Vor zwei Wochen und heute war ich mal wieder mit Jassi beim Longieren, nun ist erstmal Sommerpause.
Wir haben jetzt angefangen, nicht nur an zwei, sondern sogar an drei Kreisen zu arbeiten. Eine Schwierigkeit dabei ist, dass einer der Kreise nicht aus dem üblichen Flatterband besteht, sondern nur mehr aus Pylonen und dazwischen liegen Stangen, allerdings nicht durchgängig. Geübt wurde dann zuerst einzeln an den Kreisen - mit verschiedenen Elementen wie Richtungswechsel, Tempowechsel, Tunnel, Kommandos - und anschließend bauten wir dann auch Wechsel von Kreis zu Kreis ein. Dabei ist es wichtig, dass der Hund den ganzen Kreis laufen kann, auch wenn der Mensch nicht in der Mitte des Longierkreises steht, sondern eher außen. So kann man selbst leichter von Kreis zu Kreis wechseln.
Was ich mit Jasmin vor zwei Wochen außerdem neu machte (das kann die Wasserhündin z.B. schon besser) war die Sache mit dem Tempo. Jassi galoppiert bzw. flitzt einfach gerne an den Longierkreisen. Die Trainerin formulierte es so: "Sie ist so ein Hund, der wahrscheinlich nur Schlafen, Stehen und Vollgas kennt"
Zumindest beim Longieren trifft das schon zu bei der Maus. Also übten wir dann mal, dass sie wirklich nur geht bzw. trabt. Natürlich immer nur wenige Schritte und dann gab's sofort die Bestätigung. War eine Herausforderung und nicht unbedingt nach Jassis Geschmack ("Och nö, ich will doch RENNEN, Frauli!"), aber ich denke, wenn wir fleißig weiterüben, bekommen wir das gut hin!
Heute ging es dann vor allem wieder um das Arbeiten an drei Kreisen mit Wechseln. Ich bin ganz zufrieden mit unserer Leistung, auch wenn nicht alles perfekt geklappt hat. Eis war aber auch das erste Mal, dass ich zwischen den drei Kreisen stehen blieb (also nicht in den Kreis stieg) und Jassi von dort aus lenkte. Es erstaunt mich immer wieder, dass mein "Klebehund" mittlerweile so gut auf Distanz arbeiten kann! Ein paar Mal hatte ich Schwierigkeiten, sie zu starten, weil ich körpersprachlich uneindeutig war, sodass sie in den Kreis lief.
Außerdem bezogen wir heute auch den großen Tunnel ein. Hund an einem der Kreise longieren, durch den Tunnel schicken, dann sofort selbst zum/in den anderen Kreis wechseln und den Hund, wenn er aus dem Tunnel kommt, direkt an diesem Kreis weiterlongieren.
Ich freue mich ja schon auf den nächsten Longierkurs, ich finde diese Beschäftigung einfach so schön vielfältig!
Vor zwei Wochen haben wir die Kreisarbeit auch gefilmt, hier also noch ein kleiner Einblick:
Und hier noch ein Video mit kleiner "Panne", die ich aber total süß finde. Da wurde Jassi zum ersten Mal an diesem speziellen Kreis longiert und fand ihn irgendwie noch etwas unheimlich - also wechselte sie kurzerhand zum anderen, wohlbekannten Kreis
Da bin ich aber auch eher beeindruckt gewesen, dass sie diese Distanz zu mir so toll meistert!