Beiträge von Juliaundbalou

    Nein, Du bist die Einzige, der sowas jemals passiert ist. :klugscheisser:
    Klar - was glaubst Du, wie das hier manchmal abgeht, seit wir hier wohnen verändert sich ständig was, weil wir feststellen, dass wir wichtige Aspekte übersehen haben oder es anders doch besser gewesen wäre. Oder sich auch einfach die Ansprüche geändert haben.

    Den Vorschlag von @Phantomaus finde ich gut.

    LG, Chris

    :headbash:

    @pardalisa ich trainiere mit Balou auch den Maulkorb. Bisher brauchten wir ihn nie, aber er kennt ihn.

    Leider hatten wir mal so einen Kampf um Leben und Tod. Und hätte der andere nur einen Hauch besser gezielt, wäre die Halsschlagader von Balou durch gewesen und das wäre es gewesen mit ihm. Mein Mann und der andere Besitzer haben die beiden letztendlich auseinander gerissen, sonst wäre wohl einer von beiden tot.

    Mein Balou ist nicht von ungefähr, wie er ist. Zweimal wurde er böse angegriffen in seinen ersten zwei Lebensjahren. Und dazu Dutzendemale mit Sabber, Fellverlust und großem Geschrei.

    Bei uns wäre da eine Abschreckung durch den MK leider nicht hilfreich. Es kommt immer durch blöde Umstände zu solchen Situationen. Wobei wir seit über einem Jahr nun keine Kloppereien mehr hatten, weil ich so dermaßen weiträumig ausweiche und zur Not blocke oder in letzter Not Balou unter mir begrabe und den anderen Hund festhalte.

    Hat jemand von euch mal so richtig doofe Entscheidungen im Garten getroffen und diese dann bereut?
    Wir haben hier ein ganz kleines Grundstück in L-Form. Im ersten Jahr haben wir direkt die Terrasse neu machen lassen, weil diese überall abgesackt war. Da haben wir die Form auch etwas verändert.
    Wir wohnen jetzt bald drei Jahre hier. Im Nachhinein hätten wir einen Teil lieber zusätzlich legen lassen sollen (zur Gartenhütte hin, den wir mit Mulch ausgestreut haben, welcher sich überall hin verteilt) und dafür die restliche Terrasse deutlich verkleinern sollen. Wir essen kaum draußen, haben so gut wie nie Gäste und irgendwie ist diese Riesenterrasse total verschwendet. Dafür hätte man mehr Rasen haben können und grün ist in einem kleinen Garten ja immer ganz nett.
    Das Stück an der Gartenhütte könnte man recht unaufwändig selbst nachträglich noch legen. Das wäre gar nicht mal sooo krass. Aber den Rest wird man wohl kaum wieder verkleinern.
    Mein einziger Trost ist, dass wir hier nicht für immer wohnen werden und ich es im nächsten Garten besser machen werde :/

    @Juliaundbalou Was für eine doofe Situation. :/ Hast du mal überlegt, für solche Wege (wo man nicht ausweichen kann, aber trotzdem keinen Kontakt möchte) einfach einen Maulkorb aufzuziehen?

    Auch wenn's paradox ist, weil der Hund dann ja eigentlich gesichert ist, wirkt das meiner Erfahrung nach auf viele Hundehalter – und insbesondere auf die 'Hallo' sagen-Fraktion – herrlich abschreckend und die angeln ihre Hunde dann schon weiiit vorher ran, damit ihr Schätzchen bloß nicht an "den bösen Hund" rankommt... :D

    Da habe ich halt zu sehr Angst um Balou :/
    Er könnte sich dann ja selbst nicht wehren im Ernstfall und hier sind einige unverträgliche und nicht hörende Hunde unterwegs, wo er sich auch schon wehren musste :verzweifelt:
    Das ist halt echt doof...

    @Frankyfan wenn die anderen ihre Hunde bei sich behalten würden (und mein Wunschtraum: schon von weitem anleinen würden und nicht erst fünf Meter vor uns, wo Balou und ich schon Schnappatmung haben), dann wäre unser aller Leben doch recht entspannt :smile:

    Erst kürzlich:

