Beiträge von tinybutmighty

    Es geht nicht darum, dass der Hund nicht beschützt werden soll. Aber es gibt Besitzer, die ihre kleinen Hunde ständig rauf nehmen und das finde ich nicht okay. Genauso wie die Unart, die Hunde mit dem Wagen durch die Gegend zu fahren, obwohl sie fit sind. Das ist in meinen Augen einfach nicht natürlich und ich sehe das bei uns sehr häufig.
    Mir ging es auch um die Thematik gerade bei diesem Hund, dass er einfach nicht lernen soll, dass Frauchen/Herrchen ihn trägt, wenn es ungemütlich wird. Denn dafür wird der schnell zu kräftig.

    Also, Hunde die im Wagen rumgefahren werden, sehe ich hier trotz hoher Hundedichte wirklich selten und wenn gibt es dafür normalerweise tatsächlich einen Grund (Hund krank, alt etc.).

    Zum Hochheben nur kurz - meine werden auch nur bei vielleicht einer von 300 Hundebegegnungen hochgehoben, falls ich ein wirklich mulmiges Gefühl habe oder der andere Hund wirklich gefährlich und unkontrolliert daherkommt. Aber ich kenne auch Leute, die ihre Kleinhunde im Zweifelsfall öfter hochheben. Nur mal als Denkanstoß, du kennst ja deren Erfahrungen mit großen Hunden nicht, aber gibt ja leider Gottes immer wieder Vorfälle, dass große Hunde kleinere angreifen oder jagen. Wenn man solch eine Erfahrung mehrmals machen muss, ist es doch nicht weiter verwunderlich, dass man als Mensch dann im Zweifelsfall lieber auf Nummer sicher geht, oder?

    Vor mir stand heute im Wald mitten in der Pampa auch plötlich ein riesiger Großer Schweizer Sennenhund, Besitzer nirgendwo zu sehen. Und der fand meine Kleinen superspannend und wollte dann auch noch zu meiner Angsthündin hinlaufen. Ehrlich, ich kann jeden verstehen, der seine Minis da rasch hochgehoben hätte. Ich konnte die Situation anders lösen (hab den fremden Hund durch Anschreien verscheucht).

    Nun, du hast dir einen Welpen ins Haus geholt, keinen bereits stubenreinen erwachsenen Hund ;)

    In dem Alter kann ein Welpe seine Blase noch nicht mal richtig kontrollieren. Ein Baby kann das ja auch nicht. Die Reinlichkeitserziehung dauert. Sowohl beim Menschen als auch beim Hund.

    Vergiss den "Protest"-Gedanken also bitte ganz schnell wieder.

    Bis dein Hund zuverlässig stubenrein ist, wird es vermutlich noch etliche Wochen, vielleicht sogar einige Monate dauern.

    Als Faustregel gilt: Nach jedem Fressen, Schlafen und Spielen hinaus, zusätzlich generell einen ca. 2-Stunden-Rhythmus einhalten. Also etwa alle 2 Stunden den Welpen zum Lösen nach draußen bringen.

    Am besten zum Lösen immer an dieselbe ruhige Stelle (z.B. Wiese unweit des Hauses) gehen, dann verknüpft der Welpe diesen Ort nach einer Weile damit, dass dort Pipi und Häufchen gemacht wird.

    Leinenlos kann ein Welpe ruhig auch mal eine Weile mit dir unterwegs und die Umwelt erkunden. Allerdings bitte nicht täglich so lange unterwegs sein mit dem Kleinen, das ist viel zu viel Input und Programm!

    Dass ein Welpe manchmal nicht rausgehen möchte, ist normal. Das legt sich mit der Zeit. Liegt daran, dass in freier Natur kleine Welpis auch noch keine Spaziergänge unternehmen, sondern in der sicheren Höhle bleiben würden.

    Mein Tipp wäre noch, dass du dich wirklich hier in die Welpenthemen einliest und dir vielleicht ein, zwei gute Welpenbücher hier im Welpenthread empfehlen lässt.

    Nimm ihn auf den Arm? Du weißt schon, wie schwer ein Kangal wird? Sowas würde ich gar nicht anfangen...Das ist immer toll, wenn die Chihuahuas oder Yorkies vom Besitzer an uns vorbei getragen werden, weil sie nicht mit dem groben Bully spielen sollen (würde ich wegen des Gewichtsunterschieds eh nicht zulassen). Aber so bekommen die Kleinen natürlich einen ordentlichen Machtkomplex...

    Wie kommst du auf die Idee, dass Kleinhunde einen Machtkomplex bekommen, wenn man sie auf den Arm nimmt, um sie zu schützen? Diese Meinung ist längst überholt...

    Ich geh gar nicht so gern an Straßen entlang morgens, weil der Rummel ja noch früh genug am Tag kommt. Für mich hat das auch was Meditatives ;-)

    Die Alleestraße, die ich abends im Dunkeln gern entlanggehe, ist kaum befahren, bor allem am Abend fährt da kaum mal ein Auto vorbei. Man geht da auch am Friedhof entlang, und der Weg ist 1/3 Asphalt, 2/3 Wiesenweg quasi - also eigtl auch sehr angenehm und schön ruhig. Meine Hündin läuft da auch frei, Rüde muss angeleint bleiben.

    Hier im Forum hab ich auch eher den Eindruck, dass Hündinnen beliebter sind.

    So im Alltag treffe ich ungefähr gleich viele Rüden wie Hübdinnen.

    Für mich zählt erstmal der Charakter, Geschlecht ist zweitrangig. Mein Ersthund ist ja ein Rüde, von daher bin ich vom ersten Tag der Hundehaltung die Beinheberei und das "Rüdige" gewöhnt :D Nervig bei meinemintakten Rüden finde ich vor allem seinen Läufigkeits-Liebeskummer :roll: , aber das ist nicht so schlimm, dass ich deshalb zukünftig keinen Rüden mehr wollen würde.

    Mit läufiger Hündin wär's mir hier in der Stadt zu anstrengend,glaube ich. Meine Hündin war schon bei Übernahme kastriert. Erziehungstechnisch ist sie einfacher, was mMn aber nicht primär am Geschlecht liegt, sondern an Charakter und Vorgeschichte.