Beiträge von Juliaundbalou

    Du musst auch bedenken, dass Deutschland groß ist und das Klima unterschiedlich. Wir haben hier wenig Schatten und 20 Grad fühlen sich an wie 26. Und März und April waren hier heißer als Mai und Juni.

    Es ist trocken und heiß, die Toskana in NRW :-D

    Spazieren will auch mein empfindlicher Golden, aber halt morgens und abends. Heute haben wir 22-24 Grad und Sonne und es ist die Hölle. Er liegt halt im Garten abwechselnd in der Sonne und im Schatten. Abends gehen wir dann länger, morgens würde er wohl auch joggen oder am Rad laufen.

    Ich wusste gar nicht, dass andere Leute sich die Hitze (dazu zählt für mich alles über 20 Grad und sonnig :-D) tagsüber freiwillig antun. Ich latsche auch nicht gerne durchs Feld, wenn es wärmer ist. Bäh.

    Am Wasser im Schatten dafür - gerne.

    Mich überrascht das gerade sehr, dass der Golden so wärmeempfindlich zu sein scheint. Gut, meiner ist erst etwas über ein Jahr und ja, natürlich ist ihm warm, wenn es draußen über 25 Grad hat, aber dennoch ist er motiviert dabei. Vielleicht ändert sich das mit den Alter noch, aber auch alle anderen Golden, die ich kenne, sind da nicht empfindlicher als andere Rassen :denker: Sehr interessante Geschichte, das werde ich mal weiter beobachten.

    Mit einem Jahr war es hier auch noch etwas anders. Da sind Hunde ja eh nicht kaputt zu kriegen :-D

    Kommt halt auch immer drauf an, wie gut man seinen Hund einschätzen kann und ihm zuliebe auf Ausflüge bei wärmeren Temperaturen verzichtet. Damit meine ich niemanden aus dem Forum! Aber wenn man sich umguckt, sieht man auch bei 35 Grad Leute an der Straße mit ihren Hunden spazieren... Vielen ist das halt nicht ganz so wichtig, der Hund kommt ja schließlich auch mit und streikt nicht unbedingt. Manche wohnen vielleicht aber auch direkt am Wald und laufen da direkt los, wo es nicht so auffällt, dass dem Hund etwas zu warm ist.

    Mein Balou geht mittags trödelig mit mir einmal über die Einfahrt rüber auf die andere Straßenseite, hebt sein Bein und will dann nach Hause. Seine Meinung zählt hier viel und er darf das, obwohl ich abends nicht gerne spazieren gehe. Ich könnte ihn aber auch ins Auto packen, an den Wald fahren und da ne mittlere Runde gehen. Macht er wohl mit und manchmal muss das auch sein. Aber gut gefällt ihm das nicht und er reagiert dann halt mit seiner chronischen Geschichte...

    Danke! :gut:

    Ich weiß nicht, wieso darüber die ganze Zeit hinweggegangen wird!

    Und Balou hätte dieses Jahr bereits im März das Handtuch geworfen, ab da wollte er tagsüber nicht mehr spazieren, geschweigedenn joggen o.ä. Die Sommer werden immer heißer, bei einem Golden muss man sich echt drauf einstellen, dass tagsüber circa 6 Monate im Jahr nix läuft. Und im richtigen Sommer ist es auch morgens und abends oft zu heiß für richtges Sportprogramm. Da tut man dem Golden keinen Gefallen.

    Das ist echt traurig für die Rasse.

    Wieso das denn?

    Mir ist das auch fast immer zu warm, wenn es für Balou zu warm ist. Es gibt halt hitzeempfindliche Lebewesen.

    Es ist auch nicht so, dass ein Golden dann partout gar nicht rausgehen würde. Im Garten liegt Balou gerne auch bei Sonnenschein. Auf Spaziergängen würde er zwar mitkommen, aber es würde ihn sehr anstrengen, er hätte keine Freude daran und zuhause bräuchte er Stunden, um wieder auf normale Temperatur zu kommen.

    Wo ist das Problem, nur morgens und abends rauszugehen? Verstehe ich echt nicht.

    Der TE scheint ja auch Vollzeit zu arbeiten, da passt das doch gut?

    Danke! :gut:

    Ich weiß nicht, wieso darüber die ganze Zeit hinweggegangen wird!

    Und Balou hätte dieses Jahr bereits im März das Handtuch geworfen, ab da wollte er tagsüber nicht mehr spazieren, geschweigedenn joggen o.ä. Die Sommer werden immer heißer, bei einem Golden muss man sich echt drauf einstellen, dass tagsüber circa 6 Monate im Jahr nix läuft. Und im richtigen Sommer ist es auch morgens und abends oft zu heiß für richtges Sportprogramm. Da tut man dem Golden keinen Gefallen.

