Beiträge von Achtfastneun

    Das "Problem" bei Hunden ist, dass die halt nicht einfach so funktionieren. Da ist es nicht damit getan, die einfach auf
    den Hof zu werfen und dann weiß er schon, was zu tun ist.
    Einem Hund muss man halt auch einfach beibringen, was zu tun ist, was seine Aufgabe ist und was man erwartet. Das funktioniert aber nicht einfach so nebenher. Tagsüber im Zwinger oder nur sporadisch mal dabei und nachts dann alleine auf der Pirsch und er verteidigt dann zuverlässig, das wird nicht passieren.
    Zumal sich da auch nur einmal der "falsche" Passant auf den Hof verirren muss und wird von dem Hund angegangen und schon hast du die Kacke am Dampfen und kriegst richtig Stress.
    Ich kenne so einen Hofhund, wie du ihn dir vorstellst. Und das Tier ist wirklich mein totaler Horror. Der wurde auch einfach angeschafft, auf den Hof geworfen und "mach mal". Das Tier kannte vorher dieses Leben aber nicht (ist ein Reiterhof). Ihm wurde nie gezeigt, was man erwartet. Also überlegt der Hund sich selbst, was seine Aufgaben sind. Das geht von Pferde auf der Koppel treiben, Leute den Hof nicht betreten lassen, eigene Besitzer stellen bis hin zu Pferde inklusive Besitzer auf dem Reitplatz terrorisieren.
    Die Besitzer sind es gewohnt, spielen es runter weil sie selbst einfach überfordert sind. Der Hund hat mehrfach schon geschnappt und auch gebissen.
    Ab und an wird mal eine Hundetrainerin kommen lassen und da merkt man immer kurz, was fürn großes Potential in dem Hund steckt. Das aber trotzdem weiter nicht gefördert wird.

    Ich halte deine Überlegungen für absolut fernab der Realität und einfach nicht tiergerecht. Das hat perse aber nichts mit der Zwingerhaltung zu tun.
    Kauf dir ne Alarmanlage und Videokameras. Das ist die bessere Alternative und so halten es hier viele Bauern im Umkreis.

    Ich finde es mittlerweile nur schade, dass der TE mittlerweile immer wieder eigene getroffene Aussagen relativiert oder umschreibt, so dass die User hier blöd da stehen, als hätten sie sich das alles aus den Fingern gesaugt.
    In deinem ersten Post steht zum Beispiel ganz deutlich, dass die Kinder auch zum Hund gehen, wenn er gerade liegt und ruhen will und die Kinder aber trotzdem kuscheln wollen.
    Jetzt in einem der letzten Beiträge steht plötzlich, dass die Kinder die Regel haben, den schlafenden Hund nicht zu stören.
    Was soll man da noch glauben?
    Außerdem finde ich es schade und etwas befremdlich, dass man so gar nicht zwischen menschlichem und hündischem Verhalten unterscheidet (dass der Hund zb halt einfach weggehen soll, wenn ihn was nervt, wie die Kinder halt auch). Einfach weggehen ist aber oft nicht im Repertoire eines Hundes vorgesehen. Das muss man vielen Hunden als Alternativverhalten zeigen und beibringen und ich bezweifele, dass das hier jemals wirklich versucht worden ist, weil man eben keinen Bedarf sah.
    Und auch wenn der Hund bis 16 Uhr Ruhe hat, können diese übrigen 5 trubeligen Stunden wirklich zu Stress führen.
    Mein letzter Hund wäre in so einer Situation schlicht eskaliert, weil er das alles nicht mehr kompensiert bekommen hätte.

    Vllt würdet ihr euch ja euren Hunden zuliebe mal wirklich ausdauernder mit Hundeverhalten und deren Körpersprache auseinander setzen. Ich wette, ihr werdet den ein oder anderen AHA-moment haben und euch hinterher fragen, wie ihr sowas übersehen konntet.