    Wir gehen auf einem schmalen Feldweg entlang. Uns kommt jemand mit Hund entgegen. Ich kann nicht ausweichen (hoher Mais rechts und links) und auch nicht umdrehen, weil ich gleich einen Termin habe und nach Hause muss. Also mein Superrückrufleckerli rausgeholt und Lou vor die Nase gehalten, Augen zu und durch.
    Herrchen lässt die Flexi immer länger und der mittelgroße Rüde läuft staksend auf uns zu.
    Ich: Nicht herlassen! Meiner ist unverträglich!
    Er nimmt die Leine kürzer und lässt den Hund dennoch auf unserer Seite gehen.
    Ich dränge Balou deutlich halb ins Maisfeld und halte immer noch das NaFu vor seine Nase. Der Mann nimmt die Leine ganz kurz und wir quetschen uns vorbei.
    Nach ein paar Schritten lobe ich Lou in den Himmel und er darf fressen. Und wer steht plötzlich an hinter mir und will an Balou ran? Richtig, der andere Rüde :ugly:
    Ich: „DAS ist eine ganz doofe Idee! Was haben Sie vorhin nicht verstanden?!“ Lou ist dann einmal sehr laut geworden und da konnte das Herrchen bestürzt den Hund rannehmen.
    Tjo. Es hätte so schön einfach sein können.

    Ja, wenn wir verabredet sind, ist er zwar sehr sehr aufgeregt, kann sich aber abwenden. Er zieht dann an der Leine, wenn die anderen vorgehen und wieder hibbelig und mein Kreiselpony, wenn ich nicht aufpasse. Aber er reagiert auf Ansprache und nimmt auch Futter.
    Begegnen wir anderen Hunden, ist er auch aufgeregt, aber weniger als bei einer Verabredung. Er ist da viel klarer und halt ernst.

    An die anderen: Danke für die Beschreibungen. Ich werde mal das ein oder andere ausprobieren. Mir wäre es ja auch lieb, wenn Balou einfach irgendwann ein Alternativverhalten drin hat (bei Menschen, die ihm zu nah sind, schnuppert er mittlerweile am Boden und beruhigt sich damit selbst! Sowas wäre toll!).
    Gegenden mit hoher Hundedichte meiden wir. Das haben wir bei uns nur innerorts, wo eh alle angeleint sind und nur noch minimal interessant sind, weil man ja meist eine Straße Abstand hat. Und in fremden Gegenden ist er 1. extrem aufgeregt (unsere andere „Baustelle“) und 2. ist er dort deutlich entspannter, was Hunde betrifft. Auf unseren Standardrunden treffen wir meistens niemanden. Im Schnitt sehen wir vielleicht 5-10 Hunde pro Woche, davon die meisten hinter Zäunen oder innerorts.

    Ein guter Trainer wäre natürlich auch was. Kenne da auch wen. Aber noch wollte ich es selbst versuchen, da es die letzte Baustelle (draußen) ist und wir den ganzen anderen Krempel auch allein geschafft haben.

    Bei mir gibt es direkt einen Abbruch fürs fixieren, Naikey ist früher gern auf Hunde Jagd gegangen. So richtig schön mit ranschleichen , drohfixieren und co.

    Wenn ich früh genug war gab es einen Abbruch und "schau" wenn er schon halb im Tunnel war weil ich gepennt habe, bin ich ihm derbe auf die Nerven gegangen. Richtungswechsel, Hinterhand wegschieben rückwärts drängen , Vorderhand bewegen. Ich hab ihm einfach keine Sekunde Ruhe gelassen um sich auf den anderen Hund zu konzentrieren irgendwann hat er dann entnervt hochgeschaut ich hab den Druck auf der Stelle weggenommen und gelobt wie doof.

    Irgendwann hat er dann angefangen bei Hundesichtung mich konsequent anzuschauen und daraus hat sich über die Jahre ergeben das er jetzt gelassen dran vorbei latscht und sobald ihm etwas zuviel ist er einfach selbstständig ins Fuß mit Blickkontakt wechselt.

    Fuß mit Blickkontakt ist Naikeys antwort auf alle Dinge die ihn aufregen könnten, da der Fokus bei mir liegt fällt es ihm so leichter die Umweltreize auszublenden.

    Wenn er komplett im Tunnel war hab ich ihn fixieren lassen , da war die Explosion eh nicht mehr abwendbar. Da galt Kopf-Kragen-Arsch packen und raus aus der Situation.

    Ein Abbruch kommt bei Balou leider nicht an. Auch wenn der Hund ein Minipunkt am Horizont ist. Der steckt sofort im Tunnel, weshalb wir ja - wenn möglich - immer ausweichen und die Distanz möglichst groß halten.
    Ich weiß auch nicht. Menschen waren ja mal mindestens genauso ein Problem für ihn, aber das merkt man heute gar nicht mehr. Leider kommen die Methoden bei ihm bei Hundesichtung nicht an, die beim Menschenproblem geholfen haben :/

    Ich würde das abstellen.Wie du gesagt hast, ist das reine Provokation vom anderen Hund und das machts den anderen HH wirklich nicht einfach euch zu kreuzen.
    Zudem ist Kreuzen anscheinend auch stressig für deinen Hund, weshalb ich daran arbeiten würde.

    Das versuchen wir ja. Leider geht das eben nicht, weshalb wir, wenn möglich weiträumig ausweichen.

