Beiträge von Sus.scrofa

    Bei Nummer 1 (metallisches Krächzen nach Einbruch der Dunkelheit) tippe ich auf eine Schleiereule. Kannst du dir hier anhören: ♫ Schleiereule - Stimme / Gesang / Ruf hören

    Die "leidende Katze" könnte durchaus auch eine Schleiereule sein. Die klingen je nach Individuum ein bisschen unterschiedlich und haben auch unterschiedliche Ruftypen (je nachdem, ob sie sitzen, fliegen, am Nest sind, warnen etc.). Ich hatte mal eine, die hätte man in jedem Horrorfilm zur Vertonung einsetzen können. :fear:

    Edit: Waldohreule käme für die "leidende Katze" auch in Frage. Gibt's auch zum Anhören auf der Seite, klingt meiner Meinung nach in der Realität aber etwas tiefer und "leidender".

    Ich empfinde deinen Instinkt da auch als absolut gerechtfertigt.

    Meine Hündin verhält sich in unsicheren Situationen genau so wie deine. Bei ihr ist das von Welpe an der Fall. Sie versteckt sich bei mir oder springt an mir hoch, will dann auch definitiv auf den Arm. Je nach "Bedrohungsgrad" reagiere ich unterschiedlich. Bei vorsichtigen Hunden oder komischen, aber ungefährlichen Objekten, bleibe ich bei ihr stehen, bzw. gehe neben ihr her und rede ihr gut zu. Bei etwas stürmischeren Hunden, darf sie meine Beine als Rückendeckung verwenden und ich drücke zu aufdringliche Exemplare dann auch leicht von ihr weg. Bei ganz wilden und deutlich größeren/schwereren Raketen-Hunden, die sie ernsthaft umrennen könnten, oder wenn ich das Gefühl habe, dass sie so Angst hat, dass sie abhauen könnte (z. B. ihr erster Krankenwagen mit Martinshorn an einer Kreuzung), hocke ich mich hin, so dass sie quasi unter mir, wie in einer Höhle sitzt. Das kommt aber sehr selten vor. Sie hat inzwischen deutlich mehr Selbstbewusstsein als früher, manchmal schon etwas zu viel für meinen Geschmack.

    Ich hätte genau wie du Sorge, dass der Hund irgendwann nach vorn geht, wenn er das Gefühl bekommt, dass er keine Rückendeckung von seinem Menschen hat. Hier war eine Frau mit einem sehr ängstlichen Zwergdackel, die immer runter betete, der Hund müsse lernen, sich auch mal bei anderen Hunden durchzusetzen. Aber der Hund war total überfordert und reagierte schließlich mit sofortiger Flucht in den Wald, wenn er andere Hunde sah. Ich finde es in solchen Situationen tausendmal angenehmer für mich und sicherer für den Hund, wenn der bei Stress zu mir kommt, als wenn er auf eigene Faust sein Heil in der Flucht (oder im Angriff) suchen muss. Ich würde also an deiner Stelle auf meinen Instinkt hören und deine Hündin unterstützen / in Schutz nehmen. Ich glaube, dass sie eher unsicherer wird, wenn sie das Gefühl hat, sie steht in brenzligen Situationen alleine da.

    Meine beiden Setter sind in ihren ersten 2 Lebensjahren maximal mit den Füßen ins Wasser gegangen. Bei beiden Hunden, obwohl sie nicht miteinander verwandt waren, kam exakt mit Abschluss des zweiten Lebensjahres die Wasserfreude durch. Das ging soweit, dass die erste mir mal bei Sturmwarnung und Badeverbot und riesigen Brechern in den Atlantik geschwommen ist, um eine Möwe zu fangen. Ihr Kopf war nur noch ein kleiner Punkt zwischen den Wellen. Ich bin fast tot umgefallen. Und irgendwann drehte sie um und schwamm zurück, als wäre es das normalste der Welt.

    Meine Cockerhündin habe ich genau wie meine Setter schon als Welpe mit an den Waldtümpel genommen. Allerdings war sie etwas zu wasserfreudig. Mit zarten 14 Wochen ist sie einfach rein und los gepaddelt, allerdings mit dem Kopf UNTER Wasser, so dass ich selber baden gehen musste, um sie raus zu fischen. Eine Woche später ging es dann schon problemlos mit dem Kopf über Wasser. Die schwimmt wie ein Fisch. Besonderheit bei ihr ist, dass sie auch taucht. Man kann ihr einen Stein oder ein sinkendes Stück Holz rein werfen und sie taucht hinterher. Bringt zwar in 90% der Fälle den falschen Stein hoch, aber der gute Wille ist vorhanden. Ihre Mutter und ihre Geschwister sind laut Züchterin aber mit nassen Pfötchen zufrieden und gar nicht zum Schwimmen aufgelegt.

    Das Witzige ist, dass der Cocker, den meine Mutter als Kind hatte, auch immer getaucht ist. Sie hat mir oft davon erzählt, wie der Hund an der Ostsee von Touristen mal für eine Robbe gehalten wurde. :lol:

    Meine zweite Setterhündin wurde mit 6 Jahren aufgrund medizinischer Notwendigkeit kasriert. Charakterlich hat sie sich in dem Jahr, das sie danach noch gelebt hat, nicht verändert. Sie wurde lediglich leicht inkontinent (Tröpfeln), im Rumpf dicker und an den Beinen dünner und bekam Fell wie Samson aus der Sesamstraße. Aber lieber ein üsseliger lebender Hund, als ein hübscher toter Hund. Meine beste Freundin hat ihre Hündin mit 18 Monaten kastrieren lassen und diese hat die Narkose nicht überlebt. Ansonsten habe ich nur unkastrierte Hündinnen im Bekanntenkreis.

    Mit Läufigkeiten hatte ich glücklicherweise bisher nie Probleme. Keine meiner 3 Hündinnen haben in der Zeit versucht, abzuhauen. Sie konnten auch während der Läufigkeit immer frei laufen. Gegen Flecken gab's ne Buxe an. Insofern ist für mich eine Kastration ausgeschlossen, so lange keine medizinische Notwendigkeit vorliegt.

    Diese "qualvollen Euthanasien" kommen nur vor, wenn der TA das falsche Mittel und das ohne vorherige Narkose benutzt. Ich habe das bei meinen Hunden tatsächlich gegoogelt und dann bei meinem TA nachgefragt, welches Mittel sie verwenden, um ganz sicher zu sein, auch wenn ich meinem TA eigentlich absolut vertraue. Wenn das richtig gemacht wird, ist die Euthanasie für den Hund gar nicht schlimm. Ich habe beide in sehr guter Erinnerung, soweit das möglich ist. Ich wäre froh, wenn ich so sterben dürfte.

    Ich denke an euch und wünsche dir viel Kraft.