Beiträge von tinybutmighty

    Ich kenne Taya ja ziemlich gut. Prinzipiell, ja, viele kleine Hunde sind ängstlich und unsicher und ihr Mensch sieht das nicht und schützt sie nicht.

    Das ist bei Taya meiner Meinung nach nicht der Fall - weder geht die viel beschwichtigend durchs Leben noch ist sie grundangespannt oder whatever. Sie ist eher coole Socke - aber mit Hausmeister-Tendenzen und tatsächlich kurzer Zündschnur. Auch mit anderen Hunden zB. Sie mag meine Mädels und mochte meinen verstorbenen Rex, wir gehen ja oft gemeinsam spazieren oder treffen uns auch mal drin - aber es gibt Situationen, imsbesondere mit Ressourcen (zB ein rumliegender Krümel draußen), da versteht Taya keinen Spaß. Und ja, die geht dann kurz "drauf" - aber ohne Beschädigungsabsicht, es ist eher so ein "Ey, so nicht!" Und nein, sie fackelt da tatsächlich nicht lang. Ist danach aber auch gleich wieder "normal".

    Meine Hunde mögen sie dennoch gern, die scheinen das tatsächlich unter "Naja, ist halt Taya mit der kurzen Zündschnur" abzuhaken.

    Mir gegenüber ist sie ja noch nie eskaliert, aber ich denke mal, in den Situationen mit Menschen ist das bei Taya ähnlich - es überrascht sie wer, der plötzlich um die Ecke kommt oder fuchelt oder whatever, zack, mal hingezwickt, fertig.

    Und sie ist durch das Training von Naszumi im Grunde auch sehr gut lenkbar und führig! Sie ist extrem intelligent und orientiert sich echt schön an ihr, kann irre aufmerksam sein. Nur ist sie halt vermutlich gerade durch ihr stets aufmerksammes und waches Wesen auch schnell darin, doofe Sachen wahrzunehmen und dadrauf zu reagieren, Sachen negativ zu verknüpfen.

    Zum Läufigkeitsthema noch:

    Wir haben zwei Büros, meine Chefs sitzen im anderen Büro drüben. Die haben jetzt einen ca. 1,5-jährigen Hovawart-Rüden, der intakt ist.

    Mit Pippa wohnt bei mir seit August auch eine intakte Hündin. Ich hätte mir auf jeden Fall etwas anderes für Pippa überlegt, wenn wir alle im gleichen Büro sitzen würden. Von meinen Chefs kann ich schließlich schlecht erwarten, dass die den Rüden die ganze Zeit z.B. angebunden lassen oder in der Zeit während der Läufigkeit nicht mitnehmen.

    Ist halt aber auch nur ein Raum mehr oder weniger, da wäre es auch für die anderen Kollegen stressig, wenn da dann eine flirty Junghündin und ein noch unerfahrener, verliebter junger Rüde mit dabei sind...

    Aber da habe ich ja Glück, dass ich eben in einem anderen Büro sitze. Ist generell gut so, denn ich glaube nicht, dass meine Mädels begeistert vom sehr netten, aber halt auch riesigen Jungrüden wären...

    So ein Yorkie würde hier glaub ich ganz gut reinpassen, aber ich weiß nicht, ob ich nicht diesmal gern was Weicheres hätte. Wobei sind Yorkies überhaupt so terriermäßig wie ihre größeren Verwandten oder eher nicht?

    So richtig Terrier sind Yorkies eher nicht, finde ich. Ja, es gibt schon auch mal etwas kernigere Exemplare, aber ich würde das nun nicht mit zB einem Jack Russell vergleichen oder so. Eigentlich sind Yorkies super kleine Begleithunde mit Charme, idR sehr menschenbezogen und anpassungsfähig. Dass sie nicht haaren, ist sehr angenehm, allerdings war mein Chihuahua deutlich "wetterfester" als die kleine Frostbeule Jasmin - wobei die generell halt ein Softie ist meistens, gibt auch Yorkies, die gerne durch den Schnee tollen ;)

    Ich find die Yorkies sehr lustig und angenehm.

