Eben, vor allem weil die Menschen die beispielsweise sehr ernsthafte Hunde wie Herdenschützer oder LZ Schäfertiere erfolgreich führen, meistens eben nicht dort unterwegs sind, wo sie Lieschen Müller zufällig begegnen und ewig lange rumstehen würden, um dieses Gespräch führen zu können. Zum Beispiel: In meiner Straße gibt es einen Rottweiler Züchter vom VDH, der die Hunde auch im Sport führt und auch schon an kanadischen Grenzschutz und so Hunde verkauft hat. Der führt seine Rottis so dass sie trotz Unverträglichkeit noch nie negativ aufgefallen sind- und auch ich beruhige mich erstmal, wenn der mit seinen Hunden am Horizont auftaucht, denn er ist einer der wenigen Hundehalter, der einem keinen Kontakt aufzwingt bzw. weiß was es bedeutet wenn der eigene Hund eben nicht jeden lieb hat. Es ist so wunderbar stressfrei mit ihm und die Rottis wirken wohlerzogen und brav. Habe ich meine eigenen Hunde dabei komme ich aber nie nahe genug ran um da jetzt irgendwelche längeren Gespräche zu führen. Ich würde also erstmal denken: Ui, die sind ja wahnsinnig süß und er geht ja auch nur ganz normal mit denen spazieren.
Dass der mehrmals die Woche aufm Platz ist und im Haus ein Gitter vor dem Flureingang hat damit der Postbote unbehelligt das Haus betreten kann, weiß ich deswegen noch lange nicht. Und schon kauf ich mir nen Rotti und habe ggf. Pech, wenn ich ein rassetypisches Exemplar erwische.
Der Ersthundehalter weiß null, was da auf ihn zukommt. Sieht man doch auch hier oft: Punkt auf der Liste, soll mich beschützen im Dunkeln. Ergo: Klar, Schutztrieb. Klingt doch super! Und schon ist ein Hund mit solcher Veranlagung gekauft und das böse Erwachen ist nicht fern.