Beiträge von Juliaundbalou

    Ich habe das nur mit Begrenzung gemacht. Also Sofa, Couchtisch ganz dicht rangeschoben und dann war ich mal 2-3 Minuten weg.

    Oder er liegt halt im Laufstall. Da gehe ich sogar kurz raus zum Auto, um die Trage zu holen.

    Auch als er sich nicht bewegen konnte, hatte ich sonst Bedenken, dass die Hunde - warum auch immer - irgendwas machen könnten. Sich drauflegen, sich erschrecken, wenn er spuckt und ich bin nicht da usw. Das war und ist mir zu heikel.

    Ich möchte auch die Wichtigkeit des Magen-/Darmthemas betonen!

    Mein Rüde hat IBD und ist nun sieben. Bis er da einigermaßen stabil war und ich nach einem ewigen Ärztemarathon endlich wusste, was er hat, war er kaum trainierbar. Eine Vollkatastrophe mit 30kg. Menschen, Hunde, alles war schlimm und wurde angepöbelt, er zog an der Leine wie ein Ochse, Jagdtrieb kaum händelbar, Sexualtrieb knipste bei ihm alles aus, alles war zu viel!

    Ich weiß, wie anstrengend das ist. Ich war in der Ausbildung, wir hatten nicht viel Geld und gerade ein Haus gekauft. Jede Nacht liegt man wach und massiert Hundis Bauch, wischt Erbrochenes weg, rennt mehrfach mit ihm raus, weil er Durchfall hat. Gewissensbisse, wenn er mal allein sein musste usw.

    Er war fast zwei, als wir die Diagnose bekamen. Seitdem Hypoallergenfutter und Ruhe, ich baue mein Leben um ihn herum.

    Natürlich erlebt er auch Stress. Aber ich habe da ein Auge drauf und er hat danach gezielt Ruhe. Hatten wir Besuch da (der ihn immer ignoriert), hat er danach zwei Tage, an denen er ruhig mit mir auf gewohnten Wegen durch die Pampa latscht und das war es.

    Er wird nie normal sein und ich habe andere Anforderungen an ihn als an unseren Zweithund. Aber er lebt gesund, obwohl wir mittlerweile einen jungen quirligen Zweithund haben und auch menschlichen Nachwuchs. Manches wird mit ihm aber nie gehen und damit habe ich mich abgefunden. Stadt? Geht nicht! Er hat gelernt, zuhause zu bleiben. 6-7 h sind kein Thema, er schläft dann. Restaurant? Ginge... sehr aufgeregt, vor allem auf den Wegen vom Tisch weg und dorthin. Aber er hat da nix von, außer Stress. Also lasse ich sowas weg. Man kann das hinkriegen, dass das Leben trotzdem schön ist!

    Also... krieg die gesundheitlichen Baustellen in den Griff (bei Kliniken kann man sich auch Termine beim selben Arzt geben lassen...), sorg für Ruhe. Auch mit Körperkontakt, üb da erstmal nix groß. Erstmal nix. Kein Besuch, nur ruhige Erholungsspaziergänge. Erwarte nix von ihr! Zur Not Flexi dran und einfach latschen. Schnüffeln, buddeln, wälzen, alles prima. Sonst passiert nix.

    Vielleicht können dein Freund und du euch abwechselnd um den Hund am Abend kümmern und der anderen sozialisiert dann allein :sweet:

    Das Alleinesein wäre das Einzige, was ich weiter üben würde. Ohne viel Gewese, einfach machen.

    So.

    Wenn dann Ruhe im Hund ist, nimmst du dir einen guten Trainer dazu. Und du wirst mit der Zeit einen Hund haben, der plötzlich immer weniger auffällig ist. Dazu brauchst du keinen Zweithund. Manches geht plötzlich und du fragst dich, was eigentlich das Problem war. Und mit anderem arrangiert man sich.

    Wie wohnt ihr eigentlich?

    Käme ein Umzug in Betracht, falls es nicht so optimal ist?

    Bei uns zog am errechneten ET auch abends ein Sturm auf und wir sind kurz vorher noch eine größere Runde gegangen. Kaum im Auto regnete es Sturzbäche. Ich hatte da ja so ein Gefühl und wollte die Hunde nochmal bewegt haben. Kurz nach Mitternacht ging es dann auch los.

    Ob viel los war, weiß ich aber nicht.

    Also Karli ist ja nun schon 7,5 Monate alt und hier haben wir abends seit ca. 1,5 Monaten das selbe Ritual:

    Wir essen gemeinsam zu Abend, dann macht Papa ihn gemütlich bettfertig und singt ihm dabei was vor und dann gehe ich mit ihm ins Bett, wo er gestillt wird oder auch nicht und wir kuschelnd einschlafen (na ja, ich etwas später, weil mir 18:30 eeetwas zu früh ist...).

    Tagsüber ist hier nur regelmäßig, dass er allerspätestens um 5:30 aufstehen will, er dann alle 2 Tage baden geht mit Papa, wir zusammen frühstücken und er irgendwann morgens nochmal mit mir im Bett 30-120 Minuten schläft und mittags dann genauso, wenn ich mit ihm Mittag gegessen habe und er frisch gewickelt ist. Da ist die Zeit meist bei 2-2,5 h. Dazu halt die fixen Spaziergänge, nicht zu festen Uhrzeiten, sondern wenn er wach, satt und gewickelt ist. 2x am Tag, einmal morgens, einmal nachmittags. Nachmittags gucken wir auch immer lange Bücher an, vormittags turnt er viel mehr herum.

    Aber bevor er sechs Monate alt war, war hier null Routine. Da hat er viel zu oft geschlafen, wollte abends zu unterschiedlichen Zeiten ins Bett usw.

    Wegfahren ist immer noch die Hölle mit ihm, außer die 5 Minuten zum Wald. Er hasst es und schreit. Deswegen haben wir so wenige Termine wie nur möglich.