Beiträge von tinybutmighty

    So, keine lange Rezension gibt es zu Chinua Achebes "Arrow of God", dem Folgeband zu "Things Fall Apart". Wie schon das erste Buch der lose miteinander verknüpften Afrika-Trilogie ist auch "Arrow of God" stilistisch sehr ungewöhnlich, erzählt wird in einem ganz eigenen Rhythmus, auch um den Unterschied des Lebens vor und nach Eintreffen der britischen Kolonialisten aufzuzeigen.

    Das macht Achebes Romane nicht unbedingt zu einer einfachen Lektüre; die Bücher erfordern durchaus Konzentration und man muss bereit sein, sich auf diese andere Erzählart einzulassen.

    Mir ist das diesmal etwas schwerer gefallen, obwohl "Things Fall Apart" mich vor allem nach zweitmaliger Lektüre völlig in seinen Bann zog - bei "Arrow of God" empfand ich diese Faszination nun weniger, auch wenn Achebe ein begabter Geschichtenerzähler ist.

    Dranbleiben lohnt sich - aber eben nur, wenn man zeitlich und stimmungsmäßig die Kapazität für dieses zwar eher kurze, aber sprachlich eher anspruchsvolle Werk aufbringen kann.

    Wenn es kein Tierschutzhund werden müsste hätte ich ja gesagt, mit einem Welpen kein Problem aber so muss man da halt wirklich genau schauen damit keiner der hUnde darunter leidet.

    Die Aussage verstehe ich nicht :???: Hier wäre es definitiv schwieriger einen Welpen dazuzusetzen als nen erwachsenen Hund. Ist sicher individuell verschieden.

    Am wichtigsten ist eigentlich, dass ihr den Zweithund wollt. Aus eurem Text konnte ich nicht rauslesen, ob das der Fall ist? Sich den Zweithund quasi "für den Ersthund" anzuschaffen, ist selten eine gute Idee, zumal es oft genug vorkommt, dass zwei Hunde in einem Haushalt einfach nur nebeneinander herleben.

    Das ist es, was ich an eurer Stelle erstmal noch durchdenken würde. Solltet ihr euch pro Zweithund entscheiden, denke ich, dass so wie ihr es geplant habt ein Zweithund aus dem Tierschutz sicherlich eine vernünftige Wahl ist, vor allem, weil ihr da ja auch schauen könnt, wie dieser charakterlich so drauf ist - dazu sollten die Tierheimangestellten ja immerhin ein wenig was zu sagen können. Zudem könnt ihr zumindest auf einem Probespaziergang oder im Auslauf schauen, ob die beiden Hunde miteinande auszukommen scheinen.

    Ich denke, sie bellt aus Unsicherheit. Meine Hündin ist auch so. Wenn da jemand in die Wohnung kommt, den sie nicht gut kennt, ist das erst einmal unheimlich.

    Hier hilft es gut, wenn Fremde sie erst einmal komplett ignorieren, also auch nicht ansehen, ansprechen etc. So merkt Jasmin, dass ihr keine Gefahr droht. Zudem hilft es ihr, wenn ich beruhigend mit ihr spreche.

    Vielen Hunden hilft in solchen Situationen auch ein sicherer Rückzugsort, weil die Besuchssituation sie einfach überfordert und sie so gar nicht gezwungen sind, dich überhaupt mit dem Geschehen konfrontieren zu müssen.


    Ich halte auch nichts davon, einen Hund zu ignorieren, wenn dieser seine Bedürfnisse anzeigt. Gerade zum Vertrauensaufbau finde ich es durchaus wichtig, auf den Hund einzugehen. Natürlich, wenn man gerade keine Zeit hat, kann man auch ein nettes "Später" sagen und sich wieder seiner Aufgabe widmen. Aber ich gehe durchaus öfter als nicht darauf ein, wenn meine Hunde zB gerade kuschelbedürftig sind.


    Erstmal nur Garten finde ich sinnvoll und würde es von Lunas Verhslten abhängig machen, wann ihr anfängt, Mini-Runden zu drehen. Wenn sie nicht total verängstigt wirkt draußen, könnt ihr da sicher behutsam die ersten Schritte wagen. Auf perfekte Leinenführigkeit würde ich da erstmal nicht den Fokus legen, sonder eher darauf, dass sie halbwegs entspannt und ansprechbar bleibt und Umweltreize kennenlernt. Als Methode zum Erlernen der Leinenführigkeit halte ich es übrigens nicht für den richtigen Weg, den Hund einfach zu ignorieren, gerade wenn der unsicher ist.

    Es gibt hier einen Border-Collie-Thread, da kannst du einiges über die Rasse lernen.

