Beiträge von Juliaundbalou

    Ich weiß ehrlich gesagt nicht, warum hier so viele davon abraten.

    Ich kenne beide Seiten mit Balou.

    Sein erstes Lebensjahr haben wir in einer Maisonettewohnung gewohnt, das Schlafzimmer war eine Ebene höher, eine sehr steile Treppe, auf der ich mich ständig gemault habe, führte nach oben. Darunter war das Wohnzimmer.
    Mein Mann und ich haben etwa 1,5 Wochen bei Balou im Wohnzimmer geschlafen und dann sind wir abends mal hoch gegangen und haben geschaut, wie Balou sich verhält. Er hat einfach unten geschlafen, als wäre alles wie immer, konnte uns ja auch hören (da gab es keine Tür o. ä. - man lief vom WZ direkt über die Treppe ins SZ. Alles kein Problem und mit dem Alleinesein hatte das bei uns überhaupt nix zu tun - das war ein völlig anderes Thema und ganz schrecklich |)
    Ich konnte ihn nachts hören, wenn ihm übel war oder er herumtapperte. Natürlich ging öfter mal was rein und ich stand dann in einer kalten Pipipfütze, aber auch Balou ist stubenrein geworden und das sogar normal schnell.

    Als wir in unser Haus umgezogen sind, habe ich Balou erlaubt, oben im Schlafzimmer zu schlafen. Er macht das gerne, schläft aber auch viel im Flur oben auf den Fliesen.
    Ehrlich gesagt hat uns diese Erlaubnis aber eingebrockt, dass er auch tagsüber gerne ständig mit nach oben will, aber das viele Treppensteigen finde ich nicht so toll, weshalb ich ständig die Treppe verbarrikadiere.

    Ansonsten sehe ich in beiden Varianten Positives:
    Darf der Hund nicht hoch, ist das OG so sauber, als hätte man keinen Hund.
    Der Hund läuft weniger Treppen.
    Der Hund findet besser zur Ruhe, weil er nicht überall mit hin darf.

    Darf der Hund hoch, ist er viel bei seinen Menschen und vielleicht schläft er ja auch gerne eng an einen gedrückt im Bett.
    Der Welpe wird vielleicht schneller stubenrein, weil man mehr mit kriegt.

    Im Endeffekt bleibt die Entscheidung dir überlassen :bindafür:

    @pawtastic er tut das ja leider nicht nur, wenn jemand im Gebüsch sitzt. Seiner Meinung nach gehören Menschen nicht in die Natur :hust: In den Ort auch nicht, aber da akzeptiert er es mittlerweile ganz gut. Da musste ich mit einer Kombination aus Peitsche und Zuckerbrot vorgehen und es zog sich verdammt lang.

    Also, wenn ich ihn ließe, würde er den Menschen nicht mehr weglassen, ihn umkreisen und anbellen. Immer wieder vor und zurück in einem engen Radius. Würde der Mensch ihn dann auch noch beachten, wird er noch "wütender".
    Das Verhalten hat er mit sieben oder acht Monaten das erste mal gezeigt und danach noch circa 3-5 mal pro Jahr (teilweise bei bekannten Personen).

    Bei meinem Mann hat er mal einen Jogger abgeschnappt, der einfach an den beiden vorbeilief (sehr enger Waldweg). Aber ansonsten zeigt er keine Tendenz, mit den Zähnen regeln zu wollen - das tut er nur bei Hunden :hust:

    Ps: ich glaube, @Lorbas meinte das mit der Konsequenz beim Alleinetrainieren? Das soll nicht eingebildet klingen, aber ich bin verdammt konsequent - DAS kann ich - auch wenn ich sonst bestimmt viel falsch gemacht habe und machen werde :winken:

    @mittendrin na ja ich war vor ein paar Tagen auf unserem Sparrenburgfest und dort liefen in der Nähe auch einige Hunde herum. Alle 15 Meter vor ihren Besitzern - frei. Maximal ein Seitenblick für Passanten, das war's :ka:
    Der Rüde meiner Eltern macht das auch so, der interessiert sich nicht für andere Leute.
    Und als ich mit @FairytaleFenja und ihren Mädels gegangen bin, konnte ich auch bewundern, wie die zwei einfach an anderen Menschen vorbei liefen :dafuer:

    Das wäre mein Traum, aber vermutlich sehr unrealistisch :xface:

    @Irene08 ich sehe die Leute (außer den Jäger) ja auch immer vor ihm - das ist schon hilfreich xD
    Bei uns würde ein ewig langes Aufeinanderzugehen übrigens auch nicht anders ablaufen. Wäre er dabei frei, würde er genauso stellen und verbellen.

