Beiträge von Czarek

    Als Anfang des Jahres mein Scotty verstorben ist hatte ich auch eine Sinnkrise. Hätte ich schneller reagieren können, was hätte ihn retten können? Nicht wegen eines Haustieres, sondern wegen eines Freundes!


    Ich finde das schon sehr vermessen so eine Aussage. Auf der einen Seite werden die Tiere hier im Forum als Partner und Freund betrachtet wenn dann aber was wirklich schlimmes passiert und man deshalb an sich zweifelt und einfach trauert, dann soll das nicht OK sein?

    Komisch du zitierst mich, als hätte ich mich auf dich bezogen oder dir geantwortet. Wieso legst du mir in den Mund, dass ich nicht ok finde, dass du in deiner Situation an dir gezweifelt hast?

    Das sind doch deine Gefühle, wie kann ich sie dir absprechen? Ich laufe nicht in deinen Schuhen. Ich selbst hatte das aber tatsächlich noch nie, dass ich wegen eines Hundes mich selbst in den Grundfesten infrage gestellt habe. War vielleicht auch einfach noch nie nötig.

    Ich liebe meine Hunde, aber sie sind weder Freunde noch Partner. Freunde und Partner hab ich in menschlichem Format. Das heißt nicht, dass meine Hunde einen niedrigen Stellenwert in meinem Leben haben, mit Menschen aber trotzdem nicht vergleichbar.

    Mit dieser Einstellung bin ich aber auch hier schon mal angeeckt :ka: Wie kann man das nur sagen. Ich selbst bin der Meinung, dass das einem Hund gerade in heutiger Zeit auch ganz gut tut, ihn nicht als Partner zu sehen und ihm das aufzuladen, was damit einher kommt.

    Du brauchst also gerade mir nicht in den Mund legen, dass für mich ein Hund ein Partner oder Freund ist. Für mich hat ein Hund einen anderen Stellenwert. Von Freunden und Partnern erwarte ich andere Dinge.

    Also ich zweifle grundsätzlich nicht an mir

    Schön für dich.

    Mir sind solche Menschen unheimlich, ist aber mein Problem.

    Ernsthaft, du hast eine Sinnkrise wegen eines Haustieres? Weil was nicht läuft, wie es sollte oder könnte? Stellst dein komplettes Selbstbild infrage wegen eines Hundes und zweifelst am dir als Person?

    Also bei mir gibt und gab es natürlich schon solche Momente, gerade im partnerschaftlichen oder engen freundschaftlichen Verhältnis. Wo Kritik einen natürlich auch höchst persönlich trifft. Oder sei es, wenn aus der Arbeit immer wieder Feedback käme, das negativ auf mich bezogen ist. Da geht es immerhin um die Existenz.

    Aber bei einem Hund oder Hundehaltung? Ne.

    Da zweifle ich an Vorgehensweise, meiner Reaktion, Umweltfaktoren, meiner Übersicht oder Voraussicht oder was noch alles. Bzw ich überdenke das und passe es an, wie es für den Hund besser laufen könnte.

    Ich finde Menschen mit Selbstzweifeln sehr sympatisch.

    Menschen, hier HH, die immer genau wissen, was richtig und was falsch idt, sind mir unheimlich.

    Was hat denn das eine mit dem anderen zu tun?

    Niemand weiß immer und in jeder Situation, was richtig ist.

    Man muss aber deswegen nicht an sich selbst und an seinem Inneren zweifeln und sich selbst infrage stellen.

    Man kann auch ganz normal nach einer Situation reflektieren und für sich selbst reinfühlen: wie ging es mir damit, was ist denn da schief gelaufen, wie könnte man es besser lösen, wie kann ich mich beim nächsten Mal passender verhalten und all solche Fragen. Man kann auch nach einer Situation Hilfe bei Profis suchen und ein Training nehmen oder auch einfach mit erfahrenen Leuten diese Situation durchsprechen und einen Plan für sich aufstellen.

