Beiträge von Mikkki

    Hi,
    okay, das ist seriös. Es bliebe also die Alternative mögliche Verhaltensursachen herauszustellen und jeweilige Lösungen zu überlegen. Ich hatte weiter oben mal spekuliert, Julias Hund reagiere recht autark, sprich unbeeindruckter Junghund ranzt mal eben die Welt an.
    Spricht irgend etwas für ein ängstliches Verhalten?
    Ist er jagdlich orientiert??

    Was gäbs noch?? Der Bereich müsste doch eigentlich übersichtlich sein??

    LG

    Mikkki

    Hi,

    nunja, die theoretischen Ansätze find ich hier richtig und wichtig, aber irgendwie hab ich das Gefühl dass der Kellner das Steak gerade an Julia vorbeigetragen hat, wohl wissend dass sie hungrig ist.

    Würde denn ggf ein Video Aufschluss geben können?? Gibt doch diese Action Cams die aufnehmen ohne dass man die Hände braucht. Nur als Idee..Leute, da ist mehr...

    LG

    Mikkki

    Ähm,
    nein, gerade kleine weisse langhaarige Hunde lösen eine für uns nicht erklärbare Emotion in ihm aus, dahingehend dass er sie für sich bedrohlich erachtet und die Motivation entwickelt sie gezielt aus seinem Bereich zu vertreiben. ( Unsere Theroie) Deshalb droht er bei diesem Type Hund.
    Auch unsere erfahrene Trainerin hat keine Idee über ein andere mögliche Motivation.
    Langhaarige Rüden z.B. egal ob kastriert oder unkastriert sind keinen Versuch einer Annäherung wert. Das klappt nie.
    Hollie hingegen ( Aussie-Mädchen) kein Problem, wir waren bei der ersten Begegnung sehr vorsichtig, wegen ihrer langen Haare.

    Das Verhalten gegenüber Rüden und kleinen Hunden ist vom fixieren her identisch. Er macht dies aber auch wenn er irgendwo fremd ist. Alles natürlich nur wenn wir ihn liessen, tun wir ja nicht.

    LG

    Mikkki

    Hi,
    wir wissen es nicht. Auch unsere Trainerin hat keine wirkliche Idee. Mit kleineren Katzen z.B. kommt er gut klar, er ist kaum jagdlich interessiert. Kleine Hunde, die sich sofort unterwerfen oder zumindest beschwichtigen lässt er völlig in Ruhe. Unser Gedanke ist dass er früher von einem kleinen weißen Hund mehr als gegängelt worden ist, und er nun abgrundtief hasst.
    Bei Möpsen kommt wahrscheinlich die ihm nicht verständliche Mimik hinzu.

    LG

    Mikkki

    Hi, war mal wieder zu langsam...
    @flying-paws:


    Aha. Durch Strafe kann man dem Hund den "Trieb" nicht austreiben. Aber durch Lob?

    Die genetische Veranlagung verändert sich nicht durch Deine Trainingstechnik.

    Das ist ja genau der springende Punkt. Wenn ich vor dem Fixieren antizipierend ein schau und Belohnungen einbringe, kommt die Triebkette gar nicht erst in Gang. Dann braucht der Hund kein Meideverhalten eines bereits erwachten Triebes. So zumindest in meiner Idealvorstellung.

    Ich gebe allerdings zu das wir probs manchmal dann haben, wenn Sino bereits länger einen Hund fixiert, den ich übersehen hab. Es ist dann schwierig meistens gehts noch aber manchmal eben nicht.

    LG

    Mikkki

    Hi,


    Aber die Beispiele im Post (wie z.B. das "ähäh", Abdrängen, den Hund anstupsen, schroffer mit der Stimme werden, Kommandos deutlicher Einfordern, etc.) sind für mich Strafen. Und das ist für mich auch überhaupt nicht negativ besetzt.

    Wenn Du Strafe so definierst, komm ich damit zumindest gedanklich klar, d.h. ich verstehe zumindest was Du meinst, wenn Du davon sprichst. Danke für die genaue Erklärung.
    In meiner Gedankenwelt hab ich meinen Hund noch nie bestraft. Und real schon mal gar nicht.
    Aber das sollte hier einem Austausch nicht hinderlich sein.

    LG

    Mikkki

    Hi,

    nun dann machen wir mal mit dem Austausch weiter. Ich hatte z.B. noch nie was von einer operanten Konditionierung gehört, und hab mich mal ein paar Minuten eingelesen.
    Ich würde bezweifeln wollen, das triebhaftes Verhalten durch eine wie auch immer geartete positive Konditionierung abgestellt werden könnte. Ich würde sogar noch weitergehen und behaupten, dass eine negative Konditionierung sogar nur ein Meideverhalten auslöst, das Grundproblem aber eigentlich nicht anfasst. ich möchte keinen Hund der nur aus Angst bestimmte Dinge nicht tut. Ich möchte einen Hund der mich soweit an sich ranlässt , dass ich ihm Alternativverhalten zeigen kann, so dass die Triebkette unterbrochen werden kann.
    Und zur Aufmerksamkeit gibts dann verschiedene Ideen. Also ganz sicher wird es niemals zu meinen Ideen gehören, wenn sich Sino grad mal wieder aufregt ihm eine Schelle vor die Füsse zu werfen. Eine Trainerin hat das mal aus relativ nichtigem Anlass gemacht ohne mit uns darüber zu sprechen. Das wars sofort, und augenblicklich. Der Hund war 2 Stunden völlig fertig.

    Wenns ein Denkfehler ist, behalte ich ihn glaub ich ganz gerne.

    Also für mich ist Korrektur keine Strafe, sondern ein Mittel für Aufmerksamkeit. Und das ist gedanklich nicht im Mindesten negativ besetzt.

    LG

    Mikkki