Beiträge von tinybutmighty

    Meine Mama hat vor kurzwm Chemotherapie bekommen. Die Tage bis Woche danach ging es ihr immer eher nicht so gut. Dann ging es aber wieder bis zur nächsten Chemo. Jeder Körper reagiert da anders drauf, so pauschal kann man da also nicht sagen, wie es bei dir sein wird.

    Wie schon geschrieben wurde, handelt es sich ja meistens um einen überschaubaren Zeitraum. Ich fände eine endgültige Abgabe zwar nicht verwerflich, vonnöten ist dieser doch recht drastische Schritt aber wahrscheinlich nicht. Außerdem gibt es ja evtl. Unterstützungsmöglichkeiten wie evtl Vereinskollegen. Ansonsten bin ich aber auch der Meinung, Hunde sollten ohnehin auch mal mit Langeweile und Nichtstun auskommen können. Ich weiß nicht, wie deine da ticken, aber es gibt so einige Hunde, die sich da durchaus anpassen.

    Jedenfalls wünsche ich dir von Herzen, dass du die Chemo gut verträgst und sie gut anschlägt!

    Ich denke, ihr interpretiert das Spielverhalten des Welpen als Attacke.

    Das kann schon mal "heftig" wirken, wenn man noch keine Erfahrung mit Hunden hat.

    Glaub mir, die meisten Welpen sind so drauf.

    Ich hatte hier neulich einen Welpen zur Betreuung, natürlich wollte die zwischendurch gerne mal mit meinen erwachsenen Hunden spielen. Die haben auf ungestümes junges Gemüse allerdings wenig Bock.

    Ihr seid da als Zweibeiner gefragt, dass ihr a. möglichst vermeidet, dass euer Welpe überhaupt die Chance hat, den Althund zu nerven und b. wenn es passiert, rasch eingreift und das Verhalten des Welpen abbrecht. Welpen sollen wenn möglich eh nicht lernen, dass andere Hunde sofort "Spiel und Spaß" bedeuten. Ansonsten schieben Hunde später nämlich oft Frust, wenn sie nicht zu jedem Artgenossen hinrennen und toben dürfen.

    30.9. Wie entkommst du dem Alltag?

    Ich versuche, in meinem Alltag Dinge zu tun, die mir Spaß machen oder mich bereichern. Mit den Hunden gehe ich sowieso so gut wie jeden Tag eine ordentliche Runde und das ist somit immer irgendwie eine automatische Auszeit vom täglichen Trott.

    Ich lese außerdem gerne und recht viel, höre Musik und tagträume, mag gute Filme (gerne auch im Kino - das hat für mich so eine ganz besondere "Magie"), treffe gerne Freundinnen, mit denen ich über Gott und die Welt sprechen kann, schreibe (zurzeit Fanfiction), unternehme Ausflüge/Wanderungen.

    Ich hatte zuletzt einen Roman gelesen von Chimanada Ngozi Adichie - Americanah. Es ist eine Liebesgeschichte und es ist gleichzeitig viel mehr als das. Eine junge Nigerianerin geht nach Amerika und versucht dort ihr Glück als Bloggerin - sie schreibt über das Leben als schwarze Person in den USA. Zeitgleich zieht es ihre Jugendliebe nach London, wo er sich durchschlägt. Beide kehren nach Nigeria zurück und begegnen sich nach Jahren wieder… für mich eine unheimlich interessante Lektüre, weil aus einer Perspektive geschrieben, die mir als Europäerin nicht vertraut ist. Eine schlichte Sprache, kein Kitsch, keine Emotionshascherei. Ich mochte es.

    Den Roman lese ich auch alle paar Jahre wieder, er gefällt mir sehr gut.

    Zuletzt gelesen: "Der Zopf", Laetitia Colombani

    Manchmal gibt es ja Romane, da finde ich den Hype nach Lektüre absolut nachvollziehbar und berechtigt. Sehr oft ist aber das Gegenteil der Fall, ein gutes Beispiel für mich wäre da zB Sally Rooney.

    "Der Zopf" konnte meine Erwartungen leider nicht erfüllen, dabei ist die Handlung durchaus interessant. Erzählt wied aus dem Leben dreier ganz unterschiedlicher Frauen in völlig unterschiedlichen Teilen der Erde.

    Da ist die Inderin Smita, die der untersten Kaste angehört, deshalb fast wie eine Aussätzige behandelt wird und Tag für Tag die Klos der Dorfbewohner reinigt, sodass der Gestank nach Fäkalien sie beinahe schon bis in ihre Träume begleitet. Doch Smita wünscht sich ein besseres Leben für ihre kleine Tochter Lalita und schmiedet daher einen riskanten Plan...