    Sobald er angeleint oder frei bei Fuß ist, kann ich gut umlenken. Vielleicht geht es ja nicht ohne Kommando :ka:

    @wildsurf Danke :bindafür:

    @Angel21 dass das Arbeit und Training bedeutet, ist mir schon klar :smile:
    Wer ein bisschen was von uns weiß, weiß auch, dass ich davor nicht zurück scheue und wie viel Arbeit und Training schon in meinem Sargnagel steckt ;)
    Ich hatte irgendwie auf eine Anleitung gehofft, die ich auf unsere Umgebung übertragen kann, aber es scheint so, dass nur über Gewöhnung diese Kette entstehen kann und die Gewöhnung wird hier leider nie statt finden, weil wir so extrem selten jemanden sehen.
    Wir sind halt jetzt an einem Punkt, wo ich an Feinheiten arbeiten kann und da wollte ich ganz gerne das Menschen- und Hundethema angehen.

    Achso... Energisch verboten ist das Thema schon immer - mit mäßigem Erfolg, wie man sieht. Über den Weg erreiche ich bei Balou leider nicht viel, nicht bei solchen wichtigen Dingen.

    @mittendrin vermutlich wird es darauf hinauslaufen :ka:

    @BieBoss er kann das stupsen auch im Freilauf unter Kommando, das hat er nicht selbst erfunden. Aber es dreht sich nicht so rum, dass er eine Verhaltenskette draus macht - vielleicht brauchen wir ja nur mehr Zeit? :ka:

    @Dackelbenny was meinst du, wo meine Pfeife hängt? ;) Für mich sah es in der Situation ja so aus, als würde Balou Geister anbellen, weil da kein Wild war, Hund oder Mensch, nix offensichtlich Gruseliges und den Jäger im Rapsmist konnte ich ja erst sehen, als er raus kam - da habe ich mir beim Abrufen auch etwas mehr Zeit gelassen, als wenn ich einen Auslöser hätte ausmachen können |) und Lou ist schnell - 5 Meter hat der doch in einer Sekunde geschafft, da habe ich gerade mal gepeilt, dass da was los ist und will nach der Pfeife greifen, die dann auch noch den Weg zu meinem Mund schaffen muss :pfeif:

    @Schwabbelbacke Danke.
    So wie wir jetzt gehen, läuft es ja auch, aber irgendwie... dann sehe ich die anderen Hunde, die einfach an Leuten vorbei laufen oder wenn nötig im Bogen vorbei laufen - das wäre schon schön.

    @Lorbas Balou lernt sehr ortbezogen, deswegen würde ich eher eine Trainerin hinzuziehen, die uns auch bereits kennt, und in unserem Umfeld üben. Der ist nicht blöd und weiß genau, was ein Hundeplatz und was die echte Welt ist.

    Ich befürchte nur, dass er das erlernte verhalten dann wieder verlernt, weil wir so extrem selten Menschen begegnen. Was meint ihr dazu?

    Innerorts und angeleint läuft Balou beinahe automatisch im lockeren Fuß und stupst meine Hand immer wieder an, wenn wir Menschen sehen. Ich kriege das aber nicht auf den Freilauf übertragen :tropf:

    Und wie gesagt: er ist abrufbar - das ist nicht das Problem! Er ist nur beim Jäger angekommen, weil dieser nur fünf Meter entfernt war und ich ja erst mal zur Pfeife greifen musste, sonst wäre er auch vorher schon abgedreht.

    Ich sehe schon, dass es darauf hinausläuft, was ich ja eigentlich schon selbst wusste.

    Ich brauche die Situation so oft wie möglich und genau das kriegen wir nicht hin :muede:
    Z&B nutzen wir so auch, bei Menschen und Hunden. Da sind wir aber noch nicht weit, er nimmt immerhin jetzt meistens die Leckerchen an, was ja auch oft ein Problem bei uns ist: Stichwort Stresspegel.

    @bonitadsbc genauso mache ich es ja zurzeit auch. Aber ich dachte, dass ich ja vielleicht lieber trainieren könnte anstatt ihn zu sichern.

    @Angel21 hm ja an eine Verhaltenskette habe ich auch gedacht. Ich habe da nur ein Problem:
    Balou klinkt bei Stress aus und kann dann nichts mehr. Deswegen fallen Hundeplatz etc. weg. Andere Orte sind für uns ja ebenfalls schwierig.
    Leider kenne ich auch nicht besonders viele Leute, die Lust drauf hätten, unvermittelt auf unseren Waldwegen aufzutauchen :tropf: