Beiträge von DiemitdenAussies

    Naja. Da müsste man sich die Situation anschauen. Also, ob sie wirklich "unterdrückt" oder einfach überfordert ist mit dem Kontakt und deshalb Übersprungshandlungen zeigt. Sie scheint ja bei Hundebegegnungen im Moment sehr aufzudrehen. Die Frage ist, welche Motivation dahinter steht. Meistens ist es tatsächlich Unsicherheit und Überforderung, die Junghunde zu diesem überdrehten Verhalten veranlasst. Ein souveräner Hund zeigt so ein Verhalten nämlich nicht.

    15 Monate...wird wohl einfach ne Pöbelphase sein.
    Den Proteinwert finde ich absolut in Ordnung. Es gibt schon Hunde, die bei zu viel Protein die Wände hochgehen, also tatsächlich zu viel Energie haben. So hört sich das aber nicht an. Sondern eher nach typischem Rockerverhalten in dem Alter. Und da hilft kein futter. Da muss man erzieherisch ran =).

    Wir haben selbst wenig Geld, aber zumindest die wichtigsten Versicherungen (OP, Haftpflicht), damit man, falls doch mal etwas passiert, nicht aufgeschmissen ist.

    Das ist eben der Punkt. Man schützt sich selbst mit den paar Euro im Jahr. Besonders WEIL man keinen Geldbaum zuhause hat und vielleicht schauen muss, wofür man wieviel Geld ausgibt. Und mir persönlich würde es ganz furchtbar gehen, wenn wirklich was Schlimmes von meinem Hund verursacht würde, für das ich nicht im Geringsten Verantwortung tragen kann. Da geht meiner Meinung nach überhaupt nicht. Und ich bin sehr erschrocken darüber, wie man da eine Scheißegal-Einstellung an den Tag legen kann.

    Ich sehe das ja so: Ein Hund ist eine potenzielle Gefahrenquelle. Egal wie groß oder klein und ob nett oder unfreundlich. Dementsprechend gehört der Hund vom Halter versichert, weil er andere dieser potenziellen Gefahr aussetzt. Kann ich das nicht leisten, weil zu teuer, kann ich mir keinen Hund leisten. Punkt aus. Die paar Kröten, die man zahlt (Sind bei mit pro Hund zwischen 30 und 40 Euro im Jahr), sind echt ein Witz gegen das, was ein Hund sonst so im Jahr kostet.

    Zur Situation mit den anderen Hunden: ich würde da auch auf keinen Fall ableinen. Hund kurz nehmen an der Leine und versuchen die anderen Hunde abzuwehren. Du kannst sie abblocken, anschreien, Leckerlis hinwerfen und sonst ist weitergehen in der Tat das beste. Die Situation an sich hat sowieo keinen positiven Trainingseffekt mehr und da kannst du ihn dann einfach mitnehmen. Und da sind wir dann wieder beim Thema: wer beeinflusst wen.

    Das unterschreibe ich absolut. Sobald die leine ab ist, belohnst du deinen Hund mit Freilauf, nem Jagdausflug und Artgenossenkontakt. Alles drei sehr wichtige Ressourcen, die du dem Hund für sein Fehlverhalten(!) , nämlich dem Gezeter an der Leine, einfach so zur Verfügung stellst. Der Hund ist am Ziel und zudem noch in Gefahr, weil Straße in der Nähe. Deshalb Leine dran lassen, Augen zu und durch.

    Wichtig ist, dass du in schwierigen Situationen Kontrolle über deinen Hund hast. Nicht, dass es ihm so angenehm wie möglich gemacht wird. Ich erlebe das häufiger, dass mir unangeleinte Hunde entgegenkommen. Sind sie nett/interessiert, gehts einfach weiter und da muss meine Hündin durch, die mit solchen Situationen eine Problem hat. Meist lassen sich diese Hunde auch wegschicken. Bliss bekommt ne Ansage, wenn sie das Pöbeln anfängt und weiter geht es. Sind die Fremdhunde frech, bekommen die wiederum ne Ansage von mir. Zur Not blocke ich oder werfe ich was (keine Leckerchen)...mir egal. Es ist in dem Moment DEIN Job, die Situation zu managen und nicht dem Hund die Entscheidung zu überlassen.

    Zum Belohnen: Ich belohnen immer. Aber nie gleich. Mal gibt's was Leckeres, dann ein verbale Lob, Streicheln, ein Rennspiel... So bleibt es für den Hund spannend, was dabei rausspringt und richtiges Verhalten lohnt sich für ihn immer.
    Bei Sachen, die schon sehr gut klappen, stufe ich die Belohnung wie Schulnoten ab. Für sofortiges, perfektes Ausführen gibt es für Bliss zB ein richtig tolles Leckerchen und ein Lob. Das wäre Schulnote 1. Bei 2 gäbe es ein etwas uninteressanter Lecker und Lob. Dann nur Lob. Und bei falschen Ausführen gibt es das Korrekturwort.
    Gerade im HuPla-Training merke ich, dass sich Bliss dadurch wirklich anstrengt.

    Wenn meine zu weit weg sind, bleibe ich einfach stehen. Dann kommt die Truppe angewackelt und es geht weiter. Das haben die noch vom Schleppleintraining drin. Stehen bleiben=sammeln und geschlossen weiter.
    Tex stoppe ich schonmal mit nem "Warte" Kommando und Bliss kommt eh alle 20 Sekunden gucken, ob ich noch da bin. Die braucht solche Kommandos nicht und fühlt sich auch nicht angesprochen.

    Wenn sie beide mal mit den Gedanken gar nicht bei mir sind (wenn Bliss sich zB festmäuselt), verstecke ich mich kurz oder gehe kommentarlos in die entgegengesetzte Richtung. Manchmal tu ich auch so, als hätte ich was super spannendes am Wegesrand gefunden. xD Dann sind die Herrschaften plötzlich ganz fix bei mir und halten sich wieder an den Radius.

    Mir ist halt wichtig, dass sie selbstständig nach mir schauen und ich nicht ständig um ihre Aufmerksamkeit buhlen muss. Das ist mir auch zu anstrengend :P.