Hi,
bei möglichen Artgenossenkonflikten ist m.E. sowohl ein Kürzermachen der Leine als auch ein Mauli der falsche Weg.
Natürlich muss man den Hund in erster Linie sichern, damit er nicht frei auf den Gegner kann. Aber was lernt der Hund daraus? Der Hund denkt sich doch, scheisse es wird ernst und Frauchen ist nicht nur keine Hilfe sondern sie stört mich sogar noch. Ich muss wohl etwas heftiger werden, damit ich mich wehren kann / den Feind vertreiben kann.
Will man ja eigentlich nicht. Wir haben auch so einen Kandidaten , mit manchen Hunden geht's halt nicht. Ich kann Sino problemlos aus der Sache rausbringen indem ich ihm ein Schau Kommando gebe und das zur Not auch mit stimmlichen Nachdruck einfordere. Er schaut mich dann an und der Reiz ist raus. Kein Blickkontakt zum Gegner keine Aggression.
Unter 5 m Abstand geht das aber nicht. Ein bisschen Weitsicht braucht man dann beim Gassigehen schon, Handy oder quatschen mit Freunden ist da nicht. Zur Not muss man Umwege laufen oder sogar zurück gehen. Klar ist das mehr aktives Managemant als reines Spazierengehen aber was hilfts??
Meine Frau ist natürlich in einer anderen Lage, da sie Sino ( 30 kg ziemmlich reine Muskeln) nicht so gut halten kann wie ich.
Aber auch ihr hilft das Schau sehr, man bekommt im Lauf der Zeit da immer mehr Vertrauen rein. Zumindest die harten Situationen sind deutlich seltener geworden.
LG
Mikkki