.

    Ich sehe das hier auch recht eindrucksvoll- wenn die Prinzessin etwas meldet und mein Mitbewohner ist gerade genervt oder so und ruft ihr ein strenges 'nein' oder 'aus' zu, bekommt er von ihr nur einen abschätzigen Blick. Sie versteht dann echt null wo das Problem liegt, schließlich tut sie ihren Job doch. Und wenn wir das nicht ernst nehmen müssen wir bekloppt sein. Geht man hingegen zu ihr hin, schaut mit ihr gemeinsam aus der Glastür und vermittelt ihr, dass man es gesehen hat und ihre Meldung ernst nimmt, ist sofort Ruhe.

    Wie du mir, so ich dir. Noch mehr als mit anderen Hunden habe ich bei einem Herdenschutzhund das Gefühl, dass wir uns in einer Partnerschaft befinden, wo jeder den anderen respektieren muss und bis zu einem gewissen Grad auch einfach sein lassen muss. Der Drang zum Schützen ist da, irgendwo muss er hin. Und dann am besten bei Ressourcen, die auch beschützt werden dürfen. Sonst tut man sich keinen Gefallen.

    Es bedeutet auf jeden Fall, dass sich dieses Verhalten nicht komplett deckeln lässt- ein Hirtenhund/Herdenschutzhund sollte seine Veranlagung auf eine Art ausleben dürfen, die für alle in Ordnung ist. Sprich: Er braucht ein Territorium, in dem er wachen darf. Dann kann man zum Beispiel auch 'kanalisieren', dass der Hund in der Wohnung nicht verantwortlich ist.

    Alles steht und fällt da mit dem Vertrauensverhältnis zwischen Halter und Hund. Sprich: Nur wenn der Hund sieht und merkt dass ich seine Bedürfnisse verstanden habe und ernst nehme (=bewachen, Ressourcenverteidigung), lässt er sich überhaupt vertrauensvoll darauf ein wenn ich sage, dass er hier und da gegen seine Veranlagung agieren soll.
    Bei uns ist das zum Beispiel so, dass Malin sowohl im riesigen Garten wie auch auf dem Pferdehof wenn sie Dienst hat, wachen darf nach Herzenslust. Dafür entscheide ich, wer ins Haus kommt und wer nicht und ich möchte auch nicht, dass sie dort jeden kontrolliert. So funktioniert das wunderbar bei uns. Wenn ich aber nicht die Möglichkeit hätte sie das tun zu lassen was sie aus tiefstem Herzen möchte, dann wäre das eine ungesunde Basis. Und ich hätte einen unglücklichen Hund, der sich nicht 'kanalisieren' ließe. Denn... wohin denn?

    Ich hatte bei PetsPremium auch zugeschlagen...jetzt werde ich ganz lange kein Futter mehr kaufen. Hab auch 10kg Welpenfutter mit bestellt, der arme Winzwelpe kann das gar nicht alles aufessen. Naja, wird es eben den Mädels mit untergemischt nach und nach.

    Ich habe dann jetzt im Ganzen... äh...77 kg Futter gekauft. Das heißt... äh... die drei müssen im nächsten Jahr nicht hungern. Und die Hunde meiner Freundin verpflege ich mit. :headbash:

    Hier gibt's ja auch nicht immer Trockenfutter- sondern auch mal Nass, gekocht, Essensreste, rohes... das heißt, es hält noch länger.

    Heute dann noch für Koali gekauft- eine Activet, einen Ohrenkamm und Shampoo.