Die Frage habe ich mir auch schon öfter gestellt. Kenne auch massig Hunde, die panische Angst haben, obwohl die Besitzer ganz locker drauf sind.
Ich bin bei nahendem Gewitter seit einem Erlebnis 2005 gar nicht mehr locker. Ich verfalle nicht in Panik, aber ich kriege schon schweren Stress. Meine Hunde (darunter zwei absolute Sensibelchen) haben weder Gewitter, noch Schüsse noch Silvester jemals auch nur ansatzweise gejuckt.
Das Unwetter über der Südeifel letzten Freitag haben wir im Hotel verbracht. Offenes Fenster, Rollladen davor, ich mit Ohrstöppseln (den richtig dichten vom Schießen) im Bett, um überhaupt mal schlafen zu können. Da gab es ein paar Einschläge, dass das ganze Zimmer gewackelt hat. Und als ich ganz besorgt mit der Taschenlampe nach dem Hund guckte, weil das jetzt ECHT laut war, lag die auf dem Rücken friedlich schnarchend auf ihrer Decke. ![]()
Prägung scheint es also nicht zu sein. Genetisch kann es aber eigentlich auch fast nicht sein, weil Tiere bei Gewitter allein durch die Evolution keine Angst haben. Das hätte sich ja nicht ausgezahlt, wenn ein Wildtier bei Gewitter ausflippt. Es kann eh nichts dran ändern und wäre vermutlich auf der Flucht einem noch höheren Risiko ausgesetzt, sich selbst aus dem Genpool zu entfernen, als wenn es einfach cool bleibt. ![]()