Hallo zusammen
erstmal zu mir
EIGENTLICH war ich grundsätzlich immer gegen eine Kastration, egal ob nun chemisch oder Bömmels ab. Warum auch.. ich dachte schließlich, dass nur "Problemfälle" sowas brauchen...
wird einem ja auch oft genug eingeredet. Das Wort Kastration ist ja ein absolutes Tabuthema - gerade in Foren, wo Wert auf VDH-Zucht gelegt wird...
mein Golden Filou (fast 3 Jahre) hat keinerlei rüpelhafte Probleme, ist leinenführig, versteht sich mit ALLEN Hunden, bzw die, die ihn nicht mögen - 2 Stück an der Zahl hier im Stadtviertel - werden ignoriert, sprich, er macht einfach einen Bogen drumherum. Ein Schaf - viele sagen typisch Goldie - Showlinie...
wir haben seit Welpenalter viel mit ihm gearbeitet. Grunderziehung, UO, Fährtenarbeit usw usf - alles bestens... EIGENTLICH
seit der Pubertät hat Filou immer wieder Probleme mit dem Magen. Nie Durchfall, aber immer Sodbrennen, Schlecken, Schmatzen so laut, dass wir es nachts oben im Schlafzimmer hören, obwohl er lieber unten auf den kalten Fliesen schläft
es wurde vieles untersucht, Verdacht auf IBD, Übersäuerung, Bauchspeicheldrüse - alles okay
ich habe über 1 Jahr gebarft. die "Übersäuerung" wurde immer schlimmer. Getreidefrei, ohne Milchprodukte, Ausschlussdiät
Ergebnis: er verträgt kein Rind, kein Huhn, weder frisch, noch gekocht, noch als Trocken- oder Nassfutter
Nun haben wir endlich ein hochwertiges Trocken-Futter (hoher Fleischanteil, kein Getreide) gefunden, wo er gut mit klar kommt, allerdings braucht er Unmengen damit er nicht abnimmt. Fütterungsempfehlung liegt bei 330g pro Tag bei seinem Gewicht (30kg)
er bekommt 2x am Tag 230g damit er dieses Gewicht überhaupt hält - Kauzeug und Trainingsleckerlis gibts immer oben drauf, sonst nimmt er auch ab...
jetzt kämpfen wir seit nem guten viertel Jahr mit einer chronischen Vorhautentzündung. Die Hoden sind wund tlw blutig geleckt und er nimmt irre viel "Pippi von den Damen" auf. Da er sonst aber keinerlei Probleme macht in Richtung "hypersexuell" bin ich im Traum nicht davon ausgegangen dass er unter seinen Hormonen leidet.
er ist halt ein sehr ruhiges Exemplar und durch die vielen Tierarztbesuche wegen der Entzündungen - und tlw Vergrößerung der Prostata - vermutet die Ärztin, dass er verdammt leidet - nur halt nach innen - er zeigt es halt nicht so offen, wie andere Rüden.
Wir haben seit 10 Tagen nun den Chip - schweren Herzens - und ich würde mich freuen, wenn jemand Erfahrung mit ähnlichem Fall hat
ab wann kann ich evt damit rechnen, dass die Vorhaut sich bessert (natürlich spülen wir fleißig weiter) - ab wann lässt ggf. die Leckerei nach?
im Moment hab ich das Gefühl, dass eine "Erstverschlimmerung" vorhanden ist. Früher hat er beim "spielen" maximal seinen Pullermann gezeigt
nun hat er mehrfach am Tag eine Erektion, die mich erschreckt... so dick und groß - hätte nie gedacht, dass er überhaupt so nen riesen Oschi hat 
er bekommt grad die Nase überhaupt nicht vom Boden und die Ohren sind oft auf Durchzug (kenne ich sonst nur, wenn seine beste Freundin läufig war)
Einerseits hoffe ich natürlich, dass es ihm bald besser geht.. aber andererseits kommt dann natürlich die Frage, was mach ich nach dem Chip, bzw bevor der dann seine Wirklung verliert
Kastration??? IIICH bei meinem vorbildlichen Rüden??? Puh es fällt mir schwer
(aber andererseits... bei meinem Mann hats mir nicht so viel ausgemacht ^^- besser als wenn ich mir noch jahrelang die Chemie reingepfiffen hätte)
Vielen Dank schonmal für eure Infos
Juliane mit Filou