    Also ich bin gerade etwas entsetzt.
    Es liest sich gerade so, als wäre der zweite Hund als "Zweitspielzeug" für die Kinder eingezogen. Ich frage mich ehrlich, warum ihr die Kinder nicht davon abhalten, die erste Hündin "tot zu spielen" und so dermaßen zu nerven. Warum sollte das jetzt mit dem zweiten Hund anders laufen?
    Ich will jetzt einfach mal guten Willen zeigen und denke, du hast das falsch ausgedrückt.

    Ansonsten, was die Futterumstellung angeht, hast du ja jetzt schon 5 verschiedene durch. Katzenfutter ist ja in der Tat keine Alternative, deswegen käme es bei mir jetzt auf die radikale Umstellung auch nicht mehr an.
    Aber was das abspecken angeht.. niemals, wirklich NIEMALS würde ich mit einem übergewichtigen Hund Rad fahren oder joggen. Erstmal so über Futter und normale Spaziergänge eine Gewichtsreduktion erzielen und dann kann man da später mal drüber nachdenken. Aber einen untrainierten, dicken Hund neben dem Rad laufen zu lassen ist wirklich nicht das Mittel der Wahl, die Gelenke gehen dir da schneller flöten als du gucken kannst.
    Auch bei normalen, flotteren Spaziergängen, deren Dauer man nach und nach steigert, nimmt ein Hund gut ab - ich spreche da aus Erfahrung.

    Ansonsten scheint der Hund vom Vorbesitzer her nie groß etwas kennen gelernt zu haben. Dass er bei euch ängstlich reagiert, kann ich mir gut vorstellen. Geduld, Geduld und Verständnis und Geduld wäre hier mein Weg. Lasst den knirps erst mal ankommen und gucken, wo er jetzt überhaupt hingekommen ist. Klare Regeln für die Kinder und den ersten Hund, Rückzugsorte, an die keiner geht, damit sie sich auch mal entspannt alles aus der Sicherheit angucken kann...

    @Katrinsche glaubst du denn wirklich, der TE hält dem Hund nachts (!!!) das Wasser vor, weil er das witzig findet? Ich habe mir die betreffenden Kommentare nochmal durchgelesen und finde sie immer noch nicht okay und zielführend. Dem Hund eine Stimme geben, gut und schön. Aber dem TE, der seit 5 (F Ü N F !!!) Jahren alles tut, durch die Blume vorzuwerfen, dass er das Vorgehen aus Bequemlichkeit wählt, das Tier quält und darüber nachdenkt den Hund einzuschläfern, weil er "kein Bock" mehr hat ein paar Pfützchen zu wischen ist absolut unter aller Kanone.
    Er tut ja nicht nichts. Er war bei etlichen Tierärzten, hat viel unternommen, probiert. Managt so gut er kann. ER sieht das Leiden des Hundes, aber was soll er tun, wenn die Partnerin das anders sieht und die Tierärzte keinen Weg sehen.

    Außerdem gibt es doch auch Hunde, die, wenn man sie ließe, rund um die Uhr fressen würden, weil sie schier immer Hunger haben. Und nu? Ist das nicht auch tierschutzrelevant, dass man das Futter da einteilt? Der Hund leidet immerhin Hunger und Futter zählt zu den Grundbedürfnissen.
    Ich sagte ja auch nicht, dass er ihm weiterhin gar nichts geben soll, aber ich halte es durchaus für möglich, dass viel zu viel Wasser auch schädlich für Hundenieren ist. Und das soll er mit dem Tierarzt abklären.
    Um wieder zur Humanmedizin zu blicken: Nein, wie @asterix99 sagt, gibt es etliche Patienten, die keine complience haben um zu verstehen, wieso sie jetzt nur noch 1000ml trinken dürfen. Das setzt man aber trotzdem durch, weil man weiß, dass es medizinisch gesehen aktuell das Beste für den Mensch ist.

    Aber weiterhin glaube ich, dass das nur die Spitze des Eisbergs ist. Von dem was ich lese, halte ich den Zustand des Hundes für nicht lebenswert, aber ich sehe ihn nicht.

    Ich für mich ziehe den Hut, dass die beiden Besitzer das ganze so lange gestemmt haben.

