Hi,
tatsächlich gehts weiter und sogar in die richtige Richtung. Ich will sehr hoffen, dass es so bleibt und gerne auch hier etwas reinschreiben, dass vielleicht auch andere daraus Nektar saugen können.
Zum einen ist für den Hund ganz wichtig: Sicherheit. Keine böse Überraschung insbesondere durch andere Hunde. Dies bedeutet für uns: Absitzen lassen an jeder Ecke, unübersichtlichen Garageeinfahrt, Einmündungen usw. und dann eigenes Erkunden der Lage Und das ganze absolut ernsthaft, dass der Hund es verinnerlichen kann. 3 Mal ist es uns passiert dass ich deshalb einen Fremdhund wesentlich eher entdeckte als Sino und entsprechend reagieren konnte. Den Blick von Sino hätte man fotografieren müssen. einmal musste ch sogar 3 freilaufende Hunde verbrüllen, die einfach aufdringlich waren, auch das hat Sino mir hoch angerechnet.
Und dann stelle ich mir das Verhalten eines Hundes vor wie eine Pyramide mit Stufen. Kann man das Verhalten des Hundes auf der untersten Stufe gut umlenken, kommt es erst gar nicht zu einer Eskalation in der Spitze. Wir haben mittlerweile die Möglichkeit durch das Schlagen eines Bogens oder den Befehlen Schau, Seite oder auch Sitz und Schau und entsprechendes Belohnen dem Hund ein Alternativverhalten zum Pöbeln anzubieten, dass er gerne annimmt. Wichtig ist nur dass man dieses Verhalten allumfassend ausführt, d.h. man muß nicht nur beispielsweise das Sitz des Hundes kontrollieren, sondern durch ein eigenes seitliches Aufstellen auch den Fremdhund gut beobachten um reagieren zu können. Tut man das nicht, -und das haben wir ausprobiert- glaubt Sino er müsse eingreifen weil wir es nicht packen. Unglaublich.
Steht man seitlich und beschäftigt ihn aktiv ist alles bestens selbst bei kleinen Hunden die vorbeilaufen. Da braucht gar nichts verheimlicht werden der kleine Hund ist da und gut ists. Im Prinzip reine Physik. Ein einfaches Abblocken hilft allerdings gar nicht.
Selbst wenn Sino genau weiss da sind andere Fremdhunde in der Nähe kann er nunmehr ruhg bleiben.
Auch die Leinenführung wird besser. da er beim Befehl Fuß regelmäßig zu weit nach vorne kam und dann auch schnell wieder ganz weit vorne war haben wir die Bewegung mit dem Begriff " Seite" neu aufgesetzt. Nun bleibt sein Kopf etwas hinter dem rechten Oberschenkel. Viel entspannter für ihn und uns und bei Hundebegegnungen sind wir nach dem Sitz fast automatisch in der richtigen Position.
Und das schönste ist für uns: Der Hund arbeitet gerne mit, er hat Spass neue Dinge zu lernen, und wenn noch Leckerchen dabei sind umso besser.
Ich bin mir darüber im Klaren dass es noch ein weiter Weg ist, aber Sino ist immerhin kein sturer Hund. Er ist sehr lernwillig.
Ich werd mal weiter berichten, bin aber immer wieder auch für Tipps hier dankbar.
Aber auch noch ein gutgemeinter Ratschlag für andere : In unserer Situation geht ohne einen erfahrenen Trainer, der sich die Sache ansieht und die entsprechenden Tips gibt gar nichts. Von selbst kommt man manchmal nicht drauf, weil man die entsprechende Fragestellung gar nicht hinbekommt.
Viele Grüße aus Düsseldorf
Mikkki