Beiträge von tinybutmighty

    Was sagt ihr denn zu den Gigantos Minis?

    Hmm - sie schreiben auf der Homepage wenigstens transparent, dass sie entweder Würfe mit FCI-Ahnentafel haben oder eben ohne, wenn es Fehlfarben sind. Ich frage mich bei den Chis halt trotzdem immer, warum es unbedingt Sonderfarben sein müssen. Ja, mag manche Menschen ästhetisch ansprechen und sich gut verkaufen - ich finde Merle bei Hütehunden manchmal auch sehr hübsch - aber trotzdem bin ich der Meinung, man muss jetzt nicht bei jeder Rasse auf Teufel komm raus diese Modefarben hineinbringen.

    Mein Rex bekommt ja seit Oktober 2023 Cardisure, Fortekor und Upcard. Zum Glück verträgt er die Medikamente total problemlos.

    Bald geht es für uns wieder zum Herzultraschall. Sein allgemeiner Zustand ist gut, er ist munter und fit. Allerdings hatte er letzte Woche nach dem Schlafen morgens ein paar Mal kurz Herzhusten, was eine neue Entwicklung ist. Leider ist seine Mitralklappeninsuffizienz aber auch schon eher weiter fortgeschritten... der Kardioioge im Herbst war sehr erstaunt, dass er damals noch überhaupt nie Herzhusten gehabt hatte...

    Ich selber habe nur zwei Hunde, einen intakten Rüden und eine kastrierte Hündin.

    Der Rüde zog als Junghund ein. Als er dreieinhalb Jahre alt war, zog dann die damals schon kastrierte, ebenfalls dreieinhalbjährige Hündin dazu ein.

    Mein Rüde könnte auf die Hündin auch verzichten, er wäre genauso gut Einzelprinz geblieben. Sie orientiert sich hingegen sehr an ihm und mag ihn richtig gerne.

    Die beiden leben die meiste Zeit friedlich und harmonisch nebeneinander her. Ab und zu wird auch miteinander gespielt. Je älter sie werden, desto häufiger "ertappe" ich sie auch beim Kontaktliegen.

    Richtige Auseinandersetzungen gibt es hier nicht. Man brummelt sich mal an, wenn der eine dem Kauartikel des anderen zu nahe kommt, aber ganz harmlos. Die Hündin wird fuchsig, wenn mein Rüde in der Nacht auch zu uns ins Bett will. Er nimmt das aber null ernst und sie meint es auch nicht richtig böse und am Ende liegen wir dann alle drei zusammen im Bett.

    Mein Rüde ist so ein intakter Rüde, der andere intakte Rüden meistens blöd findet. Die Kombi von zwei intakten Rüden würde ich mir nur antun, wenn ich einen Rüden hätte, der in der Hinsicht echt unkompliziert ist.

    Meine Ex-Partnerin hatte zunächst eine, dann zwei kastrierte, größere Hündinnen. Das hat mit meinen beiden insgesamt gut harmoniert. Nur bei meinem Rüden musste ich manchmal aufpassen, dass er die ältere Hündin nicht einschränkt und kontrolliert. Die ließ sich das nämlich gefallen, obwohl 10x so schwer wie er. Es kam dann noch eine dritte, ebenfalls kastrierte Hündin zur Ex dazu. Auch das klappte gut, also die Kombi von einem intakten Rüden und vier kastrierten Hündinnen in einem Haushalt.

    Mittlerweile hat die Ex auch einen kastrierten Dackelrüden. Das ging auch, wobei mein intakter Rüde schon eher mal vom Dackel genervt war als von den Hündinnen. Aber das war nun nicht weiter tragisch.

    Ich habe einen Chihuahuarüden aus dem Tierschutz. Ich liebe Chihuahuas und würde mir auch jederzeit wieder einen aus dem Tierschutz oder als Privatabgabe holen. Für mich ist das eine einfach geniale Rasse! Mein Rex ist souverän, ausgeglichen, eigenständig, lernwillig und menschenbezogen. Er macht einfach Spaß. Egal ob stundenlange Wanderungen, diverse Hundesportarten von Rally Obedience bis zu Hoopers, er war bzw. ist immer mit Freude und Motivation dabei.

