Alles anzeigenBezüglich der Thematik, dass LHWs der Zugang zu offiziellem Windhundsport verwährt ist, kann ich nur berichten, dass ich ein paar kenne, die Windhundsport betreiben und zu den Trainings gehen. Um die "Funktion" zu prüfen, braucht es keine offizellen Rennen mit Titeln.
im Training laufen sagt aber nix darüber aus, wie "gut" der Hund ist. Da gibt es ja keinen objektiven Bewerter (ok, so richtig objektiv sind Coursingrichter nun nicht - aber das sind Showrichter auch nicht).
Ich hab im Training schon einige Hunde (verschiedenster Rassen) gesehen, die zu recht keine Lizenz erhalten würden und genauso Hunde in Wettkämpfen, die keine Leistung brachten (einmal sogar die Whippet-Hündin einer S+L-Züchterin, die derart langsam war, dass ihr Mitläufer fast ein halbes Feld Vorsprung hatte!)
Wobei die Hunde im Training laufen lassen auf jeden Fall super ist! Ich will hier nix schlecht reden. Die Frage ist rein interessehalber.
Wenn der Züchter, der seine Hunde/mögliche Deckpartner im Training laufen lässt, dabei selber möglichst objektiv schaut bzw. sich die Läufe von erfahrenen Leuten anschauen und beurteilen lässt (grade Coursing ist ja eine Wissenschaft für sich, ich selber könnte da keine Punkte vergeben) oder auf der Bahn auch mal vergleichend gegen "erfolgreiche" Whippets laufen lässt, (das sollte im Training ja möglich sein), möglichst auch mal ein volles 6er-Feld (Einzelläufe sind einfach psychisch und auch physisch was anderes als Gruppenläufe), dann ginge das schon mehr in die Richtung der Selektion.
Aber natürlich ist das für eine Rasse, die mangels Anerkennung nicht auf Wettkämpfen starten darf, erschwert. Abgesehen davon sieht man auf Wettkämpfen beim Silken das Problem seltener Rassen: es erscheinen selten und wenn oft nur sehr wenige Hunde.
Bei unserer Vereinsmeisterschaft durfte der einzige erschienene Silken einfach mit den Whippets laufen - was auch sehr gut gepasst hat (ich sähe im Coursing kein Problem, würde man (seltene) Rassen, die von Jagdverhalten und Geschwindigkeit in etwa passen, gemeinsam laufen lassen).
Ich versteh was du meinst wegen der fehlenden Selektion in Trainings. Ich meinte es eher so, dass für mich als Züchter oder Deckrüdenbesitzer nicht ausschlaggebend wäre, dass ich nur die schnellsten Hunde verpaaren würde, das wäre dann ja wiederum eine Selektion Richtung Rennlinie. Ich würde nur darauf achten, dass der Hund im Training (wobei ich dafür ehrlich gesagt gar kein offizielles Training benötige um zu wissen, dass meine Hündin einen sehr guten Laufstil und eine gute Geschwindigkeit bei Vollspeed hat) eben sich zumindest durchschnittlich zeigt und zumindest eine Zeit läuft, die sich im normalen Rahmen der Schnelligkeit bewegt. Also hätte ich einen Hund, der sehr deutlich langsamer, ungeschickter oder unschöner läuft als das Restfeld, würde ich den jetzt nicht unbedingt zur Zucht nutzen wollen (es sei denn es wäre ein Ausnahmehund hinsichtlich genetische Vielfalt, dann könnte man eventuell versuchen es über den Verpaarungspartner auszugleichen
).