Beiträge von Sus.scrofa

    Die Wildschweine hier in Berlin (also fast Südfrankreich :headbash: )haben auch keine Scheu. Ich kann diese Tiere allerdings nicht lesen und weiß deshalb nicht, wann ich den Rückzug antreten muss.
    Woran hast du das bei den drei Gelegenheiten gemerkt und hast du sonst noch Tipps zur Wildschweinsprache dahingehend?

    Erste Warnstufe ist das "Blasen". Das Schwein pustet einmalig laut Luft aus der Nase. Das klingt wirklich genau so, wie man es sich jetzt vorstellt. Hat halt gar nichts mit Grunzen zu tun sondern ist wirklich nur so ein lautes, einmaliges Schnauben.

    Die zweite Stufe ist dann das Schwein, dass auf einen zugerannt kommt und dabei meist laut grunzt. Die Stufe erkennt man aber auch dann als brenzlig, wenn man vorher noch nie ein Schwein gesehen hat. :D

    Berlin hatte ich auch im Kopf, als ich das Beispiel Südfrankreich nannte. Da würde ich abends im Dunkeln gerade mit Hund auch möglichst nur in schweinefreien Gebieten laufen. :xmas_kilroy_sofa:

    Und was machst du wenn Sauen in der Nähe sind? Geordneter Rückzug?

    Wenn ich sie höre, sind die meistens schon selber auf dem mehr oder weniger geordneten Rückzug. Wenn ich nichts höre, rede ich ein bisschen mit Frieda oder räuspere mich. Die Signalglocke hilft auch (deswegen gibt's in den USA auch sog. Bärenglocken für Wanderer). Wenn sie wissen, wo man ist, rennen sie einen auch nicht um, sondern lassen uns vorbei gehen oder ziehen sich selber zurück.

    Ich musste bislang nur in Südfrankreich dreimal selbst den (außerordentlich ungeordneten) Rückzug antreten, weil wir in einem Gebiet waren, in dem die sich vom Hausmüll ernährten und deswegen keine Scheu mehr hatten. Vor einem normalen Wildschwein braucht man meiner Meinung nach keine Angst haben. Ich bin schon zwischen Bache und Frischlingen mit Hund durch gelaufen und sogar auf Drückjagden haben sie mir nie etwas getan, obwohl sie teilweise auf cm an meiner Hose vorbei und zwischen meinen Füßen durchgelaufen sind und genau wussten, dass wir sie gezielt raus und vor die Schützen drücken wollten. Die machen nicht so gezielt Jagd auf Spaziergänger, wie das anhand der Meldungen in den Nachrichten vermutet werden könnte. Das sind halt doch seltene Einzelfälle, die es da immer wieder in die Medien schaffen.

    Ich habe mehr Bammel vor Hirschen - bei Jagden aber auch während in der Brunft. Teilweise sind die so auf Hundertachtzig, dass die einen im Dunkeln laut brüllend angehen, wenn sie nur die Schritte auf dem Kiesweg hören, einen aber nicht riechen können und nicht wissen, ob man Mensch oder Hirsch ist. Da hilft auch leises Sprechen - und auf Drückjagden hilft nur der nächste stabile Baum oder flach auf den Boden werfen. Da bin ich inzwischen gebranntes Kind...

    Wir laufen größere und kleinere Runden im Dunkeln, je nachdem, was wir tagsüber schon gemacht haben. Meistens gibt's abends nur noch eine Runde um den Block, Wenn wir tagsüber nicht so viel gemacht haben, geht's normal in den Wald. Dann habe ich eine Lampe dabei, die ich aber nur brauche, wenn es wirklich stockfinster oder wenn der Boden sehr uneben ist.

    Meistens bleibt im Dunkeln die Flexi-Leine dran, damit ich mitkriege, wenn Frieda längere Zeit irgendwo steht und eventuell was frisst. Im stadtnahen Bereich bin ich da immer etwas paranoid wegen Giftködern. Wenn wir ganz abgelegen laufen, darf sie mit ihrem Signalglöckchen frei laufen. Dann sehe ich sie mit den Ohren. :D

    Wildschweine sind uns bisher immer höflich aus dem Weg gegangen, auch wenn man abends ja schon mal öfter welchen begegnet. Erfahrungsgemäß hätte ich da aber auch nur Angst, wenn der Hund tatsächlich auf Angriff schalten würde. Da brauch ich bei Frieda aber keine Sorge haben. Wenn die plötzlich hinter mir steht, weiß ich immer, dass die Sauen in der Nähe sind. :pfeif:

    Ich war auch brutal und hab bei meinem Welpen damals von jetzt auf gleich umgestellt, weil's bei der Züchterin Pedigree Junior als Trockenfutter (wohl in Kombi mit Selbstgekochtem) gab und ich das partout nicht weiter füttern wollte. Hier gab es dann ohne Untermischen oder ähnliches, sofort ein hochwertiges Trockenfutter gemischt mit Dosen (und in den ersten Monaten dazu auch selbtgekocht).

    Bis heute wechsle ich regelmäßig - die Dosensorten und -marken fast täglich, das Trockenfutter nach jedem leeren Sack - jeweils immer abrupt ohne Untermischen. Im ersten Jahr gab das ab und zu mal kurzen Durchfall, aber inzwischen verträgt sie alles, ohne irgendwelche Reaktionen. das ist sehr praktisch, weil ich beruflich in ganz Deutschland - meist in kleinen abgelegenen Käffern - unterwegs bin und nicht immer weiß, welches Futter ich vor Ort kaufen kann. Außerdem scheint ihr die Abwechslung zu gefallen.

    Meine ersten beiden Hunde bekamen ihr Leben lang jeweils Trockenfutter von einer bestimmten Marke (kein Müll, sondern vermeintlich gute/hochpreisige Marken) und die waren beide schon sehr früh krank und wurden nicht alt. Ob das am Futter lag oder nicht, kann ich natürlich nicht sagen, aber prinzipiell bin ich heute der Meinung: Je mehr man wechselt umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Hund dauerhaft irgendwelche Inhaltsstoffe zu viel oder zu wenig aufnimmt.

    Ich hätte also kein schlechtes Gewissen, abrupt zu wechseln. Aber wenn das bisherige Futter an und für sich gut ist, spricht natürlich auch nichts dagegen, das erstmal weiter zu geben.

    Ist das jetzt Zufall oder sind Bengalkatzen recht empfindlich gegen Krebserkrankungen? Da war doch letztens schon mal eine, die auch mit Krebsverdacht eingeschläfert wurde. Ich dachte immer: Wenn mal eine Katze, dann eine Bengal, aber nachdem in der Sendung zwei von zwei Katzen unheilbar krank waren, macht man sich doch so seine Gedanken. :???:

    Gestern bin ich in die Bäckerei gestürmt und hab die arme Verkäuferin völlig aus der Fassung gebracht mit folgendem Satz: "Haben Sie ir-gend-was mit Zimt da? Ich hab total Bock auf Zimt!"
    Am Ende ging ich mit einem Herbstmuffin ( =Apfel-Zimt-Füllung) wieder raus und das gesamte Personal hat sich vor Lachen gebogen. Nur ich weiß noch immer nicht, was daran nun so bemerkenswert war. :p

    Ha, so ne ähnliche Situation hatte ich letztens auch. Hatte morgens belegte Brötchen für die Mittagspause geholt. Wenn man 8 Stunden durch den Wald latschen muss, hat man natürlich mittags Kohldampf, also meinte ich nur: "Egal, was da drauf ist, Hauptsache Fleisch!" Die Verkäuferin hat sich nicht mehr eingekriegt. :lol: