Beiträge von CarlitaEspinosa

    Also diese nicht-zuviel-Haltung entsprach eigentlich meiner Initialen Einstellung zur Hundeerziehung, habe auch ein schönes Buch dazu. Diese habe ich dann mehr oder weniger über den Haufen geworfen, weil Carli irgendwie so unterbeschäftigt wirkte bzw. man mir das sagte....also habe ich mehr mit ihr getan, meiner Meinung nach ist das momentan nicht zu viel.....
    Naja und ich bin ihr halt schnurzpiepsegal, wenn wir einfach nur spazierengehen.

    Ich versteh die Welt nicht mehr.....die ersten paar Monate hieß es, ich soll sie beschäftigen, weil sie zu Hause z.b. sofakissen zerfetzt hat...das ging dann weg. Jetzt beschäftige ich sie zu viel? Das waren doch alles nur Beispiele, was ich mit ihr mache, das mache ich doch nicht alles nacheinander oder stundenlang, sondern immer mal etwas....???

    Wenn ich mal Tage habe, wo ich wenig mit ihr mache, läuft sie abends unruhig durch die Bude und kommt nicht zur Ruhe....:/ und beachten tut sie mich dann gar nicht

    Morgens sitze ich mit ihr zusammen in der Küche und füttere ihre Morgenration, das bekäme sie so von der Menge her genau so im Napf. Oder wenn sie ab und an Dosenfutter bekommt, bekommt sie das auch nicht aus der Hand.

    Wenn sie ihre Knochen oder ein Stück Fleisch bekommt, kann sie den auch völlig ungestört vertilgen.

    Und das Ganze soll ja keine Fürimmerlösung sein.

    Ich habe jetzt acht Monate mit Leckerchen nebst normaler Fütterung gearbeitet und es hat aufs Spaziergang quasi null Effekt gehabt, sodass ich zur Alternative eine halbe Tagesration aufm großen Spaziergang gewechselt bin, was in einem Monat viel bewirkt hat. Dabei geht es mir nicht um die bequeme oder zeitsparende Methode, sondern ich dachte, so den besseren Zugang gefunden zu haben. Wenn das den Hund quält, ist es natürlich der absolut falsche Weg. Aber reden kann sie leider nicht.

    Laut Hundeschule sollte sie auch vorher schon geistig beschäftigt werden...körperlich natürlich aufgrund des Wachstums nicht so sehr. Wir gehen etwa 3x die Woche 5km langsam joggen, das muss sowohl bei ihr als auch bei mir ja erstmal geübt werden. Fahrradfahren genauso. Der Dauerlauf powert sie nicht aus. Ich schätze, dass etwas Galgo o.ä. drin ist, kurze, sehr schnelle Sprints braucht sie eben, auch wenn wir am gleichen Tag joggen waren. Unser Garten ist fast zu klein dafür und eingezäunte Auslaufgebiete gibt es hier nicht.

    Ob ich jetzt das Futter in den Napf lege oder nicht, es kommt trotzdem von mir und sie ist darauf angewiesen....ich hab das Gefühl, seit körpernaher Fütterung ist sie auch so körpernäher. Bedrohen will ich sie um Gottes Willen nicht, aber hier scheiden sich wahrscheinlich wie bei so vielem die Geister? Dass man den Hund dadurch um seine Existenz bedroht, hab ich jedoch bisher noch nie gehört.....Hmm....dass du das Psychoterror betitelst, finde ich schon sehr krass. Hast du denn eine Alternative fürs interessant machen, Bindung aufbauen etc.?

    Warum ich das Spiel mitspiele? Offensichtlich weil ich keinen Plan habe, was in der Situation richtig ist, ich versuche, durch Wiederholung konsequent zu sein. Auf die Idee, den Hund auszusperren, wenn er nicht spurt, bin ich noch nicht gekommen.


    Und klar sucht sie eine Linie bei mir, wie ich schon schrieb, fällt es mir schwer, einer Linie zu folgen und dadurch verwirre ich sie offensichtlich, das ist mir klar, ich suche nach einer Lösung.

    Vielen Dank Ihr Beiden!

    Meint ihr, Abbruchsignal an der Reizangel üben wäre sinnvoll?
    Frusttoleranz ausweiten klingt sehr gut, intuitiv habe ich damit wohl schon begonnen. Was kann man denn da so üben?

    Ich stelle mich schon immer vors Körbchen bzw. blockiere so gut es geht das Sofa....dann läuft sie hin und her und sucht iiirgendeinen Weg, hochzukommen. Schlussendlich nehme ich das Teil dann tatsächlich weg oder verfrachte sie in das Körbchen im Flur, wo es klappt.

    Wir haben ein Spielzeugkörbchen, wo sie immer ran kann, dann holt sie eins, zwei, fünfzig hintereinander da raus und bringt es zu uns und fordert auf....soll ich das Körbchen besser unerreichbar machen und selbst bestimmen, wann gespielt wird? Bzw. wenn ich zu Hause gar nicht mehr Spielen soll, wann und wo dann?

    Hmm, seit der Draußen/Handfütterung klappt die Abruf- und ichbininteressant-Sache aber viel besser, Spielchen und rumhopsen draußen sind ihr nämlich egal. Wenn das wegfällt, weiß ich da wieder nicht weiter. Mir ist sehr wichtig, dass sie sich draußen abrufen lässt, weil sie an der (Schlepp)Leine ihren Laufdrang nicht ausleben kann.