Aber sieh's mal so: Wenn der Züchter bloß eine Checkliste "abarbeitet" und gar nicht im individuellen Gespräch klärt, ob der Welpeninteressent gute Gründe dafür hat, manche Dinge anders zu machen als der Züchter, dann ist das auch nicht sonderlich nett (oder professionell). Damit unterstellt er ja quasi, dass es nur eine "richtige" Sichtweise der Dinge gibt – nämlich seine.
Bei Leuten, die so einseitig denken, hätte ich moralisch keine Probleme, denen etwas vorzuflunkern. Du willst den Hund ja nicht in 'ner Box im Heizungskeller leben lassen.
So kann man sich das auch drehen.
Ich habe schon nach Züchtern bei den Pudelleuten gefragt, viele PNs bekommen und nach meinem Umschwenk nochmal mit mehreren Züchtern telefoniert und wieder neue Vorstellungen gehört.
Die Leute arbeiten ja nicht nur Checklisten ab oder sind einseitig oder stur, aber.. die haben nunmal ihre Prinzipien. Nur zu "keine Draußenhaltung" von vor paar Jahren (kenne ich auch noch anders, da hats auch keine Tierorga und keinen Züchter interessiert, wo der Hund abbleibt) kommen halt heutzutage solche Sachen wie Futtervorschriften und (ja wirklich!) Familienplanung.
Bei einigen würde ich auch definitiv nicht kaufen, weil ich weiß, dass da dann ein Shitstorm ausbrechen würde, sobald man Wind kriegt, dass doch nicht nach den Regeln des Züchters gelebt wird. Hab da zumindest ein, zwei Leute im Kopf, die als Züchter echt so krass drauf sind (unabhängig von der Rasse).
Ich hätte gern mehr Dipomatie solche Themen zu umschiffen und galant umzuschwenken zum schönen Wetter ![]()