So, keine lange Rezension gibt es zu Chinua Achebes "Arrow of God", dem Folgeband zu "Things Fall Apart". Wie schon das erste Buch der lose miteinander verknüpften Afrika-Trilogie ist auch "Arrow of God" stilistisch sehr ungewöhnlich, erzählt wird in einem ganz eigenen Rhythmus, auch um den Unterschied des Lebens vor und nach Eintreffen der britischen Kolonialisten aufzuzeigen.
Das macht Achebes Romane nicht unbedingt zu einer einfachen Lektüre; die Bücher erfordern durchaus Konzentration und man muss bereit sein, sich auf diese andere Erzählart einzulassen.
Mir ist das diesmal etwas schwerer gefallen, obwohl "Things Fall Apart" mich vor allem nach zweitmaliger Lektüre völlig in seinen Bann zog - bei "Arrow of God" empfand ich diese Faszination nun weniger, auch wenn Achebe ein begabter Geschichtenerzähler ist.
Dranbleiben lohnt sich - aber eben nur, wenn man zeitlich und stimmungsmäßig die Kapazität für dieses zwar eher kurze, aber sprachlich eher anspruchsvolle Werk aufbringen kann.