Man kann kulturelles Interesse auch anders befrieden, als immer unbedingt vor Ort sein zu müssen.
Kann man auf individueller Basis na klar...und jemand, der mit klassischer Musik z.B. nichts anfangen kann, hat keinen Grund, das Gewandhaus aufzusuchen. Sollten alle "nicht Anwohner/Touristen" jetzt extra diesen Ort meiden, dürfte es ein Finanzierungsproblem mit weitreichenden Folgen geben. Zumal dann z.B. Dorfbewohner*innen nur noch die Möglichkeit hätten, Orchestermusik via Konserve zu konsumieren.
Würde das garnicht so radikal herunterbrechen, das ist doch sehr vom jeweiligen Ort und den Umständen abhängig.
Was für den einen Menschen völlig okay ist, reicht dem anderen halt nicht.
So wäre es beispielsweise für mich kein Mehrwert Schloß Neuschwanstein selbst zu besuchen, weil mich der Stress der Anfahrt und der vielen Menschen dort so tangieren würde, dass mir die Freude am Erkunden völlig abhanden käme.
Obwohl mich das grundsätzlich sehr reizen würde, es mir anzuschauen!
Es ist doch immer eine Frage des Abwägens.
Wenn manche Orte dermaßen überlaufen sind, dass der Ort selbst darunter leidet, muss reguliert werden.
Ich meine, so mehrfach bei z.B. Naturhöhlen der Fall, die sonst Schaden nehmen.
Das bedeutet nicht, dass niemand mehr in den Urlaub fahren soll. Nur, dass man vielfach ein wenig umdenken muss.
Großteils sicher von den Veranstaltern selbst.