Beiträge von Sus.scrofa

    @Maggie86: Bei dem, was du beschreibst fällt mir immer der Lieblingsspruch von meiner Mutter (Grundschullehrerin) ein: Erziehung ist Glückssache.

    Leider laufen immer mehr Leute herum, die das Wort "Benehmen" vermutlich nichtmal buchstabieren können. Ich find's peinlich. Mein Hund schläft z. B. auch im Bett, aber garantiert NICHT im Hotel, selbst, wenn sie sauber ist und man das hinterher auch nicht sehen würde, mir also nichts nachweisen könnte. Einfach, weil man das in fremden Betten nicht macht. Punkt. Aber so schlimm die von dir beschriebenen Fälle auch sind: Mich wundert heutzutage gar nichts mehr. War sogar mal in einem Ferienhaus, wo in der Hausmappe toternst darum gebeten wurde, man solle seinen Hund am Ende des Urlaubs bitte auch wieder mit nach Hause nehmen... :fear: Was da vorher abgelaufen ist, möchte ich mir gar nicht vorstellen... :flucht:

    Ich lag bisher zum Glück immer bei 4-5 € pro Tag. Das waren aber Käffer im Niemandsland, wo ich arbeiten musste, nicht unbedingt 5-Sterne-Urlaubsgebiete. Dass der Hund was kostet, finde ich OK. Die Saugerei nimmt ja schon etwas mehr Zeit in Anspruch. Aber 20 Tacken find ich schon happig. Da würde ich erwarten, dass ihr Bettchen aufgeschüttelt und Petersilie über's Futter gestreut ist, wenn ich abends wieder komme... :shocked:

    @Lucy_Lou: Ich glaube übrigens, dass der Jagdtrieb beim Cocker für eine Person mit Hundeerfahrung problemlos zu händeln ist. Ich kenn inzwischen mehrere, teilweise bei Hundeanfängern und keiner davon ist eine echte "Jagdsau". Wenn ich mir überlege, was ich Frieda alles durchgehen lasse, was meine Setter niemals gedurft hätten - und trotzdem kann ich mit ihr auch ohne Leine ganz entspannt spazieren gehen. So lange der Hund noch hört, hört er auch auf Kommandos. Selbst ein jagender Cocker arbeitet ja in der Regel viel näher am Menschen als z. B. ein Setter. Dadurch, dass der Cocker ständig mit der Nase am Boden klebt, sieht man Wild ohnehin meistens zuerst.

    Das schlimmste, was passieren kann, ist dass der Hund sich auf einer frischen Fährte "fest saugt" und nicht mehr ansprechbar ist. Und das kann man in der Regel vorher sehr gut erkennen, wenn man den Hund kennt. Ich persönlich glaube, dass der Cocker deshalb oft als stur bezeichnet wird. Denn wenn man den Moment verpasst, geht der echt mit dem Kopf durch die Wand. Allerdings jagt er auch dann nicht allzu weit. Im Vergleich zu vielen anderen Jagdhunden ist der Cocker ein Schoßhündchen. Einzig für Leute, die im Wald den Ipod anmachen und den Hund Hund sein lassen wollen, ist er sicherlich ungeeigent. Unter den Umständen könnte ich mir vorstellen, dass er sich nach und nach verselbstständigen würde...

    Ach so, was ich vergessen habe: Hier zieht auch als nächstes wieder ein Cocker ein. Den hab ich in meine Liste jetzt nicht geschrieben. Da stehen nur die Rassen, die ich nehmen würde, wenn aus irgendwelchen Gründen der Cocker bei mir zu einer No-Go-Rasse werden würde, so wie es mit dem Setter passiert ist. Aber ich hoffe doch immer wieder, dass Frieda mein erster Hund sein wird, der etwas unspektakulärer/normaler geht als meine ersten beiden...

    @Lionn: Darf ich mal als komplett Sheltie-ahnungslose fragen, was passiert, wenn ein Sheltie nicht ganz wesensfest ist? Also wodurch zeichnet sich so ein Hund aus?

    Lustig, ich hatte nach meinen Settern auch zu Windspiel oder Whippet tendiert - hauptsächlich wegen dem Schmusbedürfnis und dem generell sensiblen Charakter. Ich mag solche Hunde einfach. Der Cocker ist's dann geworden, weil der WENN er doch mal am Wild aus der Hand gerät, nicht gleich mit 60 km/h unterwegs ist und weil der doch auch kälteres Wetter verträgt...

    Ich hab viele Rassen, die ich toll finde, aber die Liste ist doch eher eine theoretische, keine "Warteliste".

