Mich würde auch interessieren, wie alt die Töchter sind? Von der ursprünglichen Schilderung hatte ich da jetzt eher Kinder im schulpflichtigen Alter im Kopf - und da hätte ich ganz klar den Tipp gegeben, Hunde und Kinder nicht alleine zu lassen, und dafür zu sorgen, dass der Hund sich von den Kindern möglichst nicht bedrängt fühlt. Sind die Töchter tatsächlich schon älter, so würde ich empfehlen, dass sie sich einfach mal etwas mit Hundeverhalten, insbesondere Welpenverhalten, informieren und dass Regeln aufgestellt werden für den Umgang mit dem Hund, an die sich dann alle Familienmitglieder halten.
Grundsätzlich ist es absolut normales Welpenverhalten, dass die Beißhemmung erst mal erlernt werden muss - es klingt aber so, als ginge es hier gar nicht primär um Spielsituationen, in denen Welpen manchmal noch etwas zu doll ihre Zähnchen einsetzen, sondern um Situationen, in denen sich der Welpe unwohl und bedrängt fühlt (Geschirr anziehen, vom Sofa runterheben...) Hier würde ich auf klare Signale setzen, also auch ein Signal fürs Hochgenommen-werden etablieren. Kein Hund findet es lustig, einfach plötzlich nach oben gerissen zu werden und den Boden unter den Füßen zu verlieren. Als Kleinhundbesitzerin habe ich da auch ein Signal, nämlich "Hoch". Das sage ich, bevor ich meinen Hund hochnehme und dadurch weiß er, was gleich geschehen wird, und bleibt ruhig. Auch das Anziehen könnte man mit einem Signal ankündigen, zudem würde ich darauf achten, dass man sich dabei zum Hund hinuntersetzt und nicht über ihm "ragt", das macht viele Hunde nämlich nervös. Man kann das Geschirr auch "schönfüttern", so lässt der Hund es sich zukünftig eventuell lieber anziehen.
Das Knurren und Schnappen einfach zu "verbieten" wäre nicht richtig, hier scheint es vor allem darum zu gehen, dass ihr selbst, insbesondere die Töchter, den Umgang mit dem Hund so anpassen, dass er sich nicht in die Ecke gedrängt fühlt.