    Kurz mein Senf zum Bewegungsdrang:

    Mit einem Golden Retriever kann man bei angenehmen Temperaturen oder halt im schattigen Wald sehr lange spazieren gehen. Meiner wird bald sechs und ist sehr flott unterwegs und fordert zwar in dem Sinne wenig - außer ihm keine höheren Temperaturen anzutun und mindestens einmal die Woche die Dummys einzupacken - aber er ist für vieles zu haben. Er liebt es, lange spazieren zu gehen, natürlich auch zu baden. Faul ist er auf keinen Fall - außer zuhause. Da schläft er wirklich fast den ganzen Tag.

    Allerdings möchte ich auch noch einmal darauf hinweisen, dass sich GR und DSH sehr stark unterscheiden. Lieber TE, schau dir am besten ein paar GR näher an, lerne sie kennen und wenn dir ihr Wesen zusagt, dann wünsche ich dir viel Freude mit deinem Welpen! Aber wenn dein Herz für die Schäferhunde schlägt, wüsste ich nicht, was gegen einen DSH oder WSS sprechen sollte.

    GR sind sehr aktive und gutgelaunte Hunde, meistens wasserliebend, meistens zu Hund und Mensch freundlich. Sie haben Jagdtrieb, manche auch nicht zu wenig, der aber meistens gut in den Griff zu bekommen ist. Vor allem für Dummyarbeit lassen sie sich meist sehr begeistern, aber auch andere Aktivitäten machen sie gerne mit.

    Aber sie neigen auch zu Distanzlosigkeit und sprechen die Hundesprache nicht immer korrekt, stehen sich vielleicht selbst im Weg und vieles wird als Freude fehlinterpretiert, wo der GR eigentlich heillos überfordert ist. Da müsstest du dann erziehen und unterstützen, denn nicht alles lässt sich wegerziehen.

    Außerdem stimmt es, dass sonnige Tage ihnen gar nicht gefallen. Ab 22 Grad und sonnig gehen wir tagsüber nicht spazieren, sondern nur morgens bis 8 und abends ab 19 Uhr frühestens. Oder wir fahren direkt zum Wald. Und sie haaren wie Sau! Aber das kennst du von den DSH ja vermutlich schon.

    Wie viel und lang habt ihr euch auf den Hund vorbereitet und informiert?

    Da ich seit Kindesbeinen mit Hunde zu tun hatte, eher wenig. Ich habe mir ein paar Welpenbücher besorgt und schnell einen Züchter gefunden.

    Woher ist er/sie ?

    Züchter (Dissidenz).

    Warum genau diese Rasse bzw. Mischling ?

    Ich bin in meiner Jugend täglich mit einem Nachbars-Golden unterwegs gewesen. Seitdem wollte ich unbedingt einen eigenen.

    Hättet ihr auch eine ganz andere Rasse genommen ?

    Nein, die Rasse stand fest. Ich habe dann nur in Richtung Arbeitslinie/Dual Purpose geschaut.

    Wolltet ihr Welpen oder älteren Hund ?

    Einen Welpen.

    Warum habt ihr euch einen Hund gekauft ?

    In meinem Leben gab es fast immer einen Hund und ich brauche die Zeit draußen mit Hund, um ausgeglichen zu sein.

    Was hattet ihr für Ziele mit hund (zB Agility)?

    Dummysport.

    Nach dem Kauf

    Habt ihr den Wunschhund bekommen ?

    Ja. Er ist zwar ganz anders als gedacht, aber mein absoluter Wunschhund.

    Wie lief Tag 1?

    Durchmischt.

    Wir waren beide überrumpelt, weil er so temperamentvoll war. Auf der Autofahrt war er sehr weinerlich, zuhause hat ihn direkt der Terrier vom Vermieter in die Nase gebissen. Dann kamen noch meine Schwiegereltern unangekündigt vorbei, obwohl wir keine Gäste wollten.

    Ansonsten war er aber recht unerschrocken in der Wohnung und hat auch die erste Nacht nicht geweint.

    Was war euer größtes Problem?

    Stubenreinheit, Alleinebleiben, seine labile Gesundheit, Stress, Umgang mit anderen Menschen, Aufregung, Unsicherheit, Jagdtrieb, mit der Zeit Unverträglichkeit mit den meisten unbekannten Hunden.

    Was ist euer aktuell größtes Problem?

    So lange er angeleint ist, haben wir keine Probleme.

    Im theoretischen Freilauf: Menschen und andere Hunde. Er läuft aus Unsicherheit laut tosend auf diese zu und stellt sie - also theoretisch. Ist zwar zu 99% abrufbar, bevor er weit gekommen ist, aber das ist uns zu stressig. Also Leine.

    Habt ihr es euch/leichter schwerer vorgestellt?

    Deutlich leichter!!!

    Allgemeines:

    Käme ein weiterer Hund in Frage?

