@Gersi sei froh! Es ist toll, wenn Hunde klar kommunizieren!
Beiträge von Juliaundbalou
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@Juliaundbalou @frauchen07 Danke für die Nachhilfe!
Also ist der Kontext der weitere Hund. Fiddeln=wiederholte, nicht erwiderte Spielaufforderung.
Dann kann es also nicht passieren, dass sich zwei Hunde "anfiddeln?" dann hätte man ja nur 2x Spielaufforderung und "unpassend" fällt weg, weil der Maßstab die Reaktion des "Angespielten" ist?
Jaein.
Ich hatte die Situation zweier fiddelnder Hunde nur einmal. Sie endete damit, dass der andere Retriever aus lauter Stress meinen Balou bestieg, der aus Stress weite Kreise rannte.
Der Hund befindet sich in einer Art Tunnel oder Spirale und zeigt repetitives welpenhaftes Verhalten.Eine Spielaufforderung endet ja entweder im Spiel oder läuft ins Leere und der Hund denkt sich halt „Na gut, dann halt nicht“ und macht sein Ding.
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Wegen dem Gassi:
Manchmal hilft es, die Zeiten zu wechseln. Balou kann z. B. nicht abends spazieren gehen. Dann wird ihm nachts übel.Dreht Murphy abends auch hoch, wenn er an den Ruhetagen eine ruhige halbe Stunde Freilauf hat? Das ist ja recht ungewöhnlich.
Vielleicht magst du ja mal im Stresshunde-Thread mitlesen, wenn ihr beim TA körperliche Beschwerden ausgeschlossen habt.
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Ganz genau, wie @frauchen07 es beschreibt. Ich hätte das vorgestern schön als Paradefiddeln filmen können:
Wir haben den Rüden meiner Eltern mitgenommen. Er ist 9, Balou ist 3. Beide rannten im Wald nach einer Stunde vollen Ignorierens auf einen Bach zu, Balou wollte schwimmen, der Rüde meiner Eltern wollte trinken.
Lou war die plötzliche schnelle Bewegung des davor nur trottenden Pauls zu viel. Er bombte Paul um (Konfliktlösestrategie: Fiddle). Er bombt sonst nie jemanden um. Paul knurrte und schnappte ab (Strategie: Fight). Balou rannte in engen Kreisen um Paul herum und hätte ihn noch öfter umgebombt, wenn ich ihn nicht weggescheucht hätte. Paul hätte ihn am liebsten in den Boden gestampft.Wären die zwei sich fremde Hunde, wäre der Aufschrei groß gewesen: der Goldie wollte doch nur spielen! Wieso ist der Tibet Terrier denn so gemein?!
Nein. Balou hat sich rüpelhaft respektlos verhalten und es war keine Sekunde lang Freude oder Spielen.
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@Lorbas natürlich gibt es echte Freude. Die ist meiner Meinung nach nur relativ subtil bei einem erwachsenen Hund.
Und bisher schreibt jeder hier von seinen eigenen Sichtweisen
Ich sage ja nur, dass es ein schmaler Grad ist und die Hunde, die ich so sehe, seltenst wahre Freude zeigen.
Die meisten Leute denken auch, dass ihre Hunde sich so! sehr! freuen, wenn sie nach Hause kommen.
Habe ja extra geschrieben, dass ich nicht die DF-Gemeinde anspreche. Da gehe ich einfach mal davon aus, dass viele bis die meisten etwas von Hundesprache verstehen.
Aber bei manchen Beiträgen würde ich schon gerne ein Video sehen, in dem sich der Hund doll freut

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Hat Murphy noch andere Symptome? Laut deiner Beschreibung hat er ja ständig (?) Blähungen, Matschkot oder sogar Durchfall gehabt.
Vielleicht schmatzen oder übergibt er sich manchmal? Streckt er sich viel? Kratzt er sich viel?
Wie ist es mit anderen Krankheiten? Hat er öfter mal Augen-/Ohren- oder andere Entzündungen? -
Ps: der letzte Satz ist nicht provokativ, sondern ernst gemeint!!

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@wilderbse ich habe dich ja nirgendwo erwähnt

Ich spreche nur von meinen Erfahrungen und habe leider nur solche Leute um mich, die das nicht unterscheiden können. Ich würde auch behaupten, dass die allermeisten Leute, das nicht unterscheiden können, weil die allermeisten Leute (außerhalb des DF) Hundesprache nicht lesen können.
Ich bin aber auch der unpopulären Meinung, dass es keine Freude ohne Stress gibt. Ich bin nur glücklich, wenn mein Hund sich nicht „freut“ bzw. „stresst“, sondern neutral, entspannt, aufgeschlossen ist. Aber das ist irgendwie ein anderes Thema.
Ich könnte das ja auch nicht unterscheiden, wenn ich mich durch meinen etwas anderen Hund nicht schon im Welpenalter damit befasst hätte. Wäre er schon immer der normal fiddelnde Retriever gewesen, hätte ich mich niemals mit Hundesprache auseinandergesetzt und wäre so durchs Leben gegangen. Die meisten Hunde können damit ja auch leben, dass niemand sie versteht und fiddeln dann halt bis ins hohe Alter und lernen nie eine andere Strategie. Da haben die Besitzer in gewisser weise Glück, dass ihre Hunde sich bis ins hohe Alter so infantil benehmen. Wieso sollte man sich dann damit beschäftigen? Läuft doch alles.
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Ich bin ja gespannt, ob er das wirklich komplett so meinte. Also auch auf Welpen und Junghunde bezogen. Dass diese keine Sozialisation brauchen?
Erwachsene Hunde brauchen wirklich sehr oft gar keine anderen Hunde. Das ist ein ganz anderer Schuh.
Viele denken auch, dass ihr Hund sich ach so sehr freut, dabei fiddelt er vor lauter Stress nur und wäre bestimmt glücklicher ohne Kontakt. Sehe das ständig und die Hunde tun mir nur leid. Aber die freuen sich ja so.
Ich persönlich muss sagen: wir haben so viele sch*** Erfahrungen gemacht inkl. mehrerer Verletzungen, sodass kein zukünftiger Hund von mir mit fremden Hunden Kontakt haben wird.
Balou ist ein Riesenstein vom Herzen gefallen, seit er keinen Kontakt zu fremden und bekannten Hunden mehr hat und ich alles regle. Er läuft nahezu perfekt an der Leine an Hunden vorbei, pöbelt nicht, kann Futter nehmen etc. Würde ich ihn entscheiden lassen, würde er zu jeden Hund hinrennen und ihn anmucken. Nein, da vertraue ich nicht darauf, was mein Hund will. Er hat seine vier Freundinnen, die wir ab und zu zum gemeinsamen Spaziergang treffen (da interagiert er kaum) und den Rüden meiner Eltern, mit dem 0 agiert wird. Lou ist zufrieden und bräuchte vermutlich gar keine Hunde, um glücklich zu sein. Trotzdem hat er mindestens einmal pro Woche Kontakt, meist eher 2-3 mal.
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Ich lese hier ja auch sehr gespannt mit, da ich den DSH ebenfalls sehr interessant finde, wenn Balou mal nicht mehr ist.
Fand es übrigens fast lustig, als der RS eingeworfen wurde. Ich kenne zwar nicht viele, aber mit einem DSH haben die irgendwie nix gemeinsam. Sind trotzdem tolle Hunde, aber ganz anders
