Hallo Drasleona,
willkommen im DF und schön, dass du dir im Vorfeld Gedanken machst.
Ich bin ein absoluter Hundemensch und von Geburt an mit Hunden aufgewachsen.
Wir waren eine große Familie die alle gleich Hundeverrückt waren, das hat das alles auch etwas leichter gemacht, weil immer jemand für die Hunde da war.
Später war es immer so, dass mehrere Personen im selben Haus gelebt haben und somit auch die Versorgung der/des Hundes gegeben war.
Als mein Bruder der bei mir lebt ausreisen wollte und Maya sein Hund ist, war es klar, dass der Hund mit meinem Bruder geht.
Da ich ganztags arbeite war mir klar, dass ich jetzt erstmal hundelos weiterleben werde. Naja ganz ohne Hund ging es dann doch nicht, so dass ich als Gassigängerin ins TH ging und dort irgendwann dann auch mit den "schwierigeren" Fällen arbeiten durfte.
So konnte ich mich trotz Vollzeitjob und Singledasein doch um Hunde kümmern.
Aufgrund der Coronasituation, musste mein Bruder seine Reise dann abbrechen und er kam mit Maya zurück zu mir. Also hatte ich wieder einen Hund im Haus. Ging aber trotzdem weiterhin ins TH weil mir die Aufgabe dort sooo richtig Spaß gemacht hat.
Meine Arbeitssituation hat sich aufgrund Corona auch geändert, so dass ich überwiegend Homeoffice hatte und auch dauerhaft haben werde. Aber es stand trotzdem nicht im Raum, dass einer meiner TH-Schützlinge bei mir einziehen konnte, da Maya eine Zicke ist und an sich keine anderen Hunde im Haus duldet.
Dann habe ich Elas im TH zur Betreuung, Ausbildung erhalten. Seines Zeichens absoluter Angsthund, lies sich von niemandem anfassen etc.
Die Arbeit mit ihm hat mir soo gefallen und die TH Leiterin meinte, ob ich Elas nicht übernehmen möchte, da es ihr wichtig ist, dass er nicht wieder in falsche Hände kommt.
Ok mal Maya mit ins TH genommen, ging gut - wir haben ein Probewochenende mit Elas bei mir gemacht. Maya war super und machte keinen Stress.
So zog also Elas bei mir ein.
Es hat sich viel verändert, ich trainiere viel mit ihm. Mein Tagesablauf hat sich geändert und auch meine Freizeitaktivitäten haben sich massiv geändert. Viele Freunde, Bekannte können das nicht verstehen. Aber mir geht es sehr gut dabei, ich bereue keine Sekunde, dass Elas bei mir eingezogen ist. Wenn ich mal irgendwas habe wo ich Elas nicht mitnehmen kann, bleibt er zuhause.
Wenn ich mal krank ausfallen sollte oder mal verreisen müsste ohne Hund habe ich immer das TH im Rücken und kann ihn dort zur Pension geben. Er kennt dort alle, hat dort Hundefreunde (von den Mitarbeitern) und wir sind auch regelmäßig dort. Meinen Bruder findet er immer noch etwas gruselig, so dass er bspw. nicht mit ihm Gassi gehen kann. Aber weitere Personen in der Familie oder Freundeskreis ist er mittlerweile aufgeschlossen.
Für den künftigen Urlaub habe ich mir jetzt einen Transporter gekauft welchen ich mir ausbaue, so dass die Urlaube mit Elas stattfinden können.
Wenn einem also bewusst ist, dass sich viele Abläufe im Leben ändern werden und man in manchen Belangen zurückstecken muss dann macht Hundehaltung auch Spaß... ok es gibt auch Tage da macht es auch mal nicht Spaß
bzw. man braucht etwas bis man sich aufrafft, aber dann ist es meistens doch toll.