    Ja. Ich suche immer mal wieder nach einer passenden Zweithündin. Die Suche gestaltet sich aber schwierig.

    Frag doch Deinen Freund, ob er den Hund auch nähme, wenn Du Dich gar nicht kümmern würdest oder er Single wäre. Falls ja, wird es sein Hund und Du kannst einfach auch schöne Momente genießen ohne lästige Verpflichtungen (naja, ohne viele davon). Hier ist es eher umgekehrt so- es sind meine Hunde, ich kümmere mich, mein Mann spielt/kuschelt mit den Hunden und bringt sich ein, wenn er Lust dazu hat (oder die Situation es erfordert). Das kann hervorragend funktionieren! Letztlich einfach die Empfehlung: rede mit ihm. vielleicht wäre er enttäuscht, den Hund, den auch er möchte, nicht zu nehmen. Er ist der einzige Mensch, auf dessen Meinung/ Gefühle ich bei dieser Entscheidung (außer Deine eigenen) hören würde.

    Was diese extreme Reaktion auf diese Entscheidung betrifft, so würde ich wohl auch versuchen, im ersten Schritt nochmal ein paar Tage bei Luftwechsel herunterzukommen, um den Kopf frei zu bekommen, aber grundsätzlich mit einem Fachmann daran zu gehen (einfach, damit Du Dich langfristig besser fühlst).

    Den Fachmann habe ich schon seit ein paar Wochen.

    Mein Freund will den Hund unbedingt, aber das ist für mich auch keine Lösung wenn ich mich so dagegen streube.

    Und wieso nicht?

    Das läuft in vielen Familien so. Ich wollte damals auch unbedingt einen Hund, mein Mann eher nicht. Weil es ein so großer Herzenwunsch von mir war, war es dann irgendwann für ihn ok.

    Ich füttere den Hund, gehe mit ihm spazieren, bürste ihn usw. Selten springt mein Mann mal ein, aber meistens lässt er den Hund nur kurz mal pinkeln oder gibt ihm mal Futter, wenn ich weg bin. Am Wochenende kommt er aber gerne auf größere Spaziergänge mit.

    Das funktioniert wirklich wunderbar. Aber du musst mit dir selbst ausmachen, ob das für dich auch ok wäre.

    Mein Mann hat in der Anfangszeit mehrfach einen Rückzieher machen wollen, weil unser Hund als Welpe furchtbar anstrengend war. So etwas ist für alle Seiten unangenehm. Mittlerweile liebt er unseren Balou aber sehr und ist froh, ihn bei uns zu haben.

    Deshalb schrieb ich ja, dass ICH bei Sichtung sofort anleine. Schon immer. Das sollte als Signal reichen.

    Aber erst seit Balou an einer langen Leine läuft und zusätzlich dann an die kurze kommt, wenn wir jemanden sehen, verstehen es die meisten. Das finde ich schade.

    Fies ist es aber, wenn freilaufend=verträglich heißt. So interpretieren das ja viele.

    Mein Balou mag keine fremden Hunde. Kleinere nette Hündinnen wären noch ok, aber hier laufen eher kläffende schnell schnappende Hunde herum, überwiegend Rüden. So. Als Balou noch Freilauf hatte und ein Hund kam in Sicht, habe ich Balou angeleint. Das wurde aber nie als Aufforderung verstanden, den eigenen auch anzuleinen.

    Er läuft seitdem an einer langen Leine, nie abgeleint. Wir haben so viel Pech damit gehabt, wenn er frei läuft und dann eben keine netten Hunde hergelassen wurden. Mittlerweile passiert das sehr selten. Vielleicht zweimal im Jahr. Einmal davon meist ein Tutnix, einmal meistens ein Aggro-Rüde.

    Meine Traumbegegnung würde so aussehen:

    Egal, ob mein Hund angeleint ist oder freiläuft oder an einer langen Leine läuft:

    Bitte den eigenen Hund in großem Abstand (nicht erst 10-15 m vor mir, da drehe ich bereits auf dem Absatz um und bringe Abstand zwischen uns) unter Kontrolle bringen. Ob angeleint oder im Fuß, ist mir Wurst. So lange der Hund hört. Genug Abstand reinbringen, falls der eigene Hund gern in die Leine springt etc. wäre auch noch toll. Aber ich laufe eh vorsichtshalber selbst die Bögen.

    Passiert man sich, kann man gerne fragen, ob Kontakt gewünscht ist. Sage ich nein (tu ich eh immer), bitte nicht diskutieren. Dass mein Hund aber so lieb aussieht. Dass Golden Retriever aber alle lieb sind. Dass ich eine Tierquälerin bin. Etc. PP, wahllos frei fortsetzbar. Einfach akzeptieren und sich bestenfalls merken, dass ich das nicht möchte und zukünftig nicht mehr fragen.

    Die Welt könnte so schön sein.