    Man darf sich durchaus unsicher fühlen oder etwas nicht ganz so gut lösen, ohne dass man direkt an sich selbst zweifelt und in den Grundfesten erschüttert wird. Nur weil man nicht perfekt ist, heißt es nicht, dass man gleich daran zweifelt, ob man grundsätzlich unfähig oder ein guter Hundehalter ist.

    Also ich zweifle grundsätzlich nicht an mir. Ich weiß, was ich kann und wo ich noch Übung brauche und was mir gar nicht liegt oder womit ich keine Erfahrung habe. Ich denke gerne über Dinge auch nach und mit dem gewissen Alter denkt man auch mal über die Konsequenzen, bevor man handelt. Aber so richtig Zweifel an meiner Person, weil was mit den Hunden nicht gerade läuft... Nein.

    Ich hatte eine ähnliche Situation, meine Schwiegereltern haben ihren Hund auch nicht so gehalten oder erzogen, wie ich es tun würde. Ich fand, es tat dem Hund auch nicht gut. Dazu war er noch aggressiv meinen gegenüber und hat gebissen.

    Bis auf den letzten Teil musste ich mich damit abfinden, dass es einfach nicht mein Baustelle ist. Ich wurde nicht um Tipps gefragt. Ist leider so. Übergewicht ist kein Grund für das Veterinäramt.

    Bei der Aggression und dem Beißen hat es dann richtig gekracht. Was der Trainer sagte, war dann heilig. Was ich sagte (dasselbe), war ein Angriff. Es ist schon wichtig, wer was sagt. Wir sind dann so verblieben, dass wir die Hund getrennt haben. Oder ich bin einfach zuhause geblieben und mein Mann ist alleine zur Familie gefahren.

    Bei meinen Besuchen bei meiner eigenen Familie wars genauso wie bei dir. Da ich weit gefahren bin und selten da war, musste die Hunde mit. Sie waren entweder nicht frei im Haus unterwegs, sondern lagen abgelegt auf ihrer Matte in einer Ecke. Oder sie waren in meinem Zimmer. War halt für die Hunde ein blödes Wochenende, aber das halten die schon mal aus. Bei uns wurden zb auch Türen offen gelassen und einmal hat mein Hund einen Schaschlikspieß aus dem offen stehenden Müll geholt und samt Spieß gefressen. Ich saß tagelang neben dem Hund und dachte, gleich durchschlägt es den Magen. Da sind ganz verschiedene Dinge vorgefallen. Entweder war mein Zimmer dann auch abgesperrt oder die Hunde waren im Auto. Dafür hatte ich eine Ausrede, dort für 1-2h abzuhauen und spazieren zu gehen.

    Irgendwann wird man selbst ja auch erwachsen und hat sein Standing und weiß, was man will oder tolerieren kann. Meine Meinung ist, wer meine Grenze immer wieder trotz Gesprächen nicht respektiert (und damit ist nicht gemeint, dass ein Hund mal eine Nudel extra bekommt, sondern ganz elementare Dinge in einer Beziehung), den schließe ich aus meinem Leben aus.

    Ich erziehe niemanden. Man kann auch sagen, für so ein paar Tage im Jahr kann man sich auch zusammenreißen. Vielleicht habt ihr auch einen netten Sitter für euren Hund, sodass du alleine hin kannst.

    Wir sind auch zurück vom Tierarzt und versuchen es nochmal mit Librela. Da hätte sie schon mal für einige Monate, damals hat es nicht wirklich was gebracht. Das ist aber nun auch ein bisschen her.

    So gelenksmäßig steht es nicht gut. Ist nun auch nichts neues, aber mein Eindruck, dass es schlechter wird, wurde bestätigt.

    Wie lange dauert das nochmal, bis man Wirkung merkt? Das hab ich vergessen zu fragen :ops: