Beiträge von tinybutmighty

    Ist bestimmt nicht jedermanns Cup of Tea...ich bin total vernarrt in Mitchell.

    Du kannst Chaois sicher eine Chance geben, aber wenn du es ein wenig Übersinnlich-Mythisch nicht magst, passt es wohl nicht so. Oder wenn du stark verwobene, teils verworrene Handlungen nicht magst. Ich stehe auf all das, wenn es gut gemacht wird und Mitchell finde ich in der Hinsicht echt unschlagbar.

    Genial, genialer, am genialsten - und die einzige Steigerungsform dazu ist David Mitchell. "Die Knochenuhren" habe ich dermaßen geliebt und verschlungen, wie es mir selten bei einem Roman passiert. "Der Wolkenatlas" war ebenfalls ein literarisches Erlebnis, wenn er für mich auch ein paar weniger faszinierende Passagen hatte, so war er doch ebenfalls ein Meisterwerk.

    Und nun habe ich auch noch "Chaos" gelesen - die englische Originalausgabe trägt den ebenfalls sehr passenden Titel "Ghostwritten" - und bin wieder mal völlig "blown away" von Mitchells schriftstellerischer Brillanz. Wieder werden mehrere - in diesem Fall neun - Geschichten, die auf den ersten Blick völlig zusammenhangslos erscheinen, auf absolut gekonnte, geschickte, mysteriöse und faszinierende Weise miteinander verknüpft, sodass sich aus den losen Fäden am Ende ein stimmiges - wenngleich verwirrend-choatisches für sicherlich so manch Leser, einschließlich meiner Wenigkeit - Gesamtbild ergibt, eine Menschheitsgeschichte par excellence - ein Potpourri an großen Themen, die hier großartig zusammengeführt werden: Krieg und Frieden, der Fortschritt der Technik und die Bedrohung, die dies zeitgleich für unsere Zivilisation bedeutet, Gier und Verbrechen, Liebe und Hoffnung, Fanatismus und Geisterwesen, Sinnsuche und Elend.

    Ob man hier eine alte Frau, die sich mit einem "Baum" am Heiligen Berg unterhält, begleitet, eine Kunstdiebin in Sankt Petersburg vor einem großen Coup, ein körperloses Wesen, das durch Berührungen seinen "Wirten" wechseln kann und auf Sinnsuche ist, oder der irischen Wissenschaftlerin Mo Muntervary, deren Entdeckungen zur Quantenkognition gegen ihren Willen für militärische Zwecke verwendet werden - Mitchell hat mit "Chaos" ein wahrlich unvergessliches Leseerlebnis geschaffen, für das ich nur eine unbedingte Empfehlung aussprechen kann.

    Dass dein Hund super an der Leine läuft, ist doch prima.

    Fußgehen ist eigentlich wieder was anderes, dabei soll der Hund seinen Fokus ja wirklich auf dich gerichtet haben und recht eng am Bein laufen. Das ist mental schon herausfordernd und man sollte das auf einem normalen Spaziergang nun nicht über längere Zeit verlangen, da es viel Konzentration erfordert.

    Nochmal zum besseren Verständnis: Geht es dir wirklich darum, deinem Hund ein unterordnungsmäßiges "Hundesport-Fußlaufen" beizubringen? Oder willst du einfach, dass er auf Kommando eben mal für kurze Zeit an deiner Seite herläuft?

    Wir hatten jetzt eine Woche Campingurlsub mit 4 Hunden und waren jeden Tag am Hundestrand, also das war schon sehr tut-nixig dort^^

    Rex hat sich aber total in eine süße Chihuahuahündin verliebt, das wsr so herzig :cuinlove: Generell waren eigentlich auch fast immer kleine Hunde anwesend, was die Zwerge super fanden.

    Und Hunderassen gucken ging dort natürlich super xD Da war so ziemlich alles vertreten, Collie, Corgie, Vizslas, DSH, Labradore, Shi Tzus, Pudel etc...

    Allerdings war teilweise für meinen Geschmack schon etwas viel los und ein paar Mal kam es da zwischen Rüden schon auch zu Prollereien und Rüpeleien. Und am Tag vor unserer Abreise war dann ein Paar mit läufiger Hündin am Strand :ugly:

    Aber ja, insgesamt betrachtet war es voll okay und überwiegend harmonisch.

    Puh, liest sich für mich irgendwie sehr verkopft. Natürlich gibt es HundetrainerInnen, die echt gut sind und ihr Handwerk verstehen. Ich würde aber nie "blind" einer Methode folgen und mein Bauchgefühl und meine Prinzipien über Bord schmeißen, nur weil irgendein/e TrainerIn das sagt. Jeder Hund ist ein Individuum und Erziehung schließt meiner Meinung nach an Beziehung an - und eine gute Beziehung zum Hund kann man nur aufbauen, indem man seine Bedürfnisse und Ängste ernst nimmt, und ein souveräner und verlässlicher Sozialpartner ist.

    Ich war schon in etlichen Hundeschulen und mehreren Vereinen (überwiegend Beschäftigungs-, aber auch ein paar Erziehungskurse), aber so toll manche der TrainerInnen auch waren: 100% konform bin ich noch mit keinem gegangen. Man sollte sich also rauspicken, was zu einem und dem eigenen Hund passt, aber nicht stur einer Methode folgen.

    Wir waren jetzt tatsächlich eine Woche mit 4 Hunden campen am Wallersee in Salzburg - war total schön, trotz der Hitze :) Wir haben aber auch direkt an einem hundefreundlichen Campingplatz am See unser Zelt aufgeschlagen, das war natürlich sehr entspannt so. Der Hundestrand war zwar eher klein, aber dennoch sehr nett (und mit Schattenplätzen zum Relaxen) - ich denke, irgendwann werden wir da auf jeden Fall wieder hinfahren!

    "No longer at Ease" - Chinua Achebe

    In diesem Roman, dem dritten und somit letzten Teil von Achebes lose miteinander verknüpfter Afrika-Trilogie, befinden wir uns im Nigeria Mitte des 20. Jahrhunderts. Der junge Obi Okonkwo wurde durch die finanzielle Unterstützung seines Heimatorts nach England geschickt, um dort studieren zu können, und wird voller Stolz wieder in seiner Heimat empfangen, nachdem er das Studium erfolgreich abgeschlossen hat.

    Doch Nigeria ist sehr korrupt, Bestechungsversuche und Vetternwirtschaft stehen quasi an der Tagesordnung. Obi ist hin- und hergerissen zwischen seinen moralischen Prinzipien und den finanziellen Belastungen, mit denen er sich komfrontiert sieht - und gerät schließlich in einen gefährlichen Strudel...


    Für mich las sich "No Longer at Ease" am einfachsten und flüssigsten von Achebes Afrika-Trilogie. Dies liegt natürlich auch daran, dass das Erzähltempo an das flottere Tempo des damaligen Nigerias angepasst wurde - der Unterschied gerade zu Band eins ist enorm, und dieses gekonnte Wechseln von Erzählstil und -tempo ist durchaus beeindruckend. Nichtsdestotrotz bleibt "Things fall apart" gerade aufgrund des einmaligen schriftstellerischen Stils mein Favorit der Trilogie - "No Longer at Ease" bildet aber einen würdigen, nachdenklich stimmenden Abschluss.

    Sogar meine Hündin, die richige Trennungsangst hat, muss manchmal für einen kurzen Zeitraum alleine bleiben. Anders geht es halt nicht, da ich alleine wohne und auch mal einkaufen oder zum Arzt muss.

    Das Leben ist nicht perfekt. Weder für die meisten von uns, noch für unsere Hunde. Es ist ja gut und wichtig, sich Gedanken über das Wohlergehen seines Hundes zu machen, aber irgendwann muss man auch mal eine Grenze ziehen und darf sein eigenes Wohlbefinden nicht vernachlässigen. Vermutlich wird es deiner Hundedame sogar ganz gut tun, wenn du nicht immer so um sie "kreist".