Frieda kriegt einen Winter- oder Regenmantel an, wenn sie während der Arbeit bei nasskaltem Wetter längere Zeit auf mich warten muss, weil ich z.B. was ausfüllen oder Koordinaten einmessen muss. Ohne Bewegung friert sie nicht übermäßig schnell, aber ein Jogger würde ja auch nicht danach erstmal ein Stündchen im kalten Regen stehen, bevor er duschen geht. Das gibt nur verhärtete Muskeln und Zerrungen. Klar geht davon die Welt nicht unter, aber Mäntelchen schadet halt auch nicht.
Auf Drückjagden trägt Frieda abseits des Treibens, zur morgendlichen Ansprache, beim Warten im Auto, zur Mittagspause auf der Hütte und abends beim Verblasen der Strecke durchgängig ihren Wintermantel. Aus den gleichen Gründen. An den Tagen gibt es für den Hund nur 0 und 100. Wenn die nach 4 Stunden patschenass und total fix und alle aus dem Treiben kommt, werde ich den Teufel tun, die einfach kalt und nass ins Auto zu setzen oder vor der Hütte anzubinden, "wie es sich für einen harten Jagdhund gehört". Vor allem dann nicht, wenn sie danach noch mal 3h ran soll. Der Mantel erntet bei vielen Jägern Spott ("Der Hund hat doch Fell!" - Ja, komplett bis auf die Haut durchnässtes Fell...), aber die zahlen mir am Ende vom Tag nicht die TA-Rechnung oder kümmern sich um den Hund, wenn ich am nächsten Tag auf Arbeit 20km laufen muss und der Hund nicht mit kann, weil er komplett verzerrt oder erkältet ist.
Bei normalen Gassirunden und Wanderungen, wo ich nicht großartig stehen bleibe, kriegt Frieda allerdings nichts an - egal wie das Wetter ist. Dann friert sie auch nicht, weil sie ja in Bewegung bleibt.