    Ich persönlich würde vom BC eher abraten bei dem, was du möchtest. Border Collies wurden sehr, sehr lange Zeit darauf selektiert, Schafe zu hüten, und vielen Border Collies liegt dieses Hochspezialisierte heute noch in den Genen. Natürlich gibt es da je nach Linie und jeweiligem Zuchtziel immense Unterschiede, aber einen umgänglichen Border Collie zu finden, bei dem Genie und Wahnsinn nicht so nah beieinander liegen, dass es für dich, der sich einfach nur einen aktiven Begleithund wünscht, passt, ist schon eine knackige Aufgabe und könnte auch gehörig in die Hose gehen.

    Gerade wenn man eher viel mit seinem Hund machen möchte, ist ein Border Collie nicht unbedingt die richtige Wahl. Border Collies sind in der Regel sehr sensible, reizempfängliche Hunde, die zum schnellen Hochdrehen neigen und Eigenschaften mitbringen, die teils schon sehr speziell sind.

    Und bei der Auslastung dieser Hunde kommt Qualität unbedingt vor Quantität.


    Wenn du Collies magst, sieh dir doch mal die Langhaar- und Kurzhaarcollies an. Die sind auch aktiv und unternehmungslustig und führerweich, aber weniger hochspezialisiert. Oder die Shelties, wenn es auch eine Nummer kleiner sein darf.

    @Mrs.Midnight Dein Bericht von der Hundeschule hat mich dran erinnert, dass ich mal mit Rex, kurz bevor er 2 Jahre wurde, an einem Alltagskurs in einer Hundeschule teilnahm. Damals war er auf neuen Hundeplätzen anfangs noch recht aufgeregt - heute kennt er das und ist meist entspannt - und dann war da gerade auch noch eine Hündin läufig. Es war also sehr schwer bis unmöglich, zu ihm durchzudringen, er klebte fast nur hektisch mit der Nase am Boden.

    Da wurde mir dann auch gleich prophezeit, dass dieser hypersexuelle Hund unbedingt kastriert gehört und dass er Blut pissen wird vor Stress usw. usf. :mute: Jetzt ist er schon 6,5 Jahre alt und hat noch nie Blut gepisst :pfeif:

    Ich sag manchmal "Nie wieder Rüde", wenn ich draußen unterwegs bin und Rex mal wieder am Gegend scannen, weit vorlaufen etc ist. Ich kenne aber auch mehr Rüden, die so ein Verhalten zeigen, als Hündinnen.

    Dass dieses "alles abchecken wollen" bei intakten Rüden teils hormonell bedingt ist, glaube ich zwar schon wirklich. Dennoch denke ich, auch der Charakter spielt da mit rein.

    Und schließe daher für zukünftige Hunde kein Geschlecht aus.

    Bei Kombi Rüde + Hündin müsste hier aber immer einer der beiden kastriert sein, weil ich mir den Stress mit intaktem gemischtem Paar sicher nicht antun würde. Im Tierschutz bekommt man aber eh fast nur kastrierte Hunde.

    "Social Walk mit aufgeregten Junghund sinnvoll?" Nein. Sozial ist zur Zeit wieder ein Modewort. Kannst du dir vorstellen, dass sich fremde Wölfe in der Natur ständig freundlich "Hallo" sagen?

    Ähm... genau um dieses "Hallosagen" geht es bei einem gut geführten Social Walk von einem kompetenten Trainer aber nicht! Da gibt es dann nämlich gar keinen Kontakt - schon gar nicht an der Leine - zwischen den Hunden.


    Ich denke allerdings, ein Social Walk mit mehreren anderen Hunden könnte in oben beschriebenem Fall für den Jungspund immer noch eine Reizüberflutung darstellen. Sinnvoller fände ich da erst mal Einzelstunden bei einer Fachperson mit kontrolliertem Begegnungstraining auf entsprechende Distanz.

    Ich habe "Kevin" auch gelesen und glaub, ich hab auch was dazu geschrieben...


    Ich lese gerade an "Arrow of God" von Chinua Achebe, quasi die Fortsetzung zu "Things Fall Apart". Achebes Schreibstil ist ja etwas gewöhnungsbedürftig, passt jedoch perfekt zu seinen Romanen, die im Nigeria vor und während des Eintreffens der britischen Kolonialmacht spielen. Es lohnt sich also, dranzubleiben, das ist mir bewusst, da ich "Things fall Apart" für ein Meisterwerk halte.

    Dennoch komme ich mangels konzentrierter Lesezeit gerade nur langsam voran. Schreit nach ein paar gemütlichen Lesestunden am Wochenende.