Beiträge von DiemitdenAussies

    Puhh liest sich alles schon sehr heftig und es tut mir ein bisschen weh, zu lesen, dass so viele gesundheitliche Probleme da sind und Wesensschwäche echt oft ein Thema ist.

    Ich hatte mit meinen Aussies bisher wirklich wirklich Glück.
    Joy war ein Traum. Ein ausgeglichener, wunderbarer Aussie, der sein letztes Hemd für einen gegeben hätte. Ein Verlassbegleiter, ein Seelchen und ein echter Freund für uns Kinder. Nicht so viel PS, aber einfach ein Hund zum Glücklichwerden und Spaß haben. Sie hatte zwar im Alter ihre gesundheitlichen Zipperlein, aber das war im normalen Bereich.

    Tex hat keine Papiere, hat aber ein top Wesen und ist bisher pumperlgesund. Bis auf einen Schnupfen hatte er nie was. Gestern hat er das erste Mal in seinem Leben gelahmt. Heute wieder nicht mehr. Er hat sich wohl nur vertreten oder doof bewegt. Die Schrecksekunde war da, aber jetzt kann ich aufatmen.

    Ich bin sehr sehr glücklich mit ihm aber ihn zu kaufen war jugendliche Dummheit. Das würde ich so nie wieder machen. Ich hatte wirklich Glück, denn er ist ein wundervoller, souveräner Verlasshund mit Nerven aus Drahtseilen. Hätte aber auch anders ausgehen können. Ich bin jeden Tag dankbar dafür, dass ich mich mit dem Kauf nicht in die Nesseln gesetzt habe. Er ist zwar keine Sportskanone, aber dafür überdreht er auch nicht und ist im Alltag sehr leichtführig. besonders für einen unkastrierten Rüden. Mitmachen tut der eigentlich trotzdem alles und Streit anfangen kennt der gar nicht.

    Bliss ist noch jung und noch lange nicht erwachsen, aber war eigentlich schon immer sehr easy zu handeln für einen jungen Aussie. Das war mir teilweise schon unheimlich, wie problemfrei die als sehr junger Hund war. Wenn die im Kopf fertig ist, wird das ein toller Hund. Überdreht nicht, arbeitet aber eifrig, ist sehr leicht erziehbar. Zwar mag sie nicht jeden Hund, aber ich denke das liegt auch daran, dass die nach der Abgabe bei den Vorbesitzern bis zum 6. Lebensmonat kaum Kontakt zu Fremdhunden hatte. Mit Hunden die sie kennt und die sie einschätzen kann, geht sie nämlich sehr souverän um und ist sehr sozialkompetent. Ich hoffe einfach, dass sie das in ihrer Reife irgendwann auch auf Fremdhunde übertragen kann. Bis dahin arbeiten wir daran, dass sie Hunde ignorieren lernt und das klappt Schritt für Schritt aufgrund ihrer guten Trainierbarkeit auch sehr gut.

    Ich hatte wirklich Glück bisher und habe immer eigentlich irgendwie immer genau das bekommen, was ich mir vor dem Kauf vorgestellt habe. Aber eure Berichte bestätigen einfach, was ich mir selbst immer denke: Ein guter Hund hat keine Optik. Gerade beim Aussie, der leider äußerlich sehr attraktiv ist.

    Die ist noch jung, das ist noch längst nicht ausgereift. Außerdem sind Spitze gut im Unterscheiden, ob es wirklich real eine Gefahr gibt.

    Gut das du das nochmal betonst. Deshalb schrieb ich auch "bisher". Das kann natürlich dann schon sein, dass es in so einer Situation heikel würde. Aber da kenne ich sehr viele Hunde, die ähnlich reagieren würden, obwohl die eigentlich nicht so die Schutztypen sind. Wie so ein Training aussieht, weiß ich ja leider nicht.

    Für den passenden Hund würde ich sicher auch länger warten. Wenn dann alles passt mit Rasse, Züchter, usw. Vielleicht frag ich einfach mal bei ein paar Züchtern an, ob ich mir die Hunde mal live ansehen darf.

    Das würde ich sowieso immer raten. Besonders, wenn man eine neue Rasse kennenlernen möchte. =) In der Regel sind die Züchter da sehr offen und stehen einem Rede und Antwort.

    Und der oder die Neue würde mindestens auch eine abgespeckte Assistenz-Ausbildung bekommen.
    Ich mache dem Hund meiner Bekannten da aber natürlich keinen Vorwurf. Der hat nur auf seine Instinkte vertraut und versucht die Situation aus seiner Sicht bestmöglich zu lösen. Ist einfach doof gelaufen.

    Ja das denke ich auch. Wenn der Hund eine passende Ausbildung erhält, kann ich mir schon vorstellen, dass das mit dem Spitz klappt. Wenn der Spitz da aber irgendwie doch nicht passen sollte, würde ich mich vielleicht mal beim Eurasier umsehen. Das sind auch echte Seelchen, mMn aber etwas gemütlicher als der Spitz.

    beim Spitz muss man halt sehr früh sein mit der Züchterwahl. Es gibt recht wenige Würfe und oft muss man weit fahren. Wir hatten absolutes und unverschämtes Glück, dass eine Züchterin in der Nähe gerade einen Wurf hatte, der uns auch noch zusagte. Das ist aber auch fast wie ein Sechser im Lotto bei der Rasse und man muss eigentlich lange Wartezeiten einplanen.

    Ich kenne ehrlich gesagt keinen Hund, der einigermaßen Mumm in den Knochen hat, der in der beschriebenen Situationen nicht wenigstens gebellt hätte. Und wenn nur aus Unsicherheit...das ist leider wirklich eine sehr sehr blöde Situation für den Hund. Aber ja...kann man sicherlich trainieren. Spitze sind ja nu alles...aber nicht doof.

