Ich bin als Kind mal zu früh zum Schlachten gekommen. Wir Kinder sollten eigentlich immer erst dann dabei sein wenn das Schwein schon in Hälften aufgehangen war. Jedenfalls hatte ich da das zweifelhafte Vergnügen dabei zu sein, wie das Schwein geschossen und abgestochen wurde. Meine Tante kniete vor dem blutenden Schwein, fing das Blut mit einer Schüssel auf und rührte es gleichzeitig ständig mit der Hand damit es nicht gerinnen konnte.
Mir hatte das nicht nur den Tag versaut, seitdem habe ich immer dieses Bild vor Augen wenn ich irgendwo Blutwurst sehe. Ich kann die nicht essen.
Als Kind musste ich regelmäßig beim Blutwurstmachen helfen (Landwirtschaft halt) 🙈Details erspare ich - wurde jedenfalls alles gekocht 😄 Gläser kamen dann in den Keller und die Würste wurden aufgehangen und im Räucherzimmer/-kammer kalt geräuchert. Gibt also beides, als Grützwurst und als Runde.
Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass jemand der Fleisch isst, auch mal bei einer Schlachtung mitgeholfen haben sollte.
Das würde eventuell zu mehr Wertschätzung und besseren Umgang mit Fleisch zur Folge haben.
Da möchte ich dir auf keinen Fall widersprechen. Ich war damals allerdings erst so 6 oder 7 Jahre alt und es hatte mich niemand darauf vorbereitet, geschweige denn irgend etwas erklärt.
Wenn man als Kind da vernünftig an die Hand genommen wird, mag das in Ordnung sein. So war es eher ein traumatisches Erlebnis.
Das tut hier aber nichts zur Sache. Ich wollte eigentlich nur sagen, dass ich Blutwurst extrem eklig finde.