Ich möchte auch die Wichtigkeit des Magen-/Darmthemas betonen!
Mein Rüde hat IBD und ist nun sieben. Bis er da einigermaßen stabil war und ich nach einem ewigen Ärztemarathon endlich wusste, was er hat, war er kaum trainierbar. Eine Vollkatastrophe mit 30kg. Menschen, Hunde, alles war schlimm und wurde angepöbelt, er zog an der Leine wie ein Ochse, Jagdtrieb kaum händelbar, Sexualtrieb knipste bei ihm alles aus, alles war zu viel!
Ich weiß, wie anstrengend das ist. Ich war in der Ausbildung, wir hatten nicht viel Geld und gerade ein Haus gekauft. Jede Nacht liegt man wach und massiert Hundis Bauch, wischt Erbrochenes weg, rennt mehrfach mit ihm raus, weil er Durchfall hat. Gewissensbisse, wenn er mal allein sein musste usw.
Er war fast zwei, als wir die Diagnose bekamen. Seitdem Hypoallergenfutter und Ruhe, ich baue mein Leben um ihn herum.
Natürlich erlebt er auch Stress. Aber ich habe da ein Auge drauf und er hat danach gezielt Ruhe. Hatten wir Besuch da (der ihn immer ignoriert), hat er danach zwei Tage, an denen er ruhig mit mir auf gewohnten Wegen durch die Pampa latscht und das war es.
Er wird nie normal sein und ich habe andere Anforderungen an ihn als an unseren Zweithund. Aber er lebt gesund, obwohl wir mittlerweile einen jungen quirligen Zweithund haben und auch menschlichen Nachwuchs. Manches wird mit ihm aber nie gehen und damit habe ich mich abgefunden. Stadt? Geht nicht! Er hat gelernt, zuhause zu bleiben. 6-7 h sind kein Thema, er schläft dann. Restaurant? Ginge... sehr aufgeregt, vor allem auf den Wegen vom Tisch weg und dorthin. Aber er hat da nix von, außer Stress. Also lasse ich sowas weg. Man kann das hinkriegen, dass das Leben trotzdem schön ist!
Also... krieg die gesundheitlichen Baustellen in den Griff (bei Kliniken kann man sich auch Termine beim selben Arzt geben lassen...), sorg für Ruhe. Auch mit Körperkontakt, üb da erstmal nix groß. Erstmal nix. Kein Besuch, nur ruhige Erholungsspaziergänge. Erwarte nix von ihr! Zur Not Flexi dran und einfach latschen. Schnüffeln, buddeln, wälzen, alles prima. Sonst passiert nix.
Vielleicht können dein Freund und du euch abwechselnd um den Hund am Abend kümmern und der anderen sozialisiert dann allein 
Das Alleinesein wäre das Einzige, was ich weiter üben würde. Ohne viel Gewese, einfach machen.
So.
Wenn dann Ruhe im Hund ist, nimmst du dir einen guten Trainer dazu. Und du wirst mit der Zeit einen Hund haben, der plötzlich immer weniger auffällig ist. Dazu brauchst du keinen Zweithund. Manches geht plötzlich und du fragst dich, was eigentlich das Problem war. Und mit anderem arrangiert man sich.
Wie wohnt ihr eigentlich?
Käme ein Umzug in Betracht, falls es nicht so optimal ist?