    Die anderen Hunde benehmen sich leider genauso, auch wenn wir in weiter Distanz einen Bogen laufen und Balou nicht fixiert.
    Wie würdest du daran arbeiten, damit es nicht mehr stressig ist? (Für ihn ist leider das ganze Leben stressig)

    Meinst du jetzt dich oder die anderen HH die deinen provozierenden Hund kreuzen müssen :???: .Sorry steh gerade auf dem Schlauch.

    Ich versteh nicht so genau was dich "stört" wenn du gleichzeitig sagst, du kannst damit leben?

    Ich meine schon mich. Also ob jemand von euch mit der Zeit ordentlich andere Hunde kreuzen kann, obwohl es mal für den eigenen Hund so schlimm war.
    Ich kann zwar damit leben, aber schöner wäre es natürlich, wenn wir nicht immer so einen Stress hätten. Vor allem da wir leider nicht immer ausweichen können und dann einfach mit Management vorbei müssen.


    Hi!
    Ist hier auch jemand dabei, wo der Hund eher nicht pöbelt (da müssen schon mehrere unglückliche Zufälle zusammenkommen)?
    Bei uns ist eher das Problem, anständig vorbeizulaufen. Meistens weiche ich deswegen aus.
    Balou spannt sich schon auf weite Distanz an, fixiert, geht auf leichten Zug an der Leine und stakst dann so vorbei. Nicht schön für den anderen Hund, reine Provokation. Tickt der andere Hund aus, verhält er sich meist trotzdem so. Ist der Abstand zu gering, weil der andere Hund es trotz Leine näher zu uns schafft, tickt Balou auch aus.

    Ich kann ihn auf weite Distanz gut umlenken. Aber danach nicht mehr. In fremdem Gebiet ist er übrigens deutlich entspannter und wenn wir mit seinen Hundefreundinnen zusammen gehen, machen ihm fremde Hunde gar nix aus, so lange sie nicht herkommen. Da trotten wir auf gerader Strecke an denen vorbei, selbst wenn sie austicken.

    Ich meine, ich könnte mit dem Ist-Zustand leben. Aber hat es jemand hinbekommen, in solchen Situationen entspannt vorbei zu laufen?
    Bei uns sind es wirklich schnurgerade Feldwege, wo man sich schon ewig lange sieht, maximal 2 m breit. Deswegen latschen wir entweder ins Feld und im Bogen vorbei oder drehen um oder wenn wir Glück haben, gibt’s einen Seitenweg, wo man kurz warten kann.

    Ich habe hier ja einen sehr intelligenten Hund. Zumindest, wenn es nicht um Kreativität etc. geht :hust:
    Mein Mann ignoriert Balou weitestgehend seit Montag, fasst ihn nicht an und gibt sich Mühe, meine Kommandos zu benutzen, wenn er mal eins braucht (wenn Lou im Weg liegt oder so).
    Ich konditioniere ihn parallel um. Zum Beispiel ist mein Mann ein hektischer und oft lauter Mensch. Also habe ich angefangen, mich mal hektisch zu bewegen und werfe Lou Leckerlis zu, wenn er sich als Reaktion setzt, hinlegt oder da bleibt, wo er ist. Genauso mache ich mal merkwürdige Geräusche und Lou setzt sich recht zuverlässig hin, anstatt mir in den Weg zu rennen.
    Wenn Herrchen nach Hause kommt, kriegt Balou Leckerchen, wenn er liegen bleibt. Kein Getrage von Spielis, kein Rumlaufen. (Wenn ich nach Hause komme, schicke ich ihn in seinen Korb, da geht es nur über Kommando leider).
    Gestern haben wir auch im Wohnzimmer mit meinem Gymnastikball gespielt und Balou durfte sich nicht einmischen. Das war schwer für ihn, ging nur mit dem Körbchenkommando.
    Er setzt das für die kurze Zeit schön um und ich bin zuversichtlich, dass das schon viel helfen wird. Es gab bis jetzt kein Motzen mehr und Abschnappen natürlich auch nicht - gab ja kein Gekraule von meinem Mann.

    Ich denke, dass ich im Haus zu wenig geführt habe. Draußen muss ich gefühlt jeden Schritt steuern, er braucht das. Ist natürlich aufwendig, jetzt auch noch zuhause so viel neu konditionieren zu müssen, aber irgendwie macht es auch Spaß. Und draußen haben wir ja nur noch das Hundethema, also können wir ruhig zu Hause auch mal was üben.

    Ich halte euch auf dem Laufenden, wenn Balou irgendwann ohne Anweisungen entspannt bleiben kann, weil die Konditionierung abgeschlossen ist. Und wenn mein Mann ihn wieder normal beachten kann.