Aber es gibt auch Hunde, die haben ein schlechtes Nervenkostüm, sind übermäßig nervös und dadurch "schwieriger".
Möglich, dass vieles hausgemacht ist. Aber es gibt einfach auch Hunde, die sind anders.
So wie sich nachweislich Aggressionen vererben, wird sich auch Nervosität vererben. So wie es beim Menschen übermässig nervöse/hibbelige Individuen gibt, wird es das auch beim Hund geben. Ohne jegliches Zutun.
Danke für diesen Beitrag, das sehe ich ebenfalls so.
Bei Holly kam auch sehr viel zusammen, was das Thema sehr komplex gemacht hat.
Den Wurf hätte es so nicht geben dürfen, ihre Mutter war außerhalb des Hauses sehr unsicher (haben wir erst hinterher erfahren), der Vater hat mehr als ordentlich Schutz- und Wachtrieb (evtl. auch aus Unsicherheit), die Welpenbox stand in der Garage, ansonsten gab es nur den nach außen isolierten Innenhof, die Geschwister waren sehr wuselig grob, Holly war unbemerkt allergisch gegen das Welpenfutter, die Rasse neigt generell manchmal zum Wahnsinn... Die Vorraussetzungen waren halt nicht so geil.
Da brauchte es gar nicht viel von uns, das war schon von Werk aus installiert 
Selbstverständlich haben wir auch Fehler gemacht im Umgang. Nicht unbedingt die Klassiker, die hier aufgeführt sind. Wir sind beide nicht hibbelig, ich bin generell sehr ruhig und wahnsinnig entspannt, wir nehmen viel mit Humor, wir hatten keine großen Erwartungen, sind nicht unbedingt Kopfmenschen, haben uns über Ruhe und Ausgleich vorher schon ausgiebig informiert (nur über gute Züchter halt leider nicht
)...
Unsere Fehler lagen mehr in anderen Bereichen. Beispielsweise haben wir viel zu spät realisiert, dass die aufgesuchte Welpen- und Junghundegruppe für Holly absolutes Gift war. Sie lernte da eigentlich nur, dass Hunde = Party, Mobben = Spaß und Aufregung = Ziel bedeuten. Für einen generell labilen, hibbeligen Hund nicht so hammer.
Das hätten wir viel früher bemerken müssen, aber da fehlte uns tatsächlich Erfahrung und Weitblick.