Ich bin immer froh, wenn sich ein eBook nicht als Flop herausstellt. Die Tote von Lornea Island hat mich vollends überzeugt. Ein paar kleine Kritikpunkte hier und da, der Schreibstil und der Junge aber völlig authentisch, das fand ich sogar neben der Story echt am besten. Zuerst dachte ich, schon wieder abgehackte, kurze Sätze. Hat aber total zum authentischen 11jährigen Jungen gepasst, bei dem man gemerkt hat, ja, der ist im Kopf weiter - aber trotzdem doch erst 11. Ich mag ja diese überreifen, alles wissenden, sich unglaublich erwachsen verhaltenden Kinder nicht, ich finde das immer schwer, das authentisch zu finden. Hier ist der Spagat für mich perfekt gelungen.
Da es später auch aus Ermittlersicht in der 3. Person geschrieben wird, kann ich auch feststellen, dass der Schreibstil aus Billys Sicht auch so gewollt ist, denn Gregg kann auch ganz anders Sätze bauen.
Die Story selbst fand ich ausgeklügelt, für die absolut Krimierfahrenen kommt der ein oder andere Twist nicht vollständig überraschend, konnte mich aber dennoch überzeugen. Ab und zu wurde es mir zu ausschweifend, was Billys Hobbys anbelangt, aber das mag ich auch nicht als Kritikpunkt werten, weil es zu Billys Charakter einfach super gepasst hat.
Bin wirklich sehr zufrieden.