    "Billy Summers" von Stephen King

    Billy mimt den Einfältigen - denn für ihn als Auftragsmörder ist es ungefährlicher, wenn Auftraggeber und Mittelsmänner ihm zwar zutrauen, jemanden zuverlässig abzuknallen, ihn ansonsten aber nicht für raffiniert halten.

    Doch das ist Billy, sehr sogar. Und er hofft, das kann ihm auch bei seinem letzten Auftrag helfen, der so lukrativ ist, dass er sich danach gemütlich zur Ruhe setzen können wird. Doch irgendetwas an der Sache gefällt ihm von Anfang an nicht... Wie er dann, mit falscher Wampe, Klebeschnurrbart und Perücke in einer Kellerwohnung landet und plötzlich auch noch ein junges Mädchen, das Opfer einer Gruppenverg*waltigung wurde, unter seine Fittiche nimmt, davon handet "Billy Summers", ein recht neuer King-Roman.

    Bei mir sprang der Funke hier leider nicht über. Es dauert gefühlt ewig, bis die Geschichte mal ins Rollen kommt und tatsächlich was Nennenswertes zu passieren scheint. King lässt sich ausschweifend über Billys diverse Tarnungen und Pläne aus, das alles aber auf eine so würzlos fade Weise, dass ich mich durch die ersten 300 Seiten geplagt habe. Zwar nimmt die Handlung schließlich etwas an Fahrt auf, aber so richtig spannend wird der Roman irgendwie bis zum Schluss nicht. Er bleibt sonderbar uninspiriert, irgendwie mühsam zusammengestückelt, und selbst an den Stellen des Buches, wo es zu Action kommt - zu Racheakten eispielsweise - liest sich das alles so gleichförmig, ala würde jemand bloß eine ellenange Liste herrunterrasseln.

    Der "Roman im Roman" ist an sich eine ganz clevere Idee, ich persönlich fand die hier aber auch eher mau umgesetzt. Die Lebensgeschichte, die Billy da über sich verfasst, ist so lieblos von King da reingeklatscht worden, dass ich eher genervt war von den Seiten, in denen Billy sich über seine Vergangenheit zum Beispiel als Scharfschütze im Irak auslässt.

    Ich brauche jetzt mal wieder eine längere King-Pause.

    Der Dreikäsehoch. Genauso frech, wie sie aussieht.

    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    "Ich und frech? Ich bin ein kleiner Engel..."

    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Flitzepippa!

    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.


    Ich bin wirklich sehr verliebt in Pippa :herzen1: Rex hätte mir keinen besseren Sternenstaub schicken können. In manchen Dingen erinnert sie mich auch ganz ordentlich an ihn :sweet:

    Im Moment genieße ich auch sehr, dass sie noch so babyhaft ist und mich dadurch doch immer wieder zum Lachen bringt und aufheitert. Wenn sie z.B. eine wilde Spielattacke auf mich startet oder begeistert mit mir zerrgelt und auch ihre "Kneifzangen"-Angriffe (sie kann ordentlich in Nase/Ohren zwicken xD ), sie macht einfach Spaß.

    Draußen ist sie manchmal noch ein klein wenig unsicher/vorsichtig, aber nicht schlimm. Also sie fetzt schon auch munter rum, kriegt ihre Flitze-Flashs etc. Aber in gewissen Situationen hält sie dann doch lieber ihre Distanz oder geht bei mir Schutz suchen.

    Im Moment versteht sie draußen manchmal nicht recht, was ein Weg ist und was kein Weg ist, sie ist so eine "Ich hops mal eben ins Gebüsch"-Laus, daran muss ich weiter arbeiten mit ihr.

    Ein bissl aufpassen muss man bei ihr mit Zeugs wie Futter, da kann sie nämlich auch mal prollig werden und meinen, da was verteidigen zu müssen (nicht vor mir, sondern vor Jasmin). Etwas Prollbraut-Attitüde steckt schon auch in ihr.