    Dann haben wir die junge Sizilianerin Giulia, deren Vater ein seit langem bestehendes Familienunternehmen führt, in welchem die Haare von SizilianerInnen, einem alten Brauch gemäß, zu Perücken eeiterverarbeitet werden. Doch dann hat Giulias Vater einen schlimmen Unfall und plötzlich ist die Zukunft der Familie und des Unternehmens bedroht...

    Zu guter Letzt ist da noch Sarah, eine efolgreiche, äußerst ambitionierte und disziplinierte Anwältin, die sich in einer renommierten Kanzlei einen Namen gemacht hat. Als Sarah jedoch ernsthaft erkrankt, scheint ihre mühevoll aufgebaute Existenz zu zebröckeln...


    Eine vielversprechende Prämisse, aus der die Autorin leider nicht allzu viel gemachr hat. Die Protagonistinnen bleiben blass und farblos und wirken eher wie Karikaturen oder Skizzen denn wie authentische Frauenfiguren. Smita ist stets demütig, bescheiden, nur wenn es um ihre Tochter geht mutiert sie zur Löwin. Giulia - okay, sie ist Familienmensch und Leseratte, viel mehr weiß man aber nicht über sie. Sarah fand ich am schwächsten gelungen - eine Aneinanderreihung der typischen "Karrierefrau-Klischees" ohne Tiefgang. Packen konnte mich noch am ehesten Smitas Geschichte. Da hätte man ein richtig packendes Buch draus machen können. Giulias Story liest sich wie mal eben schnell entworfen und mutet mitunter ziemlich kitschig an. Sarahs Geschichte ist die typische "Frau wird durch schwere Krankheit geläutert"-Story, ihre Einstellung zu scheinbar ao ziemlich ändert sich dann auch ziemlich abrupt.

    Viele Details werden einfach ausgelassen, man hat den Eindruck, der Eoman sei mit nur wenig Recherchearbeit hastig heruntergetippt worden. Herausgekommen ist ein letztlich bestenfalls mittelmäßiger Frauenroman, der ehrlich gesagt stellenweise schon groschenheftartig anmutet. Herz fehlt diesem Buch leider, es bleibt vage und auch sprachlich ist es weder versiert noch tiefgehend.

    *Achtung Spoiler*

    Smita flüchtet mit ihrer Tochter und hat angeblich kaum Geld dabei, gerade mal für die Tickets - aber dann können sie sich zB dennoch auf einem heiligen Tempel gegen eine Gebühr die Haare schneiden lassen. Das fand ich unlogisch.

    Giulia ist erst 20 und ja, sie mag in dem Familienunternehmen aufgewachsen sein, aber dass sie dann mal eben so einen genialen Businessplan zusammenstellt und das Unternehmen praktisch über Nacht vor der scheinbar ja nur eine Ecke entfernten Totalpleite zu bewahren - naja. Und im Grunde ist es ja ihr Liebhaber, der auf die brilliante Idee kommt - der bleibt aber fast noch blasser und farbloser als seine Angebetete selbst.

    Und Sarah - ganz ehrlich, dass sie ihre Erkrankung über Wochen bis Monate geheimhält und ganz normal weiter arbeiten geht, finde ich unrealistisch. Es wird ja betont, wie mies es ihr durch die Behandlungen geht, dass sie sich mehrmals pro Tag übergeben muss etc. und dann aebeitet sie scheinbar trotzdem zig Stunden in so einee Hardcore-Kanzlei? Ja, letztlich fliegt alles auf, aber dennoch hat mich das nicht überzeugt. Und wie oft betont wurde, dass Sarah so hart arbeitetete nur um dann aufs Abstellgleis gestellt zu werden - das muss man nicht gebetsmühlenartig wiederholen, es reicht, zu beschreiben, was der Prota zustößt und wie sich dadurch fühlt. *

    Fazit: Für mich ist der Hype um "Der Zopf" wenig nachvollziehbar, die Ideen sind gut, die Umsetzung ist aber ziemlich lieblos und ohne jeden Tiefgang oder literarische Finesse erfolgt. Man kann daraus zweifelsohne einen ganz anprechenden Fernsehfilm machen, aber der Roman funktioniert nicht wirklich.

    Hat er denn Kauzeugs, an dem er dieses Bedürfnis ausleben kann?

    Ich bin ganz ehrlich, bei einem Welpen, der so ein "Müllschlucker" ist, würde ich mir zuhause zB mittels Laufstall oder Türgitter behelfen. Dann hat er nur einen gewissen Bereich zur Verfügung und der wäre halt soweit aufgeräumt, dass er nix schlucken kann...

    Ist er draußen denn permanent auf der Suche nach Zeugs, das er runterschlucken kann?