    Das mag ja sein, ich glaube auch, dass man auf dem Zahnfleisch geht... aber der Hund hat keine StimmeDanke @Kathrinsche @CH-Troeteund @Anju&co dafür, dass ihr euch eingesetzt habt.

    Medizinisch überwacht vielleicht...
    Wasserentzug ist eine anerkannte Foltermethode, das tue ich doch nicht meinem Haustier an. :mute:

    Entweder hop oder top, lasst den Hund gehen oder lebt mit den Folgen....


    Das mag sein, dass der Hund keine Stimme hat. Aber irgendwann schießt man halt auch übers Ziel hinaus. Ich hatte schon mal geschrieben, dass man hier für jedes Tier maximal Verständnis hat, aber einfach auch mal Mitgefühl zeigen und sich in einen verzweifelten Mitmenschen hineinzuversetzen ist oft zu viel verlangt. ICH kann verstehen, dass man an seine Grenzen kommt, wenn man in einer Pissehölle wohnt. Andere stellen das hier war, als wäre das Dach halt bisserl undicht und überhaupt, was stellt man sich denn so an.
    Zu mal ich generell auch finde, dass das "Undichtigkeitsproblem" hier nur die Spitze des Eisbergs ist.

    Und Wasserentzug als Foltermethode ist hier doch einfach völliger Quatsch. Der TE gibt dem Hund ja keine 100ml am Tag und lässt ihn real verdursten. Der Hund säuft bis abends wie ein Loch (viel zu viel! Schädlich für die Nieren auf Dauer!) und wird dann abends rationiert. Von Folter kann keine Rede sein, der Hund hat faktisch definitiv genug getrunken um nicht mal annähernd zu verdursten.
    Mein Patient mit der Trinkmengenbeschränkung von 1000ml muss dies auch zuhause so durchziehen, sonst ist es schnell eher "hopps" mit ihm. Da spricht man ja auch nicht von Foltermethode :ka: .

    Es tut mir sehr leid, was du durchmachen musst und so unfaire Kommentare, wie hier kamen, brauchst du als letztes.
    Die Situation ist für ALLE extrem belastend. Dein Befinden zählt genauso, wie das deines
    Hundes. Du bist am Limit, kommuniziert das und das ist vollkommen okay. Da gibt es nichts zu verurteilen.
    Was den Krankheitsverlauf angeht, kann ich leider gar nicht helfen. Aber habt ihr als reines Managment mal versucht, euren Hund nachts zum schlafen in einen Laufstall zu setzen? Ausgelegt mit Inkontinenzunterlagen und groß genug, dass er sich bewegen kann. So ist er räumlich begrenzt und ihr habt morgens einfach nicht die Belastung und müsst nach dem aufstehen in tausend Pipipfützen treten. Ihr müsstet nur diesen Bereich säubern, das nimmt vielleicht den Druck raus. Tagsüber habt ihr vermutlich einfach mehr den Nerv, zu schauen und Windeln zu wechseln.

    Was den Wasserentzug angeht, verstehe ich den Gedankengang. Auch in der Humanmedizin gibt es Krankheiten, bei der man die Flüssigkeitszufuhr regulieren muss. Aktuell hab ich einen Patienten auf Station, der täglich nicht mehr als 1000ml trinken darf, egal wie groß der Durst ist. Ich kenne einen Fall, bei dem der Patient maximal 500ml trinken durfte.
    Zu viel Wasser kann auf Dauer auch schädlich sein. Der Elektrolythaushalt verschiebt sich, was böse Konsequenzen nach sich ziehen kann.
    Das würde ich mit dem Tierarzt abklären. Welche Trinkmenge ist sinnvoll und sollte eingehalten werden?

    Mein Bruder hatte eine Wohnung für 240€. Er schult übers Arbeitsamt um und kriegt deswegen Arbeitslosengeld. Damit konnte er sich aber die Wohnung und sein Auto (das er zwingend braucht um zur Ausbildungsstelle kommen zu können) nicht finanzieren. Er hat alles beantragt, was geht: 15€ im Monat hätte er bekommen :schneewerfen: (dieses Smiley steht sinnbildlich für meinen Bruder, wie er die Unsummen in die Luft wirft).