Hallo,
Ich hab seit Ende 2014 meine Hündin, die Eingewöhnung mit den Katzen lief relativ gut. Anfangs wollte Carli (Hund) die Katzen immer jagen, das konnten wir aber meistens unterbinden, sodass sie irgendwann gemerkt hat, dass sie das nicht darf. Allerdings hat sie es trotzdem getan, wenn wir nicht in der Nähe waren. Das sieht dann so aus: Katze kommt in den Raum, Hund läuft hin, Katze rennt weg, Hund hinterher, Katze rettet sich auf Tisch o.ä.
Seit kurzem (ein paar Wochen, Carli war auch scheinträchtig, ist seitdem auch sehr jägerisch drauf, aufmüpfig, schnell frustriert, weiß nicht, ob das mit der Scheinträgigkeit zusammenhängt oder einfach ihre rebellische Phase hat) ist sie aber total besessen. Die Katzen dürfen nicht in meine Nähe, werden sofort verjagt. Wenn wir essen, und die Katzen sind näher bei uns als der Hund, wird sie total frustriert, jault und bellt. Ich schicke sie dann unermüdlich ins Körbchen und lobe, wenn sie dort bleibt. Morgens im Schlafzimmer nach der Fütterung kommt sie nicht mehr zur Ruhe, wenn die Katzen ihren ichwillnichtmehrschlafen-Tanz im Schlafzimmer aufführen. Carli will weiterpennen, Katzen streunen rum, sobald sie ins Schlafzimmer kommen, springt Carli auf sie zu und jagt sie raus. Es ist frustrierend! Sie hört dann null auf meine Aufforderungen, sich hinzulegen. Wenn ich die Katze auf den Arm nehme, springt sie mich an, gleiches auf dem Schoß, sodass es schwer ist, ihr zu zeigen, dass die Katzen bei mir sein dürfen. Die Katzen bekommen ja dann Angst und Carli lässt sich nicht auf Abstand ablegen.
Ein Ding ist auch, dass Carli ungelogen 500-mal hintereinander aufs Sofa springt mit ihrem Knochen. Ich schicke sie runter ins Körbchen. Sie darf aufs Sofa, nur eben nicht mit Knochen. Ich gebe ihr Knabberzeug IMMER im Körbchen, sie legt sich sofort darein und wartet, dass ichs ihr gebe. Aber im anderen Körbchen mag sie das nicht und springt aufs Sofa. Ich scheine also irgendwie keinen Zugang zu ihr zu haben, sei es bei im Körbchen bleiben, beim Spielen, wenn sie zu doll wird (ich hör dann einfach auf und geh weg, sie pöbelt dann oft hinterher, mein Freund sagt, so zeig ich ihr, dass sie "gewinnt"?), oder eben dieses kein Knochen auf der Couch und das Jagen der Katzen. Ich will alles richtig machen, befürchte aber, vieles falsch zu machen und gerade jetzt in der Pöbelphase geht es doch um Konsequenz.
Ich mach denke ich genug mit ihr, Beschäftigung à la Suchspielchen, Apportieren, Tricks üben, wir gehen hin und wiederJoggen und Fahrradfahren....Futter bekommt sie zwecks Orientierung an mir ausschließlich beim Spaziergang aus der Hand. Sie hat beim Spaziergang oft den Drang, sich auszuhetzen, das kann ich ihr nur erfüllen, wenn sie gerade auch hört, was nicht immer der Fall ist...
Sonst ist sie ein eher vorsichtiger, unsicherer Hund, anfangs war sie sehr ängstlich bei anderen Hunden und Autos etc. das geht mittlerweile sehr gut. Sie kam mit 6 Monaten aus Portugal.
Also: Hund tanzt mir auf der Nase rum, ich weiß nicht, wie ich mich durchsetze. Ich denke, ich bin durch viele Hundebücher und so auch total durcheinander und finde keine klare Linie. Ich dachte, mit viel Bauchgefühl finde ich den richtigen Weg und so habe ich sicherlich auch schon viel erreicht mit ihr, aber das mit den Katzen z.b. bleibt eine sehr große Sorge.
In der Hundeschule lernen wir eher Leinengehorsam, klappt auch ganz gut.... das hat aber nichts mit den Problemen zu Hause zu tun.
Sorry für den langen Text
Und liebe Grüße
Nina mit Carli