Beiträge von Sus.scrofa

    Meine Hunde haben auch immer Gras und Erde fressen dürfen, wenn sie wollten. Über einen Darmverschluss hab ich nie nachgedacht. Das Gras kam immer vorne oder hinten wieder raus. So lange sie das nicht exzessiv macht, wird meine jetzige auch weiterhin Gras fressen dürfen. Ich hoffe einfach mal, dass Darmverschlüsse dabei doch eher die Ausnahme sind. Sonst würden bestimmt auch viele Wölfe, Wild- und Hauskatzen an Darmverschlüssen sterben oder läuft bei denen was anders?

    Ich hab wohl mal einen Hund mit so ner Bauchspeicheldrüsen-Fehlfunktion gesehen. Der hat lange nicht die Enzyme bekommen, die er zur Verdauung brauchte. Und als die den aufgemacht haben, war wirklich der ganze Darm mit Gras verstopft.

    Ich halte es wie @Zucchini. Bei uns ist Real Nature Wilderness "Grundnahrungsmittel" (die 4 Sorten routieren wir). Das wird gemischt mit Dosenfutter diverser Marken und wechselnden Trockenfuttersorten, die im Gegensatz zum RNW eher wenig Protein haben. Z. B. Happy Dog Natur Croq Balance oder Premiere High Five. Anfänglich hatte meine Hündin bei manchen Futtersorten leichte Durchfall-Probleme. Inzwischen kann ich alles füttern, was ich will. Ich reise viel mit dem Hund und kann dann sämtliche Futtersorten anbieten, die wir vor Ort finden (vorausgesetzt sie erfüllen gewisse Grundanforderungen, ich füttere keinen Müll).

    Meine letzten beiden Hunde bekamen ihr Leben lang jeweils eine bestimmte Marke. Sie wurden beide früh krank und nicht sehr alt. Ob das auch mit am Futter lag, kann ich nicht sagen, aber grundsäzlich würde ich vermuten, dass wenn in einem Futter irgendetwas zu viel oder zu wenig drin ist, man diesen Mangel oder Überschuss im Laufe eines Hundelebens besser ausgleichen kann, wenn man öfters mal wechselt. Außerdem genießt nicht nur der Hund die Abwechslung. Mir macht es auch mehr Spaß, öfter mal was anderes auszusuchen.

    @Sandy227: Ich hoffe für dich, dass dein Eindruck dir in der Form erhalten bleibt. Wenn man mal einen Tötungsversuch miterlebt hat, muss man sich zwangsläufig mit dem Gedanken auseinandersetzen, wie weit man im Notfall gehen würde. Und ich hoffe, dass dieser Notfall in dieser Form niemals wieder eintritt. So ein Erlebnis setzt ganz neue Maßstäbe. :verzweifelt:

    Also mich erschreckt das doch sehr, wie hier einige agieren, mit Leine schlagen und anpöbelnde Hunde mit dem Fuß wegschleudern usw.

    Davon mal ab, dass ich Angst hätte die Situation dadurch erst richtig schlimm werden zu lassen oder selber attackiert zu werden, konnte ich bisher mit Ruhe bewahren und meinen Hund im Falle eines Angriffs festpacken Schlimmeres immer vermeiden.

    Natürlich muss man die jeweilige Situation immer im einzelnen bewerten. Ich glaube auch nicht, dass hier irgendwer scharf drauf ist, andere Hunde zu treten/schlagen oder sonstwas. Aber wie @Superpferd schon schrieb, es gilt: Bevor mein eigener Hund verletzt wird, muss ich in den sauren Apfel beißen und den anderen Hund verletzen. Zum Treten kam es bei uns bisher z. B. nur, wenn der angreifende Hund vorher schon mehrfach meinen gebissen hatte, ohne dass die Halter das interessierte.

    Aber wie gesagt. Es kommt auf die Einzelsituation an. Dass ich einen wild spielenden Labrador, der meine angeleinte Hündin überrennt oder einen pöbelnden Kleinhund nicht gleich trete, ist klar. Und blocken/anschreien reicht ja in der Regel auch.

    Ich nutze solche Momente, um meinem Hund zu zeigen, dass er sich auf mich verlassen kann. Wenn der Hund zu schwer für meine oder vom Auftreten zu offensiv ist und der Halter das ignoriert, blocke ich den Hund. Dabei gehe ich so weit, wie es für den jeweiligen Hundecharakter nötig ist. Die meisten lassen sich ja durch Aufstampfen, groß machen und ein lautes "Hau ab!" beeindrucken. Bei den entschlosseneren Kalibern werd ich hand- bzw. fußgreiflich. Ich mache das aber sehr ungern und ärgere mich immer über die Halter, dass sie mich dazu zwingen, andere Hunde dermaßen "erziehen" zu müssen. Die Reaktion der Besitzer genieße ich allerdings immer sehr. Die sind meist völlig aus dem Häuschen und total aufgebracht, weil sie das nicht gewohnt sind. :lol:

    Ich hab hier mal beobachtet, wie eine junge Frau mit Kleinhund von einem aggressiven Akita immer im Kreis um ein Auto gejagt wurde, weil dessen Besitzerin keinen Handlungsbedarf sah. In dem Fall hab ich auch die Kleinhundehalterin nicht verstanden. Mit mir würde der das genau einmal machen... :rotekarte:

    Die Hunde sind auch nicht doof, die merken sich das. Nachdem ich einen Zwergschnauzer, der meine total verunsicherte Setterhündin immer in die Ohren biss, mal schwungvoll Volley genommen habe, kam der zwar immer noch jedes Mal kläffend angerannt, stoppte aber immer 5 Meter vor mir mit dem Gesichtsausdruck "Ach du schande, das ist ja DIE!"

    Och Mensch, ich würd euch so gern irgendwie helfen. :( : Die Momente, als meine Setter erkrankten hab ich auch noch genau im Kopf. Gestern war noch heile Welt und heute ist plötzlich alles kaputt und man macht sich nur noch Sorgen. OK, bei meinen Hunden ist es immerhin 5-6 Jahre lang gut gegangen, aber die bekamen dann auch gleich infauste Diagnosen. Dafür drücke ich euch ganz doll die Daumen, dass es etwas ist, was man behandeln und abstellen kann. Ich bin damals auch immer mit diesem dicken Stein im Magen rumgelaufen... Dass dich das bedrückt, kann ich also gut nachvollziehen. Aber versuch, positiv zu bleiben. Immerhin besteht bei euch die Hoffnung, dass es wirklich behandelbar oder sogar nur eine vorübergehende Hormonstörung ist. Diese Hoffnung hatten wir nicht. Wir haben nur immer auf einen hoffentlich nicht allzu qualvollen letzten Tag gewartet. Aber der Stein im Bauch ist der gleiche...