    Das Problem tritt ja erst seit einer gewissen Zeitspanne auf, da wäre interessant zu wissen, ob sich irgendwas verändert haben könnte? Oder kann es sein, dass er eine schlechte Erfahrung mit einer Kundin gemacht hat, dass er sich z.B. mal bedrängt gefühlt hat?

    "O Brother" - John Niven

    In diesem nicht fiktiven Werk verarbeitet der Autor den Verlust seines jüngeren Bruders Gary, genannt "Shades", welcher sich vor einigen Jahren das Leben nahm.

    Dabei scheut Niven sich nicht, sehr offen die Familiendynamiken zu schildern, auch Gary wird nicht zum Heiligen glorifiziert, im Gegenteil, Niven beschreibt die weniger noblen Charakterzüge des Bruders schonungslos ehrlich und verheimlicht nicht, wie gegensätzlich sein Leben zu dem des Bruders verlief: Während Niven aus Schottland nach England zog, lange in der Musikbranche tätig war und sich schließlich neu orientierte, um Schriftsteller zu werden, geriet Gary schon als Jugendlicher in schlechte Kreise. Er begann, mit Drogen zu dealen, was ihm schließlich auch eine mehrjährige Haftstrafe einhandelte. Garys jähzorniges Temperament, sein oft impulsives Handeln, seine Schwierigkeiten, Verantwortung zu übernehmen - all das machte ihn auch für die Familie nicht selten zum "schwarzen Schaf", zum Außenseiter, unverstanden und auch auf den Leser nicht unbedingt sympathisch wirkend.

    Vielleicht hätte Gary seine Lebensgeschichte ganz anders erzählt. Schließlich ist es der ältere Bruder, der akademisch vorankam, der sich einen Namen machte, der hier aus Geschwisterperspektive schildert, wie Garys Jahre auf Erden verliefen. Dabei hatten die beiden nicht unbedingt immer engen Kontakt zueinander, es gab Spannungen, und erst nach Garys Su*zid fand John heraus, wie desolat der Bruder zuletzt gelebt hatte, wie fragil auch sein psychischer Zustand mitunter gewesen war.

    Doch Niven ist es gelungen, aus der Sicht eines hinterbliebenen Familienmitglieds die Fragmente zu etwas Ganzem zusammenzusetzen. Er gibt nicht vor zu wissen, was in Gary vorging, warum er so schwierig sein konnte, er versucht zwar, Antworten zu finden auf all die Fragen, die sich die Familie seit Garys Tod wieder und wieder stellt, doch zugleich räumt er gerade dieser eigentlichen Unmöglichkeit Platz ein.

    Für mich las sich "O Brother" sehr ergreifend, mal ist es heiter, mal düster, und Nivens schriftstellerische Fähigkeiten machen das Werk zu einer besonders eindringlichen, packenden Lektüre.

    Würde auch den Druck möglichst rausnehmen. Die Kleine ist ja noch ganz frisch bei euch und dürfte ein tendenziell unsicherer Hund sein. Die spürt dann womöglich auch, wenn du nun angespannt bist und dir Sorgen machst - und ich bin relativ zuversichtlich, dass sie sich auch an dich noch gewöhnen wird, wenn sie mal wirklich auch mental bei euch "angekommen" ist.

    Vielleicht kann der Partner gucken, dass er weiterhin regelnäßig außer Haus geht, sodass eure Hündin sich dran gewöhnt, dass der eben nicht immer verfügbar ist. Und ich an deiner Stelle würde in dieser Zeit auch nicht versuchen, mich bei der Hündin anzubiedern, mit Futter zu locken etc, sondern sie tatsächlich möhlichst einfach in Ruhe lassen. Die wird eher einen Schritt auf dich zu macheb und sich öffnen, wenn sie sich nicht bedrängt fühlt.