Er läuft auf der abgewandten Seite an einer 1 m Leine. Und er ist noch nie auf eine Straße gerannt. Wenn ich die Leine noch kürzer halte, kann ich ihn auch gleich am HB halten.
Beiträge von Juliaundbalou
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Ich stehe immer noch kurz vorm Herzinfarkt.
Balou hat heute Geburtstag. Drei Jahre alt ist er nun. Ich bin vorhin mit ihm für die Morgenrunde los und habe mich gefreut. Die Geburtstagsrunde mit dem Geburtstagsbär. Aber ich darf mich ja nicht freuen, denn dann geht ja immer alles schief. Genauso wie letzten Freitag, wo ich eine Jobzusage bekommen habe. Balou ist nur handelbar, wenn ich neutral bin.Wir sind das erste Stück an der Straße lang, in vielen Metern Entfernung lief eine Frau mit drei Hunden vor uns her. Balou bekam den Geruch in die Nase und lief angespannt. Ich orientierte ihn um, dann tänzelte er los und stand auf der Straße und wurde fast überfahren
Ich riss ihn an der Leine zurück auf den Weg, bekam vorwurfsvolle Blicke von Leuten und wäre am liebsten heulend umgedreht. Wieso lassen ihn Hunde alles vergessen, was er kann? Er kann an der Leine laufen, auf dem Weg bleiben und so ein Zeug.
Jetzt traue ich mich nicht mehr, auf Bürgersteigen mit ihm zu gehen, weil er auf die Straße rennen könnte. Das Auto habe ich die nächsten Wochen aber nicht, sodass ich nicht drumrum komme.
Toller Geburtstag. Beinahe hätte ich meinen Hibbel verloren
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Schaut euch den Spitz ruhig mal an, das sind tolle Hunde! Die gibt es übrigens auch in noch kleiner und sind trotzdem nicht klein. Oder ihr nehmt eine Hündin, die wiegt dann eher um die 15-16 kg als Großspitz.
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Also wie bei uns. Ich würde da ebenfalls billige Gartenplatten verlegen.
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Meiner Erfahrung nach hängt das sehr vom Stresslevel ab. Meine Welpen müssen nicht innerhalb von Sekunden, wenn sie anzeigen.
Allerdings ist pieseln müssen unter Stress schon was anderes. Und, leider ist es ja heute Gang und Gäbe, dass Welpen unter Dauerstress stehen und das als Normales verhalten empfunden wird.

Auf jeden Fall. Balou ist ein Stresshund, schon immer gewesen. Der lief nur aus, obwohl wir nur zu zweit plus Hund wohnen und mit ihm alles in Ruhe gemacht haben. Ganz langweilig und viel gucken. Leider hatten wir draußen nicht den Mut, die Dorfbewohner von ihm fernzuhalten und das hat ihn gestresst und nachhaltig zu einem unsicheren Hund gemacht.
Arno war gar nicht gestresst und pinkelte auch nicht wie irre überall hin.
Da gibt es bestimmt einen Zusammenhang.
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ich hab mich ja bei Chilly fürs "Ullieren" entschieden, sprich, man sieht das Jagen nicht als Last, sondern als Möglichkeit, mit seinem Hund zusammen zu arbeiten. Natürlich rase ich nicht durchs Unterholz mit ihm und hoffe, daß er mir ein Kaninchen bringt, sondern man würdigt den Hund bereits beim Spuren finden, und lobt so ziemlich alles, was man gut findet.Chilly würde nichts als Jagdersatz annehmen. Ich mache kein Antijagdtraining, sondern fördere die Kooperation. Es funktioniert. Ich werde ihn zwar vermutlich nie in wildreichem Gebiet ableinen können, aber dadurch, daß er mir all die gefundenen Spuren anzeigen kann und dafür bestätigt wird, wurde er sehr viel ruhiger, viel lenkbarer.
Ich nehme meinen Hund ernst in seiner Jagdleidenschaft, ich sehe sie nicht mehr als Übel. Mein Hund muß keine Kommandos befolgen die ich durchsetzen 'muß' und es ist echt faszinierend, wie gut ein Hund trotzdem - oder gerade deswegen - mit macht.Na ja tun wir das hier nicht so gut wie alle?
Ich verbiete Balou nur das Buddeln und Hetzen, alles andere wird gelobt und da wir in wildreichem Gebiet leben, können wir dem Wild auch gar nicht ausweichen. Er läuft seit einigen Monaten wieder frei und lässt sich von neben ihm aufspringenden Hasen abrufen. -
Wieso will man, dass einem Hund (mit Jagdtrieb) das Auftauchen von Wild völlig egal ist? Das ist ja irgendwie komplett wider seine Natur.
Sowas wie "Denk nicht an einen blauen Elefanten!"Da hast du mich falsch verstanden. Beim Wild sehe ich da kein Problem, das läuft super.
Ich bezog mich da auf Menschen (wenn er Hunde auch ignorieren würde, wäre das zwar super, aber utopisch). Taucht ein Mensch auf, rennt Balou los. Das passt nicht so ganz in diesen Thread, ich habe es erwähnt, um zu zeigen, dass er auf alle Bewegungsreize so reagiert und sich in keinem Bereich eine Normalisierung einstellt (Spaziergänger, Jogger, Radfahrer taucht auf, wird registriert und abgehakt), sondern dass Balou bei allem ohne nachzudenken losrennt - dann aber stoppbar und abrufbar ist. -
Ich habe Balou damals als acht Wochen alten Wurm geholt und etwas über eine Woche bei ihm im Wohnzimmer geschlafen. Dann sind mein Mann und ich einfach mal abends oben im Schlafzimmer geblieben und haben geschaut, was passiert. Balou hatte es nicht gestört, also schliefen wir ab da wieder oben.
Bei uns hatte das übrigens nichts mit dem Alleinesein zu tun. Das war eine ganz andere Hausnummer bei uns
Er konnte uns ja auch hören, wenn wir oben waren, vielleicht war es deswegen für ihn ok. -
Kontrollieren im Sinne von: „ich muss jetzt, kann aber noch die 30 Sekunden warten, bis Frauchen ihre Schuhe anhat“ konnte Balou mit circa 13 Wochen. Davor rannte er einfach los und pinkelte - und ich musste ihn einfangen oder in den meisten Fällen den Urin wegwischen
Mit 16 Wochen konnte Balou deutlich länger anhalten, sodass es entspannter wurde.Ich glaube, daher kommt der Mythos.
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Das mag sein.
Ich bin so hin und hergerissen. Lou hat den Chip seit fast vier Monaten und manches ist besser geworden und manches schlimmer. Heute hat er extrem auf eine frische Hündinnenspur reagiert, das war ich gar nicht mehr in dem Ausmaß gewohnt

Ich glaube aber fast, dass mich die jetzigen Probleme mehr ärgern. Mich stört z. B. die kurze Zündschnur nämlich sehr.