Beiträge von Juliaundbalou

    @Maja1377 es ist wirklich schön, wie gut du unsere Ratschläge annimmst - das ist sehr selten hier im Forum :dafuer:

    Du hast ja jetzt viel Input bekommen und ich würde mich freuen, wenn du uns auf dem Laufenden hältst, wie es so weiter geht :bindafür:

    Deine Gedanken wegen dem vielen Wild kann ich verstehen, ich habe hier auch einen Jäger sitzen. Vielleicht kannst du Maja ein Geschirr anziehen und sie einfach an eine Flexi hängen? Balou läuft auch zwischendurch viel an der Flexi, weil hier viel Wild hockt und ich an vielen Stellen zu wenig sehe und er dann seinen Mist abzieht :pfeif:
    Das schöne ist da: es ist keine Leinenführigkeit nötig, sie kann vor sich hin schnüffeln und hat einen ruhigen Spaziergang. Eine halbe Stunde morgens ist ja auch super, wenn du das schaffst, die Hündchen werden schnell müde, wenn sie ausgiebig schnüffeln dürfen ;)

    Das Futterthema ist aber auch irgendwie ein Mythos. Balou hat die ersten eineinhalb Jahre keine tiefe Bindung zu uns gehabt. Er wollte nicht gestreichelt werden, hat alles und jeden angebellt und uns nicht vertraut, dass wir das in die Hand nehmen.
    Er hat sein Futter immer aus dem Napf bekommen (außer beim Dummytraining) und wir haben es trotzdem hinbekommen. Mit viel Geduld, eigener Ruhe und klein gesteckten Zielen. Mittlerweile läuft er durch die Gegend, als wäre er fast normal, lässt sich von uns seit über einem Jahr gerne streicheln und schläft an mich gekuschelt im Bett ;) Die Bindung und das Vertrauen kommen mit der Zeit ganz allein, dafür muss Maja nicht ihr Futter nur durch Arbeit kriegen :winken:

    @Maja1377 für einen unruhigen Hund könnte das auf jeden Fall schon zu viel sein. Aber es ist ja gut, dass du nach Meinungen fragst und bereit bist, etwas zu verändern.

    Ist es dir möglich, ihr morgens Freilauf zu ermöglichen? Alleine so ein Leinenspaziergang fordert sehr viel Beherrschung, danach ist für den restlichen Tag vielleicht nicht mehr viel übrig.

    Ballspielen würde ich wie gesagt streichen. Pusht nur und bringt dem Hund nix.

    Die zweite Runde am Nachmittag ist meiner Meinung nach ok, aber vielleicht etwas spät.

    Wieso genau macht ihr so viel Dummy mit ihr? Mein Rüde ist ja wie gesagt bald drei und würde völlig gaga werden, wenn er so viel Dummytraining machen würde. Wir machen das circa dreimal pro Woche.

    Mal als Vergleich das Programm meines Erwachsenen:

    Morgens zwischen 45 und 90 Minuten durch Felder und Wälder mit viel Freilauf. Es wird geschnüffelt (und sonst nur bei Bedarf Antijadtraining gemacht).
    Dann ist er sechs Stunden allein.
    Im Anschluss gehe ich 45-60 Minuten mit ihm raus, manchmal machen wir Dummytraining, manchmal wird wieder nur geschnüffelt.
    Abends gibt es zehn Minuten die Straße rauf und runter fürs pipi. Ein bis zweimal pro Woche treffen wir Hundefreunde von ihm, ab und zu gehen wir in anderer Umgebung.
    Zu Hause wird nur gekuschelt und geschlafen.
    Gab es einen Ausflug (und wenn es nur unterm Tisch liegen bei meinen Eltern ist), fällt ein gassi aus und der nächste Tag wird deutlich ruhiger als sonst.

    Also du siehst, es kann sein, dass es für Maja alles zu viel ist. Versuch doch mal ein paar Wochen lang zwei größere Spaziergänge zu machen und drum herum passiert nix groß für sie. Und Dummy eher gezielt und weniger - es spricht doch nix gegen Futter aus dem Napf :ka: Vielleicht wird es ja besser.

    @Maja1377
    Also erst einmal: dein Hund hat kein Menschenproblem - freu dich darüber :bindafür:

    Zu dem Rest:
    Maja ist jetzt vermutlich in der Pubertät und die ist auch noch laaaange nicht vorbei. Die Regeln, die ihr mit ihr übt, finde ich super - macht weiter so.
    Wenn sie im Haus mal etwas Quatsch macht, müsst ihr halt vorbeugen (Schuhe in Schränken z. B.), sie scheint ein Hund zu sein, der auf Druck mit Quatschmachen reagiert. Das macht mein Balou auch gerne, da kommt man mit "nein" und solchen Sachen nicht weiter.
    Mit der Zeit wird sie die Hausregeln aber akzeptieren.

