Beiträge von tinybutmighty

    Was wir uns wünschen:

    Freundlich, nicht ängstlich, nicht riesig, kein Kläffer, muss gut in der Stadt zurechtkommen, mit Öffis, mit Menschenmengen usw. Sollte andere Hunde mögen, sollte gerne spazieren gehen, wandern gehen, Radfahren und generell etwas sportlicher sein. Sollte überall mitkommen wie z.B. Cafés, Bars,...

    Da hast du auf jeden Fall die realistischeren und passenderen Hunderassen im Kopf.

    Das, was dein Freund sich wünscht, klingt halt schon sehr danach, als würde er mit dem Hund sein "Ego" stärken wollen und hätte den Eindruck, mit einer solchen Rasse ernster genommen zu werden. Nur: Ihr seid Hundeanfänger im städtischen Raum und wünscht euch einen anpassungsfähigen, unkomplizierten Begleiter. Da würdet ihr weder euch noch dem zukünftigen Vierbeiner einen Gefallen tun, wenn ihr in Richtung Gebrauchshund etc. geht oder euch für ein Exemplar entscheidet, das schon allein rassebedingt im Erwachsenenalter meist ein Thema mit Artgenossen hat.

    Ich habe hier zwei Begleithunde mit jeweils ca. 3 Kilo Gewicht - einen Chihuahua und einen Yorkshire Terrier. Sowohl mein Opa als auch ein guter Freund von mir - ansonsten habe ich nicht so viele männliche Kontakte - sind von Anfang an gerade mit dem Chihuahua rausgegangen und wären nie auf die Idee gekommen, sich deshalb irgendwie komisch zu fühlen.

    Für euer Leben fände ich einen Begleithund im praktischen "Mitnehm-Format" jedenfalls deutlich geeigneter als irgendwas "Schwieriges". Sportlich und agil sind ja auch kleinere Begleithunde meist, wenn man nicht gerade eine Qualzucht wie die Französische Bulldogge anschafft. Ich habe mit meinen Hunden im Laufe der Jahre vieles an Hundesport/Beschäftigung ausprobiert bzw. ne Zeitlang betrieben, auch längere Wandertouren standen bei uns regelmäßig auf dem Programm.

    Ich war am Wochenende auf einer Pride-Parade und hab dort zwar nicht viele, aber doch eine Handvoll Hunde gesehen. Und ich verstehe einfach nicht, warum man Hunde zu solchen extrem lauten Events mitschleppt - noch dazu weil hier am Samstag der bislang heißeste Tag des Jahres war mit bis zu 35/36 Grad bei schwüler, drückender Hitze... Allein der Asphalt muss da für Hundepfoten doch glühend heiß gewesen sein...

    Uuuund anschließend war noch Fest im Park inklusive zweier Tanzbühnen. Also wieder: laut, voll, hektisch. Und ja, in dem Park ist ein eingezäunter Hundeauslauf, der aich direkt neben der fürs Wochenende aufgebauten Rave-Bühne befand. Eine Hundebesitzerin beschwerte sich lautstark, weil immer mal Paradebesucher in die Hundezone kamen (dort war ein Brunnen, an dem man Wasser nachfüllen konnte) bzw durchgingen. Dass da ja was passieren könnte etc...

    Da frage ich mich halt schon, warum man nicht an dem EINEN Tag im Jahr solange das Feiern etc dauert (ca 15 bis 22 Uhr) halt die nächste Hundewiese aufsuchen kann? Der nächste Park ist doch zu Fuß keine 10 Minuten entfernt... den Hunden ist das doch mit der lauten Musik usw. sicher eh nicht angenehm...

    Aber das wurde hier nicht genannt, sondern herzkrank = kann keinen MK tragen und das ist faktisch nicht korrekt.

    Das habe ich so aber auch nicht geschrieben, sondern:

    vor allem nicht in einer nicht klimatisierten Bim bei 34 Grad... gerade bei meinem herzkranken Hund merke ich einfach, dass ihn das sehr unruhig macht und zusätzliche Belastung is

    Er mag MK generell nicht, wirklich gestresst war er von dem Teil aber früher nun auch wieder nicht (auch wenn er selbst beim Tierarzt nie im Leben Maulkorb gebraucht hat, weil er da nicht beißt, er ist ein sehr braver Patient, egal ob Herzuntersuchungen oder Kreuzbandriss oder whatever...) Allerdings macht die Hitze ihm krankheitsbedingt eben inzwischen sehr zu schaffen und da sinkt dann einfach seine "Toleranzgrenze" und er wird schneller "unrund". Dabei ist er eigentlich ein sehr entspannter Hund, aber da ich selber die Hitze auch nicht gut vertrage, habe ich da ehrlich gesagt vollstes Verständnis für ihn. Und bei einem Hund, der leider Gottes vermutlich nur noch eine begrenzte Lebensdauer hat, werde ich da jetzt nicht anfangen bei der verflixten Hitze MK-Experimente zu machen.

    Zum Schutz deines Hundes würde ich hier auch ganz klar zum Maulkorb raten. Das ist nämlich nicht nur die moralisch korrekte Handlungsweise in so einem Fall, sondern macht hier auch aus juristischen Gründen Sinn: sollte dein Hund mal nach der "falschen" Person schnappen, hast du womöglich eine Anzeige am Hals und dein Hund wird als "gefährlich" eingestuft und je nach Wohnort kann es dann zu deutlich drastischeren Auflagen kommen als jetzt, wo es nur darum geht, den Hund in bestimmten Situationen mit einem Maulkorb zu sichern...

    Außerdem auf jeden Fall einen fachlich kompetenten Hundetrainer hinzuziehen. Wenn du deine PLZ hier nennst, kann dir wahrscheinlich jemand im Forum auch eine konkrete Empfehlung geben.