Das Interessante ist, dass in diese Museum eine sehr große Ausstellung zum Thema Präparate angesiedelt ist - historische Entwicklung und Moderne (diesen Teil haben wir aber nur zügig durchlaufen, da es für die Kinder einfach viel Geeigneteres und Interessanteres gab) - aber deshalb gehe ich eigentlich schon davon aus, dass in Salzburg Wert auf gute Präparate gelegt wird.
Aber natürlich ist es nur ein kleiner Blick und keine historische Arbeit.
Rein vom Museumswert her haben auch eher unrealistische Präparate ihre Berechtigung, zumindest wenn der Kontext dazu kommt.
Die kamen zum Großteil aus Zeiten, in denen viele Präparatoren die Tiere, die sie darstellen sollten, selbst nie in lebendig oder auch nur realistisch auf einem Bild gesehen haben.
Wahrscheinlich haben sie die oft nichtmal selbst abgebalgt, sondern eine Hilfskraft.
Ist halt der nicht so angenehme Teil der Arbeit.
Wenn der Schädel nicht präpariert werden sollte, kam der in den Müll.
Schädel auskochen ist nochmal schlimmer als Abbalgen, weil es wirklich ekelhaft stinkt.
Dann gab's also nichtmal den Schädel zum Abgleich der Form.
Wurde vor dem Abbalgen kein oder nur schlecht Maß genommen, war's Glückssache, was wohin kommt.
So erklärt sich jedenfalls bei sehr alten, optisch zweifelhaften Präparaten, wie sowas zustande kommen kann.
Das Mopspräparat zeigt definitiv nicht den Realzustand der Rasse zu der Zeit. Das belegen viele alte Fotos und auch noch ältere Gemälde.
Der Mops sieht leider schon ewig so aus, als sei er gegen die Wand gelaufen 