    - Dobermann (wollte ich schon als Kind, aber die Herzkrankheit schreckt mich ab, und ich hab Angst, das ich den auch charakterlich nicht gehändelt bekomme)
    - Rauhaardackel (aber da fehlt mir irgendwas in Bezug auf die Beine :???: )
    - Irischer Setter (nach wie vor finde ich die Hunde toll, aber nach meinen Erfahrungen mit Krankheiten wird diese Rasse faktisch NIE mehr hier einziehen, obwohl die ja eigentlich als gesund gelten)
    - Sheltie (hier im Dogforum erstmals so richtig wahrgenommen, allerdings weiß ich nicht, ob ich was mit einem Hund OHNE Jagdtrieb anfangen könnte :lol: )
    - Windspiel ist definitiv gesetzt, sobald ich aus irgendwelchen Gründen nicht mehr täglich mehrere Stunden in den Wald rennen kann.
    - Chihuahua könnt ich mir auch noch vorstellen, wenn's mal was ganz kleines sein soll

    Nach 16 Jahren Setterhaltung und jetzt dem Kontrast mit dem Cocker kann ich auf jeden Fall sagen, dass hier nur noch kleine bis mittelgroße Hunde einziehen werden. Ist einfach im Alltag tausendmal praktischer.

    @TrueType: Danke für die ausführliche Erklärung! So genau hat mir das bisher noch kein TA erklärt. Frieda hatte übrigens letztes Jahr schon deutlichen Juckreiz unter dem Halsband, auch wenn sie längeres Fell hat. Da sie sich aber nicht exzessiv gekratzt hat und auch keine Irritationen auf der Haut zu sehen waren, musste sie da durch. Dieses Jahr scheint es besser zu sein.

    @expecto.patronum: Ja, Scalibor wirkt repellierend. Ich kannte vorher nur Frontline und Exspot. Die Züchterin hatte mir das Halsband empfohlen. Ein paar Wochen nachdem Frieda das erste Halsband hatte, bin ich mit meiner Mutter für ein paar Tage in die Eifel gefahren und wir saßen zum Picknicken an einem Waldrand. Da haben wir beobachtet, wie die Zecken wirklich massenweise vom Hund auf uns rüber gekrabbelt sind. :shocked: Sowas hab ich mit den anderen Präparaten noch nie erlebt (und Exspot ist ja auch repellierend). Bei uns gibt's nichts anderes mehr, so lange die Wirkung so bleibt.

    @frolleinvomamt: Da hast du wohl recht. Borreliose kann ganz ganz übel werden.

    Die Jagd ist das kleinste Problem. Das sind meist nur um die 6-8 Wochen im Herbst/Winter, dass ich richtig aktiv bin. Und dann ist mit Zecken meist schon nix mehr los. Das Problem ist, dass ich auch beruflich 8 bis 10 Stunden täglich in Wald und Feld unterwegs bin (Arterfassungen). Das läppert sich. FSME-Impfung ist unumgänglich. Wegen der Borreliose pass ich immer auf Rötungen etc. auf und lass Ende des Jahres eine Blutuntersuchung machen. Gerade die Nymphen hat man schnell mal weg gekratzt und denkt dann, es ist nur ein harmloser Mückenstich.

    Hat eigentlich sonst noch jemand die Erfahrung gemacht, dass man weniger Zecken hat, wenn man mit den chemischen Keulen für die Hunde hantiert? Bei den Spot-Ons hatte ich trotz allem Aufpassen immer die Finger voll und dann eigentlich nie Zecken (vielleicht mal eine im Jahr). Auch jetzt würde ich sagen - verglichen mit dem, was tagsüber so auf mir rum krabbelt, beißt sich recht wenig fest. Kann mir nicht vorstellen, dass ich die immer ALLE finde. Wirkt das Zeug zumindest theoretisch überhaupt beim Menschen?

    Frieda hat seit einem Monat ihr diesjähriges Scalibor Halsband an, nachdem ich die erste Zecke gefunden hatte (festgebissen). Eine Woche nach Anlegen habe ich die zweite gefunden - festgebissen, aber schon tot. Seitdem ist Ruhe. Allerdings kann ich regelmäßig beobachten, wie die Zecken auf ihr rum krabbeln. Bevorzugt krabbeln sie beim Ansitz oder bei Pausen vom Hund auf meine Hose und meine Arme. :fluchen: Vielleicht sollte ich mir auch so ein Halsband kaufen? :ugly: Ich kenne einen Jäger, der macht sich grundsätzlich um jeden Stiefel eins rum und schwört darauf...