    Generell liest es sich so, als wäre sie sehr aufgeweckt ;) Völlig normal in dem Alter, aber kann natürlich auch nerven.
    Mein Balou kann mit vielem nicht umgehen und springt mich dann auch an und so ein Mist und er wird bald drei. Wir achten deshalb sehr auf Ruhe und "spielen" mit ihm auch kaum. Er kommt nur an sein Ziel, wenn er ruhig ist.

    Vielleicht hat Maja zu viele Eindrücke am Tag? Zweimal am Tag länger gassi (in dem Alter so 45 Minuten) und ansonsten nur pipimachen, schlafen, im Garten dösen (!), kuscheln müsste absolut reichen.

    Nach müde kommt ja bekanntlich blöd - das kennst du, wenn du Mutter bist, ja bestimmt schon :winken:

    Vielleicht magst du ja mal was zu eurem Tagesablauf schreiben, auch wenn der Thread hier nicht ganz richtig dafür ist :ka:

    Aber glaube mir, die "Probleme", die ihr mit Maja habt, haben viele mit ihren Junghunden :streichel:

    @pauline31 ich meinte damit auch nicht, dass das mit einem großen Hund nicht geht! Lou ist ja auch groß (kommt aber aus anderen Gründen nicht mit). Aber ein kleinerer ist halt einfach handlicher und kann vielleicht auch eher später mal mit ins Büro etc.
    Aber die TE will ja keinen kleineren Hund, also hat sich die Diskussion erübrigt.

    Na ja, wenn du wirklich Dummy machen willst, bieten sich die verschiedenen Retrieverrassen schon an.
    AL musst du dir mal vor Ort welche anschauen und dich von den Züchtern einschätzen lassen. Prinzipiell ist das natürlich möglich, man kann sich aber auch erst einmal eine Standardrasse holen und Erfahrungen sammeln. Balou ist aus der AL und ich beiße mir die Zähne an ihm aus, obwohl ich vorher schon 13 Jahre Hundeerfahrung hatte (Familienhund, Gassihunde). Die sind nicht ganz so easy-going :ka:

    Ansonsten vielleicht ein Collie in kurz- oder langhaar?
    Gehe aber auch gerne mal in mich und denke weiter nach.

    Bei einem Welpen musst du nur bedenken, dass der sehr lange kaum was unternehmen kann. Das erste Jahr ist da fast langweilig ;)

    Wenn du irgendwo im OG ohne Aufzug wohnst, würde ich von allen Rassen über 20 kg abraten. Dazu hast du noch nichts gesagt. Im Krankheitsfall oder im Alter kannst du den Hund sonst nämlich nicht tragen.

    Und wenn der Hund überall mit hin soll, wäre etwas kompakteres vielleicht besser, also etwas kleiner als ein Labrador oder GR?

    Bei nicht hibbelig und energiegeladen habe ich jetzt nicht an einen Labrador gedacht (außer man holt sich direkt einen mindestens fünfjährigen und keinen Welpen) :hust:

    Das Programm ist mau für so einen großen und lauffreudigen Hund. Außerdem dreht dir der Hund am Rad, wenn du jeden Tag eine Stunde Training anbietest.

    Sollte der Hund überall dabei sein? Oder bleibt er eher viel zu Hause? Wohnst du im Erdgeschoss oder hast einen Aufzug?

    Ich würde bei den Voraussetzungen eher einen erwachsenen Hund empfehlen - dann auch gerne einen älteren Retriever.

    Von einer Arbeitslinie rate ich dringend ab, wenn du dich da nicht richtig einarbeiten möchtest (WTs müssen nicht sein, man kann auch anspruchsvoll alleine Dummytraining machen). Einen Hund sollte man auf keinen Fall nach der Optik aussuchen.

    Du weißt gar nicht, was du da für einen Luxus hast, dass du spätabends nicht nochmal raus musst xD
    In dem Alter musste Balou nachts noch dreimal raus und trotzdem hatten wir ständig Pfützen :pfeif:

    Der Rest gibt sich mit der Zeit. Balou hat auch bis zu seinem zweiten Lebensjahr morgens total aufgedreht und jetzt schläft er einfach weiter, wenn ich um fünf aufstehe. Die Hunde gewöhnen sich an alles, aber es kann halt dauern.

