Beiträge von tinybutmighty

    Ich lese gerade wieder einen All-Time-Favorit, "Die Knochenuhren" von David Mitchell.

    Für mich ist das Buch wirklich eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Phänomenal von der ersten bis zur letzten Seite.

    Die Töchter einer Freundin haben mir zwei Bücher geliehen, die ich als Nächstes lesen werde: "Der Zopf" - darauf bin ich schon seehr gespannt! - und einen Roman von Colleen Hoover.

    Momo und Lotte Wow, dein Bericht liest sich ziemlich übel. Da ist man mit den Nerven eh schon fertig und dann wird derart unprofessionell mit einem umgegangen...

    Geht gar nicht, finde ich. Wenn ihr Alternativen habt, würde ich da ja echt über einen Praxiswechsel nachdenken. Tut mir wirklich sehr leid, dass ihr on top auch noch so 'nen Mist erleben musstet :streichel:

    Ich merke die gestiegenen Kosten deutlich, zB beim Lebensmitteleinkauf. Seit kurzem nutze ich daher öfter mal eine App, wo man Lebensmittel aus dem Supermsrkt oder vom Bäcker, die sonst weggeworfen würden, zum kleinen Preis "retten" kann. Da kann ich immerhin etwas sparen!

    "Unnötige" Anschaffungen versuche ich mir zu verkneifen, was nicht immer so einfach ist. Aber ich habe zB ein Zeitungsabo gekündigt, weils zwar nicht viel Geld ist, aber ein paar Kröten spare ich mir so eben doch.

    Was die Hunde betrifft - ich hab früher total gerne Zeugs wie Leinen, Halsbänder etc. gekauft. Das mache ich seit Längerem nicht mehr. Sie haben mehr als genug und das wäre derzeit einfach Luxus, der nicht sein muss. Beim Hundefutter greife ich seit längerem gerne auf Online-Sparpakete zurück, bestelle aber dennoch nur Futter, das beide Hunde gut vertragen und von der Zusammensetzung her in Ordnung ist. Leckerlis und Kauartikel kaufe ich auch eher nur das Nötigste, da mir auch hier die Preissteigerungen aufgefallen sind.

    Tierarzt und Physio müssen eh sein, da bete ich aber, dass so bald kein Hund eine teure medizinische Behandlung oder OP braucht. Würde ich zahlen, natürlich, aber - es täte weh, momentan.

    Für den nächsten Hunden wird es womöglich Kranken- und/oder OP-Versicherung geben. Sollten sich die allgemeine Lage und meine finanzielle Situation nicht ändern, möchte ich zukünftig außerdem nur mehr einen Hund halten.

    Dass der Hund so wahnsinnig wenig schläft, sehe ich ja als das Hauptproblem. Schlafmangel macht auf Dauer körperlich und mental total kaputt, sodass wohl auch Training erst fruchten kann, wenn der Hund mal zur Ruhe kommt.

    Die Frage ist halt: Wie entstresst man hier soweit, dass der Hund mal wirklich runterkommt? Habt ihr da schon mal längerfristig an Stellschrauben gedreht, beobachtet, unter welchen Umständen der Hund mal etwas mehr dösen kann?

    Körperlich eingehend untersuchen lassen würde ich hier auf jeden Fall auch empfehlen.

    Zuletzt gelesen: "Ich war keine Heldin", Autobiographie von Antonia Bruha

    Antonia Bruha, geboren 1915 in Wien, engagierte sich vor und im zweiten Weltkrieg für die Sozialdemokratie und gegen die Nationalsozialisten. Gemeinsam mit ihrem Mann war sie im österreichischen Widerstand tätig und setzte ihren Einsatz auch während ihrer Schwangerschaft und nach der Geburt des Kindes fort.

    1941 wurde sie von der Gestapo festgenommen und verbrachte zunächst fast ein Jahr in Einzelhaft. Ihr Ehemann wurde aus Mangel an Beweisen freigelassen. Das gemeinsame Kind wurde in einer Pflegefamilie untergebracht, Bruhas Mann konnte aber mit dem Kind glücklicherweise den Kontakt halten.

    Immer wieder wurde Antonia Bruha unter Druck gesetzt, ihre MitstreiterInnen zu verraten, sie blieb jedoch standhaft. Während ihrer Haft begegnete sie immer wieder anderen, ebenfalls festgenommenen Mitglieder aus der Widerstandsgruppe. Einige von ihnen wurden von den Nazis zum Tode verurteilt.

    Antonia Bruha selbst wurde schließlich ins Konzentrationslager Ravensbrück deportiert. Dort musste sie unter unmenschlichen Bedingungen hausen, wovon sie in dem Buch mit erschütternder Ehrlichkeit erzählt. So gab es für die Gefangenen immer nur dürftige Portionen Steckrüben zu essen, dennoch mussten sie schwere körperliche Arbeit verrichten, wurden geschlagen und gedemütigt. Bruha bemühte sich selbst in dieser furchtbaren Lage, andere Frauen zu unterstützen. Sie berichtet in dem Buch von den Gräueltaten der Nazis, welche sie im KZ mitbekam: So wurden an manchen Gefangenen medizinische Experimente durchgeführt, Frauen, die den Roma und Sinti angehörten, wurden unter schlimmsten Schmerzen zwangssterilisiert, Krankheiten breiteten sich aufgrund der katastrophalen hygienischen Lage beinahe ungebremst im Lager aus.