    Chihuahuas neigen u.a. zu Herzerkrankungen. Mein Rex hat eine Mitralklappeninsuffizienz, die 2022 diagnostiziert wurde. Seit ein paar Monaten bekommt er dafür Medikamente. Er hat außerdem Patellaluxation, ebenfalls 2022 diagnostiziert. Da hatte er leider einen Kreuzbandriss und musste operiert werden. Da er dieses Jahr zehn wird, gehen wir es etwas langsamer an, ausgiebige Spaziergänge/Wanderungen genießt er aber immer noch und auch ruhigere Beschäftigung wie Rally und Hundeturnen! Er kann richtig albern und ausgelassen sein und wird mit dem Alter noch dazu immer schmusiger :herzen1:

    Ich persönlich würde mir keinen Hund vom Züchter holen, schon gar keinen Chihuahua. Aber wenn es unbedingt vom Züchter sein muss, würde ich darauf achten, dass die Hunde nicht extrem klein und fragil sind, sondern eher am oberen Ende des Standards, außerdem möglichst keine Glubschaugen und auf einen harmonischen, sportlichen Körperbau achten. Eine Bekannte, die Tierärztin ist, hat sich ihre Chi-Hündin aus der Dissidenz geholt, da sie einen etwas größeren und robusteren Chi wollte. Mit ihr macht sie auch Agility.

    Nicht jeder Mensch ist der "Typ" für einen Welpen. Mein erster Hund zog als Junghund ein, er war damals knapp 6 Monate alt. Bei Hund Nummer 2 entschied ich mich für eine bereits 3,5-jährige Hündin.

    Es gibt auch "anfängergeeignete" erwachsene Hunde. Vielleicht wäre das eine Option. Je nachdem, wie das Vorleben des Hundes aussah, ist er dann womöglich auch schon stubenrein, kennt das Alleinebleiben grundsätzlich (man sollte aber trotzdem damit rechnen, es in neuer Umgebung eventuell noch mal eher kleinschrittig aufbauen zu müssen) und hat schon eine gewisse Grunderziehung genossen.

    "Flight Behavior" von Barbara Kingsolver

    Nachdem "Demon Copperhead" einer meiner Lieblingsromane meines Lesejahres 2023 war, wollte ich unbedingt ein weiteres Werk von Kingsolver lesen und entschied mich für "Flight Behavior". Ich gestehe, dass mir der Zugang zunächst etwas schwer fiel, denn "Flight Behavior" ist sowohl thematisch als teils auch stilistisch so ganz anders als mein erster Kingsolver letztes Jahr es war. Ich wusste zunächst nicht so recht, wo die Handlung hinführen sollte, und war ein wenig ratlos. Doch Kingsolver schaffte das, was richtig gute Schriftstellerinnen meisterhaft beherrschen, und plötzlich wirkte der Roman eine fast unwiderstehliche Sogwirkung auf mich aus. Die Gedankengänge, die Sehnsüchte, die zwiespältigen Gefühle der Protagonistin Dellarobia, die aufgrund einer unbeabsichtigten Schwangerschaft ihre Jugendliebe Cub heiratete, nun zwei Kinder mit ihm hat, sich vom Leben in einer kleinen Stadt in einer ländlichen Gegend in den südlichen USA zunehmend eingeengt fühlt, waren so realistisch, so vielschichtig und dreidimensional geschildert, dass ich zutiefst mitfühlen konnte. Kingsolver versteht die grundlegenden Dilemmata und Enttäuschungen des Menschseins äußerst scharfsinnig und pointiert in Worte zu fassen.

    Die dann eintretende Veränderung in Dellarobias Leben, ausgelöst durch ein plötzliches Auftauchen einer Schmetterlingsart, die normalerweise in Mexiko überwintert, aufgrund der sich drastisch verändernden klimatischen Bedingungen aber unweit vom Haus der Protagonistin landet und Schaulustige von nah und fern, Naturschützer*innen und Wissenschaftler anzieht, mutet zunächst etwas bizarr an, doch schnell ist man völlig gefesselt von dem ungewöhnlichen Ereignis und fragt sich auch, wie es wohl zwischen Dellarobia und dem Naturwissenschaftler Ovid, der zu Forschungszwecken hinter ihrem Haus campiert und ihr bisheriges Weltbild gehörig ins Wanken bringt, weitergeht...

    Fazit: Ein nicht nur unterhaltsamer und kurzweiliger, sondern auch lebenskluger Roman, der die aktuelle Thematik der Klimakrise mit den alltäglichen Problemen des Menschseins verbindet und zudem durch Kingsolvers exzellenten Schreibstil besticht.

    Also ich finde es legitim, dass dein Hund in der Situation klar kommuniziert hat. Es ist ja auch ein Unterschied, ob ein Hund einmal deutlich Bescheid gibt: "Hey, komm mir nicht zu nah, das ist mir nicht recht" oder wild rumkläfft.

    Ich würde das entspannt sehen und erst einmal abwarten, ob sich überhaupt ein Problem entwickelt. Meine Hunde kommunizieren auch total situationsabhängig.