Hi,
wir packen es an, mit professioneller Hilfe. Unsere Trainerin gibt uns Einzelunterricht. Alle Erkenntnisse von gestern sind ausdrücklich nicht auf andere Hunde übertragbar sondern beziehen sich ganz speziell auf unseren. Um es vorweg zu sagen Leinenführigkeit und wohl auch Pöbelverhalten sind im Kontext zur Gesamtsituation des Hundes zu sehen.
Alle anderen Lebensbereiche meines Lieblings konnnte ich dahingehend besetzen, dass der Hund erst fragt was ich wohl dazu meine
Mein größter Irrtum. Unser Hund kennt unsere Schwächen ganz genau, gerade auch die, die uns gar nicht bewusst sind.
Ist uns gestern auch mal vorgeführt worden, aber dazu später.
Unser Hund ist eher der ernste Hausmeistertype so nach dem Motto ey was geht denn dahinten schon wieder ab, das muss ich direkt kontrollieren und vielleicht eingreifen. Also nicht so wie manch ein Labbi der ständig gut gelaunt das Gute in der Welt vermutet und lieber mal Quatsch macht und Konflikten aus dem Weg geht. ( nur beispielhaft, ich kenne ein paar Individuen die sind so.)
Wir waren auf abgesperrtem Gelände, außen am Zaun liefen absichtlich ein paar unkastrierte große Rüden vorbei.
An der kurzen Leine war Sino am unnentspanntesten bei ca, 5m Abstand. Bei Leine los liess er sich gut abrufen als er zu dem anderen hin wollte. Als er beim nächsten Versuch wusste, dass er eigentlich nicht an den Zaun durfte schnüffelte er ganz zufällig einer Spur nach, die zum Zaun führte. Nun ja. Bei aktiver Beobachtung und Erläuterung kriegt mans mit. Nichts geschieht bei Sino zufällig, er ist ein strategisch denkender Hund.
Die Trainerin unterband dann, dass er sich zwischen uns stellt, oder dass er an der Leine den Molli macht, ohne jeden Ruck oder sonst etwas nur durch Geräusch dass jetzt ein Richtungswechsel kommt usw. Ich muss dabei sagen unser Hund kennt die Trainerin schon lange und hört auf sie genausso gut wie auf uns.
Lange Rede kurzer Sinn, nach Sinos Vorstellung war das Mist. Und was dann kam, war echt überraschend. Er biss frustriert in die Leine und als ihm das verboten wurde sprang er an der Trainerin hoch nach dem Motto so geht das nicht. Ein klarer Korrekturversuch, allerdings nicht konsequent oder gar gefährlich durchgeführt, sondern eher etwa so scheisse scheisse scheiss was mach ich denn jetzt.
Ich kürze mal ab: Sinos leben zu Hause ist schön, in Teilen konnte er sogar bestimmen, was passiert, ein Stups und er wird gestreichelt oder eine Tür wird aufgemacht. Fressen gibts ohne Aufgabenverteilung. Er darf liegen wo er will und er wird begrüßt wenn man nach hause kommt.
Zu deutsch, im Empfinden des Hundes ist es so dass es ja läuft ohne dass er draußen irgend etwas dafür tun muss, warum sollte er dann auf Leinenführigkeit oder unseren Wunsch achten nicht rumzupöbeln. das dingen lässt er sich nicht einfach abnehmen.
Wir müssen ihn aktiver beobachten und analysieren, soweit dazu.
Insofern können wir uns schon glücklich schätzen dass unser Hund zu 85 % auf uns hört, und im Freilauf sogar zu 100%.
Da konnten wir ihm wohl unsere kompromisslose Haltung schon beibringen. Bei anderen Dingen waren wir zu blauäugig und haben uns etwas veräppeln lassen. Jetzt wissen wir Bescheid.
Und jetzt könnte es was werden mit der Leinenführigkeit. Der Hund muss wissen dass wir das so wollen und er muss das als natürlichen berechtigten Wunsch unsererseits annehmen. Und dann diskutiert er auch nicht mehr. ( schaun wir mal) Soweit zur hehren Zielsetzung.
LG
Mikkki