Also, ob man eine enge Bindung zu seinem Hund hat, hat mit dem Alter wirklich rein gar nichts zu tun... Sorry, dass ich das auch nochmal aufgreife, aber ich finde einfach, das ist ein trauriges Vorurteil, dass es Tierheimhunden immer noch unnötig erschwert, ein neues Zuhause zu finden...
Zum Thema "Welpe und Vollzeitjob": Je nach Situation ist das sicherlich möglich. Ist man aber auf Fremdbetreuung angewiesen, dann ist es einfacher, eine Fremdbetreuung für einen Junghund bzw. einen erwachsenen Hund zu finden als für einen Welpen. Nicht jede Hundetagesstätte bzw. jeder Hundesitter hat einen "welpenverträglichen" Tagesablauf. Welpen brauchen ja z.B. besonders viel Schlaf, müssen öfter, dafür aber kürzer raus, und sie brauchen natürlich auch noch sehr viel Erziehung. Ein Sitter, der mehrere Hunde betreut und nicht nur den Welpen, müsste also einerseits seinen erwachsenen Gästen gerecht werden, andererseits aber auch dem Welpen.
In einer größeren HuTA, in der mehrere Mitarbeiter tätig sind, mag das funktionieren. Da sollte man sich aber schon vor der Welpenanschaffung diese HuTa genauestens ansehen und gucken, ob diese einen kompetenten Eindruck macht und ob sie wirklich so "welpentauglich" ist, wie sie sich selbst beschreibt.
Mein Hund geht erst in Fremdbetreuung seit er 2 Jahre alt ist, davor war meine Lebenssituation anders. Er kam als Junghund zu mir und damals musste er nur ab und zu von meinen Großeltern gesittet werden, was problemlos geklappt hat.
Inzwischen hat er seine Hundesitterin, die professionell Hundebetreuung macht. Ein Welpe ist aber nicht unter ihren Gästen. Dafür vom Junghund bis zum Senior alles dabei, wobei sie eigentlich nie mehr als 4 "Tagesgäste" hat, was mir auch gut gefällt.
Ich weiß nicht, ob meine Sitterin einen Welpen betreuuen würde, ich stelle es mir aber etwas schwierig vor. Sie geht mit den Hunden sehr oft lange spazieren (also 1,5 bis 2 Stunden aufwärts), da müsste der Welpe dann getragen werden oder in einem Wagen geschoben. Außerdem chillen die erwachsenen Hunde bei ihr zuhause auch viel. Hätte sie einen Welpen, müsste sie mit diesem ständig rausgehen, damit er stubenrein wird, und auch noch Pfützen aufwischen, wenn doch mal was danebengeht. Ich glaube, das wäre doch eher stressig 
Ich würde in der Lebenssituation also eher zu einem Junghund oder bereits erwachsenen Hund aus dem Tierschutz tendieren. Leider ist es teils nicht ganz so einfach, einen Hund vermittelt zu bekommen, wenn man VZ arbeitet. Unmöglich ist es aber auch nicht, man sollte eben nur bereits einen Plan haben, wie man seinen Tagesablauf gestalten möchte, und diesen dann darlegen. Ich denke, bei einem erwachsenen Hund ist es unter Umständen sogar einfacher einzuschätzen, ob er mit einer Fremdbetreuung glücklich wäre.