Hallo,
vieles wurde ja schon genannt.
Für dich steht natürlich erst mal im Vordergrund OB ein Hund passt.
Ich denke auch so um die 150 Euro im Monat sollten drin sein.
Ein Polster für TA-Kosten sollte von Anfang an vorhanden sein.
der hund muss nur mal unglücklich in ne Scherbe latschen und OP und Nachsorge können sich mal eben im mittleren dreistelligen Bereich befinden ... vielleicht empfiehlt sich daher ne OP-Versicherung.
Du musst regelmäßig raus - kacke weg machen - raus wenn du krank bist oder kaum Zeit/Lust hast. Aber ja, auch ein Hund kommt mal mit weniger Beschäftigung in der Woche aus - wenn er zum Ausgleich dann später wieder etwas mehr hat.
Du musst die Gedanken um Betreuung machen wenn du wegfährst oder der Hund zu lange alleine wäre - um zuverlässige Betreuung.
Du musst bedenken dass der Vermieter damit einverstanden sein muss mit der Hundehaltung.
Du solltest dich viel mit "Hundetheorie" (Ernährung, Erziehung, Gesundheit, ...) auseinandersetzen - das bedeutet Zeit, Interesse und unter Umständen auch Nerven.
Das "Informieren" geht auch erst richtig los wenn der Hund da ist - aber ich denke das wird weniger das Problem - du informierst dich ja jetzt schon.
Hundeschule halte ich auch für ratsam (mir hat sie sehr geholfen und ich geh ab und an immer noch gerne hin) - aber auch hier erfordert die Recherche nach einer geeigneten Hundeschule viel Zeit - es gibt in der Branche viele Schwarze Schafe die dir gute Tips geben können, um Probleme zu vershclimmern und den Hund zu "versauen" ...
Wenn du dir bewusst bist dass du viel in deinem Leben dem Hund anpassen musst - wenn du Rücksichicht auf ihn nimmst - wenn du kleinere persönliche Wünsche/Befindlichkeiten in den Hintergrund stellst für das Wohl des Hundes - dann bist du, finde ich, auf dem richtigen Weg.
Ich rede nicht davon sich dem Hund ganz und gar zu verschreiben.
Aber wenn mein Hund vormittags schon alleine sein musste, gehe ich nachmittags nicht ins Kino.
Wenn ich ne neue, schicke Jacke haben will - aber mein Hund das teure, bessere Futter braucht, und das Geld nicht für beides reicht, kaufe ich natürlich das Futter anstatt das billige vom Discounter.
Wenn es im Sommer zu warm wird um Tagsüber lange raus zu gehen, stelle ich mir auch am Wochenende den Wecker auf 6 Uhr um in den kühlen Morgenstunden mich mit dem Hund viel zu bewegen (Fahrrad, Spazieren, Hundetreffs, ...)
Usw. ...
was bei dir noch eine wichtige Rolle spielt:
wie viele stunden wäre der Hund täglich alleine?
Wie sieht es in 5 Jahren aus?
(Man kann keine 15 jahre durchplanen - aber wenn man relativ sicher weiß dass man nach der Ausbildung Vollzeit arbeiten geht und der Hund 9h täglich alleine sein muss - dann rate ich dringend von der Hundeanschaffung ab.)
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Zum Schluss, aber wichtig wie ich finde,
möchte ich noch mal die Vorteile von kleinen Hunden für dich ins Gespräch bringen.
Unser Hund ist etwas größer als eine Katze - also schon kleiner, aber nicht übermäßig klein.
Wir haben bei der Anschaffung geguckt dass er ein gewicht von 10 kg nicht überschreitet.
Da wir im 5. stock ohne Aufzug wohnen, müssen wir ihn täglich runter tragen.
Egal wie groß - täglich viele Treppen runter steigen kann bei jedem Hund auf die Gelenke gehen. Das ist auch wichtig für dich zu bedenken enn du in einer Wohnung lebst - wenn der Hund mal was hat, nicht laufen kann oder so - kriegst du 3-4 mal am Tag nen mittelgroßen, 20kg Hund getragen?
Wir haben auch kein Auto und fahren sehr viel Bus und Bahn.
da ist es gut dass er so klein ist.
wenns zu voll wird kann ich ihn schnell mal hochheben und muss keine Angst haben, dass die Menge ihn umrennt oder auf die Pfoten tritt.
Er nimmt generell nicht viel Platz weg, findet auf dem Schoß Platz.
Für größere Hunde muss ich einen Fahrschein lösen bei uns - auch im Zug muss er bezahlen - ein wenig kleiner und er würde kostenlos mitfahren - auch das gilt es zu bedenken.
Mit einem kleinen Hund ist man zu Besuch bei anderen eher willkommen als mit einem größeren Hund.
Ich habe wesentlich weniger Futterkosten als bei einem größeren Hund.
Ich fahre gerne und viel Rad (gerade auch weil ich kein Auto habe und mit dem Rad schneller in die Grünanlagen komme, ohne lange durch die Stadt zu laufen)
Arek läuft gut mit und wenn er nicht mehr kann, kommt er ins Fahrradkörbchen.
Er kann so 1-2h gut am Rad laufen - aber kommt auch immer aufs Wetter an. Wenns zu warm ist schafft er keine 20 Minuten - und dann wird er ja auch mal älter.
Oder, gerade im Sommer, wenn der Asphalt zu heiß wird für die Pfoten, kommt er ins Körbchen, oder wenn wir ein Stück enge Straße fahren müssen und mir das zu heikel ist mit Hund am Rad - dann kommt er ins Körbchen.
Mit meinem 10kg Hund geht das gerade so - es war nicht so einfach ein ausreichend großes Körbchen zu finden - und länger als 5 Minuten aufm Arm ist auch sehr anstrengend.
Ich tendiere also eher sogar zu einem noch kleinere Hund - vielleicht so 5-7 kg.
das wäre am praktischsten 
Aber trotzdem kannst du auch mit kleineren Hunden alles machen wie mit Großen.
Dass es im Stadtbild leider oft, unverträgliche kleine Giftzwerge und Kläffer sind - liegt allein an der Erziehung.
Zum gelöschten Bild:
schreib doch einfach mal welche rasse das war, oder stelle den Link zum Bild ein 