    Ich kann ja beim Spitz jetzt nur das wiedergeben, was ich von Züchtern so kenne und was Grete in ihren 6 Monaten bisher so zeigt. Davor hatte ich ja einen Spitzmix. Der ähnelte Grete allerdings ziemlich in seiner Art.

    Generell sind das schon sehr unterschiedliche Hundetypen. Die Aussies sind natürlich viel reizanfälliger und man muss da einfach immer nen Daumen drauf haben. Da ist einfach generell in allem mehr PS hinter. Die Spitze sind jetzt nicht lahmarschig...gar nicht...haben aber eher kein Potenzial dazu, eine Vollkatastrophe zu sein, wenn man einfach mal nicht drauf schaut. Also grundsätzlich viel leichtführiger und verzeihender. Da wo der junge Aussie erstmal vorsorglich hysterisch wird ohne drüber nachzudenken, guckt der junge Spitz lediglich und schaut erstmal, ob es überhaupt einen Grund dazu gibt. Die sind schon von Grund auf viel in sich ruhender. Bewegungsreize sind null interessant, was ebenfalls sehr angenehm ist. Das kann beim Aussie ja manchmal oft ein riesen Thema sein (auch was das Jagen angeht). Ich kenne beides: Bliss ist da nicht so heftig...Tex war schrecklich, als er jung war und hatte sich da nur sehr schlecht im Griff. da war viel viel Training an der Impulskontrolle nötig.

    Was bei beiden sehr ähnlich ist, ist die Anhänglichkeit. Ich erlebe beide Rassen schon als sehr an den Menschen gebunden und an ihm orientiert.

    Was ich bei Grete merke ist, dass sie unheimlich gerne mehr draußen wäre. Die würde auch alleine draußen bleiben und wir überlegen schon, wie wir ihr das im Sommer ermöglichen können. Würden die Aussies ohne mich niemals machen. Die sind wie meine Schatten. Son Spitz gar nicht. Die haut sich auch einfach hin und pennt... oder setzt sich abseits beim Spaziergang irgendwo hin und guckt. Das war mit den Aussies in dem Alter nur möglich, weil ich es ihnen von klein auf gezeigt habe, dass man nicht dauernd rumrennen und alles abchecken muss. Bliss kam ja mit 6 Monaten zu mir und war diesbezüglich eine Katastrophe...Hinlegen und entspannen? Kannte die einfach nicht.

    Wachen tun beide Rassen inetwa mit der selben Ernsthaftigkeit. Besuch muss autorisiert werden...dann ist er okay und man ist nett, aber nicht aufdringlich. Völlig Fremde sind eher uninteressant. Melden tun alle, lassen sich aber gut abstellen.

    Zusammenarbeit mit dem Menschen ist für beide Rassen toll. Aber der Aussie gewinnt natürlich bei der Arbeitsfreude und dem Wunsch zu gefallen um Längen. Überdreht deshalb aber natürlich auch deutlich leichter und je nach Hund hat man dann den Tanz auf dem Vulkan. Das macht die Ausbildung einfach auch oft schwierig. Ich will ZB keine überdrehten Triebsäue mit großen glänzenden Augen, die kläffen wie blöd und mich beißen, wenn sie wegen irgendwas Frust schieben. Heißt: Ich brauche beim Aussie mitunter länger, um ihn auszubilden und muss Grenzen akzeptieren, wenn ich einen ruhig arbeitenden Hund möchte. Ist deshalb alles nicht unbedingt anfängerfreundlich. Grete arbeitet super ruhig ohne da Arbeit reinzustecken und ist dann voll bei einem. Außenreize gibt es da praktisch keine in dem Moment.

    Den Spitz kann ich jedem empfehlen, der Hundesport ohne große Turnierambitionen machen möchte und einfach mit seinem Hund Freude haben will. Meine Mutter möchte mit Grete Rally Obedience machen und ich bin mir sehr sicher, dass sie da auch großen Spaß dran haben wird. Letztendlich bräuchte sie es aber wohl nicht. Die machen eigentlich alles mit, weil sie ihren Menschen mögen und unsportlich sind die auch überhaupt nicht. Die überdrehen auch nicht unnötig. Ich habe die bisher als recht agile Hunde erlebt, die sich gerne bewegen und ziemlich "lustig" drauf sind. Die kann man ganz gut motivieren und sie sind ziemlich intelligent. Beibringen kann man denen vermutlich alles, wobei die auch echt auf stur stellen können.


    Aussies hinterfragen zwar auch, aber eigentlich nur, wenn man selbst nicht so recht weiß, wie das aussehen soll, was man von ihnen will. Die brauchen schon irgendwie eine "Sinnhaftigkeit" hinter ihrem Tun, entwickeln gerne mal eigene Lösungsmöglichkeiten und entscheiden zwischendurch selbst, was jetzt mehr Sinn macht. Für Ehrgeizlinge sind beide Rassen nicht meines Erachtens nicht zu empfehlen.


    Was ich aber wirklich cool finde, ist, dass die Rassen sich irgendwie trotz der Unterschiede gut ergänzen. Sie haben Gemeinsamkeiten wie das ruppige Spiel oder das Wachen, geben sich aber gegenseitig auch viel durch ihre Unterschiede.

    Ich hoffe, ich konnte das jetzt ein bisschen wiedergeben, wie ich das bisher erlebe. Wie Grete sich entwickelt, steht ja noch in den Sternen.

    Und nochmal Grete Großspitz.
    Sie wächst und gedeiht. An Rückenhöhe hat sie meine Aussiehündin langsam eingeholt und kratzt an der 50 cm-Marke. Auch ist ordentlich Plüsch dran gekommen.

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