    In den letzten Tagen des Krieges gelang Bruha die Flucht, und schließlich kehrte sie nach Wien zurück.

    Ihr Buch ist ein erschreckender und aufrüttelnder Zeitzeuginnen-Bericht. Bruha veröffentlichte "Ich war keine Heldin" bereits in den 80er-Jahren und ging als Zeitzeugin immer wieder auch an Schulen, um junge Menschen aufzuklären und politisches Bewusstsein zu erzeugen.


    Ich bin sehr dankbar, dass unsere Volksschullehrerin immer wieder Zeitzeug*Innen an unsere Schule einlud, die zu uns Kindern sprachen. Antonia Bruha selbst habe ich leider nie kennengelernt, aber unsere Lehrerin erzählte uns (kindgerecht) ihre Lebensgeschichte, da sie selbst mit ihr vertraut war. Ich denke, gerade jetzt wäre es unglaublich wichtig, junge Menschen auf eine möglichst nicht trockene, nachhallende Art über das Grauen des Nationalsozialismus aufzuklären. Dafür eignen sich Einzelschicksale wie das der Antonia Bruha ganz besonders. Es wäre auf jeden Fall auch als Klassenlektüre geeignet. Nichtsdestrotrotz kann und sollte das Buch auch von Erwachsenen gelesen werden, es leistet einen ganz wichtigen Beitrag gegen das Vergessen.

    Ich hatte noch nie einen "Traumjob" und weiß daher auch nicht, wie sich das anfühlt. Ich stelle mir darunter einen Job vor, der eher eine Art Erfüllung ist. Wo man fast jeden Tag wirklich gerne, mit Vorfreude, hingeht.

    So einen Beruf ausüben zu können wäre genial und es würde mir sicherlich sehr schwer fallen, die Tätigkeit aufzugeben.

    Ich wäre allerdings dazu bereit, wenn es dem Hund wegen wirklich nicht anders ginge. Wenn ich also z.B keine Möglichkeit hätte, meinen Hund während der Arbeitszeit liebevoll betreuen zu lassen, wenn Home Office oder Mitnahme des Hundes ins Büro nicht möglich wären etc.

    Also vor die Wahl gestellt: Abgabe des Hundes oder Verlust des Traumberufs - dann würde ich persönlich lieber die Stelle aufgeben als den Hund.

    Nach welchen Kriterien sucht man sich Direktimporte aus dem Ausland oder auch TS-Hunde vor Ort denn aus (falls nicht nach Rasse (!)), :ka: ?

    Wir haben Rex nicht nach Optik ausgesucht, obwohl er zugegebenermaßen extrem niedlich war. Aber sein Verhalten vom ersten Moment an, als er fröhlich zu mir an den Zaun des Zwingers gerannt kam - in dem Moment wusste ich einfach, DAS ist unser Hund. Er hat einfach so etwas Keckes, Liebenswürdiges ausgestrahlt.

    Wir haben uns davor auch einen recht alten und inkontinenten Westie und einen übergewichtigen Beagle von den Angestellten zeigen lassen, wo sie meinten, das könnte passen.

    Und bei Jasmin wusste ich: Ich möchte wieder was Kleines dazuhaben, und es soll eine kastrierte Hündin sein, gerne eher zurückhaltend/ängstlich. Auf den Verein kam ich, weil ich schon Leute kannte, die von dort adoptiert hatten und eben zufrieden waren. Ja, sie ist ein Direktimport, also natürlich hat mir irgendwo auch ihr Aussehen gefallen - allerdings nur, weil sie dank ihrer damaligen Frise aussah wie ein Chinese Crested Powder Puff^^ Eigentlich poppte sie einfach auf der Seite ziemlich weit oben auf und ich habe dann gar nicht viel weiter runtergescrollt, sondern ihre Beschreibung durchgelesen und dann halt hingeschrieben, um zu erfahren, ob Jassi für uns in Frage kommt.

    Sind Hunde sich tatsächlich so extrem ähnlich für Menschen, die das behaupten?

    Nein. Hunde sind Individvuen mit ganz eigenem Charakter. Ich habe zeitweise mit 5 Hunden zusammengelebt und jeder von denen war und ist anders und auf seine Weise etwas ganz Besonderes.

    Und der im Tierheim so zurückhaltende und liebe Hund zeigt vielleicht nach einigen Wochen oder Monaten doch ein paar Probleme wie Jagdtrieb hinsichtlich der Katzen oder kommt mit alleine bleiben gar nicht klar oder mag nicht fremdbetreut werden

    Genau das kann dir aber halt auch bei einem Welpen passieren. Da finde ich erwachsene Tierschutzhunde oft tatsächlich viel einfacher und besser einschätzbar.

    Jagdtrieb - wird hier doch immer wieder betont, dass sich dieser in den ersten paar Lebensjahren erst so wirklich entwickelt. Und natürlich ist es seeehr unwahrscheinlich, bei z.B. einem Havaneser ein absolutes Jagdschwein zu erwischen, aber wenn man schon etliche Jahre hier im Forum ist, liest man doch immer wieder Sachen wie "Ich habe nicht erwartet, dass mein Spitz/Collie/Pudel so eine Jagdsau wird, das wollte ich eigentlich gar nicht".

    Auch das mit dem Alleinebleiben oder mag keine Fremdbetreuung kann mit einem Rassewelpen vom Züchter genauso passieren, meiner Erfahrung nach.