    @Mejin ist doch schön, dass es dieses Mal so gut geklappt hat mit ihren Freundinnen :dafuer:

    Ich habe nur die ganze Zeit so ein komisches Gefühl, weil sie laut deiner Beschreibung die letzten Male so merkwürdig war.
    Es KANN schließlich sein, dass sie im Moment in einer Phase ist, wo sich die Verträglichkeit verändert und es KANN sein, dass da noch mehr kommt. Also ist es sehr gut, dass ihr da ein Auge drauf habt. Wenn Sie mal grummelt oder so - na ja, macht Lou auch und ist ok, großes Gekläffe u. ä. mag ich nur gar nicht - sich dann aber euch zuwendet, dann läuft das doch schon prima :bindafür:

    Ich weiß nicht, wie fein ihr und eure Bekannte Körpersprache deuten könnt - ist es 100%ig Freude, wenn sie ihre Freundinnen trifft?

    Balou z. B. reagiert so, wenn er einen Hund sieht:

    Angeleint:
    Er friert kurz ein (der späteste Moment, wo ich eingreifen kann),
    Er spannt sich weiter an, lehnt sich nach vorne, Schweif mal weit oben, mal angespannt fast waagerecht, Ohren aufmerksam und glotzt (wahlweise fiept er),
    Dann schmeißt er sich nach vorne in die Leine und tickt aus.

    Im Freilauf (wenn es noch Fremdhundekontakt geben würde):
    Er friert kurz ein,
    Wird ganz steif und lässt den Hund nicht aus den Augen, wieder nach vorne gelehnt,
    Schweif oben, Ohren aufmerksam,
    Dann rennt er mit einem Heidenkaracho los, bremst kurz vorher ab und stakst mit angelegten Ohren und Bürste um den Hund herum oder aber fiddlet was das Zeug hält (der ganze Körper wackelt, die Ohren sind angelegt, er weiß nicht, wohin mit sich, Rute ganz weit unten, die Spitze wedelnd, beschwichtigt, keine Spielaufforderungen, bedrängt den Hund immer wieder.
    Dann kippt es meistens.

    Bei Freunden ist Balou natürlich auch angespannt, aber er ist bei weitem nicht so steif, tänzelt mehr um mich herum. Der Schweif ist entspannter, der Körper gerader, Ohren aufmerksam,
    Darf er dann hin, läuft er deutlich langsamer (immer noch nicht höflich), nähert sich in einem leichten Bogen, der Körper ist entspannt und der Schweif wedelt leicht.

    Weil er so unterschiedlich dabei reagiert, konnte ich sehr schnell sehen, dass er keinen Kontakt mehr will, aber durch seine Art trotzdem unbedingt zu fremden Hunden hin will.
    Wir gehen auch mal mit Logray von @Belial spazieren - die zwei sind sich gar nicht grün. Das ist dann auch nicht entspannt und ich halte die ganze Zeit meinen Daumen drauf und oft ist einer von beiden angeleint. Zum üben im kontrollierten Rahmen ist sowas ganz gut.
    Ansonsten hat Lou hier nur noch Kontakt zu Hunden, wo noch nie etwas vorgefallen ist, auch wenn ich andere Besitzer vielleicht auch nett fand. Es sind fünf Hündinnen, wovon wir drei wöchentlich sehen. Nur da ist er entspannt. Ach ja: bei Logray und ihm reicht beispielsweise, wenn beide nebeneinander schnüffeln oder nebeneinander laufen - das geht da nicht.

    Vielleicht kannst du ja auch mal erzählen, wie Zoey bei Hundebegegnungen aussieht?

    Ich habe Erfolge zu vermelden!
    Ich trainiere ja zurzeit einen Superrückruf auf und bisher waren die Ablenkungen nur Hündinnenpipi oder entfernter Wildgeruch.
    Heute rannte ein Reh in circa 30 m Entfernung weg, Balou war aufgeregt, hat es aber nicht gesehen - er kam sofort auf meinen Pfiff :applaus:
    Ein Stück weiter standen dann Schafe auf einer Weide. Normalerweise verfällt Lou direkt in den Jagdmodus und bellt auch gerne mal. Heute meinte ich nur: Mh Mh, weiter. Er lief tänzelnd vorbei, blieb stehen (der Zaun war kaum sichtbar, aus ganz dünnem Material) und ließ sich wieder (minimal zögernd) abrufen!! :hurra:
    Danach ist er auch etwas tänzelnd an den Schafen vorbei und gut war's :dafuer: