Beiträge von sara

    Ich kenne die Geschichte vom Seestern... ;)

    Die Frage ist nur, inwieweit einem Hund, der einigermaßen gut auf der Straße zurecht gekommen ist, geholfen ist, wenn man ihn in eine Wohnung in einer deutschen Großstadt bringt. Nur weil wir es für gut erachten, wenn der Hund menschliche Zuwendung und ein Dach überm Kopf bekommt, heißt das nicht, dass das tatsächlich auch das richtige für einen Hund ist, der sein halbes Leben auf der Straße verbracht hat.

    Nicht falsch verstehen: ich finde es nicht völlig sinnlos, Hunde aus dem Ausland nach Deutschland zu bringen. Aber man sollte das ganze auch ein bisschen kritisch betrachten.

    Und das im Endeffekt sinnvollere ist doch das Vorbeugen!

    Was bringt es, wenn Hunde nach Deutschland gebracht werden, und hier dann im TH landen, weil der Besitzer nicht mit dem Ex-Straßenhund zurecht gekommen ist, weil er mit seinen Ängsten überfordert war, den Jagdtrieb unterschätzt hat....

    Es mag sehr schwierig sein, die Menschen aufzuklären, es mag teuer sein, Kastrationsprojekte aufzubauen - aber es ist nicht unmöglich und meiner Meinung nach der einzig richtige Weg!
    Wir haben hier auch nicht unbegrenzt Platz, um alle gequälten verstoßenen Lebewesen aufzunehmen. Auch in Deutschland gibt es viele Hund die misshandelt werden und einen besseren Platz verdient haben.

    Und es gibt tatsächlich auch gelungene Kastrationsprojekte: http://www.tierschutzbund.de/00522.html

    Wer nachhaltigen Tierschutz betreiben will, der sollte sich mit den Bedingungen vor Ort auseinandersetzen und die Ursache des Problems bekämpfen, nicht die Symptome.

    Schöne Grüße, Caro

    Nein, Tierschutz hat keine Grenzen, dem kann ich nur zustimmen!

    Aber: Tierschutz heißt nicht, möglichst viele Hunde aus dem Ausland nach Deutschland zu bringen.

    Viel wichtiger wäre es, in anderen Ländern Kastrations-Projekte aufzubauen und zu unterstützen und die Leute dort aufzuklären über artgerechte Haltung von Hunden.

    Wie fühlt sich wohl ein Hund, der jahrelang in der Pampa und im Dorf auf der Straße gelebt hat, wenn er eingefangen und in eine Großstadt nach Deutschland transportiert wird? Halbsband, Leine, Wohnung, Autos, Menschenmengen... So unproblematisch ist das nicht! Viele Leute kommen mit so einem unter Umständen auch traumatisierten Hund nicht zurecht, sind überfordert - und der Hund landet hier bei uns im Tierheim.

    Natürlich ist es schrecklich, dass die Hunde in den Tierheimen vieler anderer Länder relativ schnell getötet werden. Es ist aber falsch verstandene Tierliebe dieses Problem damit lösen zu wollen, möglichst viele Hunde zu uns zu importieren. Morgen sitzen an deren Stelle wieder 100 andere.
    Es ist ein Fass ohne Boden, daher sollte man die Ursache bekämpfen!

    Damit sage ich nicht, dass für mich nie ein Hund aus dem Ausland in Frage kommen würde. Allerdings kein Hund von einer Internet-Seite, der noch nicht in Deutschland ist. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, mir meinen Hund allein nach dem Aussehen auszusuchen - irgendwie muss der Funke doch überspringen und das geht meiner Meinung nach nur, wenn ich den Hund auch mal vor mir sehe.
    Wenn ich mich aber in einen Hund verliebe, dann ist es mir egal, aus welchem Land er kommt! :)

    Schöne Grüße, Caro

    Mein Hund hat Orijen leider weder gern gefressen, noch gut vertragen (allergiebedingt).

    Aber an sich finde ich es von der Zusammensetzung her sehr gut, auch weil es diesbezüglich dem Barfen doch recht nahe kommt.
    Was mich aber auch ein wenig gestört hat, ist der lange Transportweg. Ein Futter aus Übersee muss eigentlich nicht wirklich sein. Andererseits ist es glaub ich wirklich das einzige TroFu mit dieser Nährstoffverteilung!

    Viele Grüße, Caro

    PS: Macht euch doch net so viel Sorgen, Hauptfutter, Zweitfutter, Leckerliefutter.... Ernährung ist ein wichtiges Thema, aber ein bissl Gefühl hat man doch dafür, gerade ihr, wo ihr euch wirklich super intensiv damit auseinandergesetzt habt, und auch für seinen Hund, so dass man sich da net sooo viele Sorgen machen muss, dass man was falsch macht.
    Ein bisschen lockerer mit dem Thema umzugehen (nicht nachlässig!) ist bestimmt nicht schädlich. ;)

    Daumen und Pfoten sind gedrückt! :umarmen:

    Ich weiß genau, wie Du Dich fühlst. Ich war eine Zeitlang auch fast am Verzweifeln, weil ich meiner armen Maus nicht helfen konnte. In meinem Bekanntenkreis hatte auch noch nie jemand mit Allergien beim Hund zu tun. Aber hier habe ich echt viele tolle Tips bekommen!

    Weiterhin viel Erfolg!

    LG, Caro & Fellnase Sara

    Naja, so drastisch muss man das ja nicht gleich sehen.

    Vielleicht kann man ja mit bewährten Methoden dran arbeiten, sprich unerwünschtes Verhalten ignorieren oder abbrechen, erwünschtes Verhalten belohnen! :D Ach ja, Konsequenz ist natürlich auch wichtig!
    Vielleicht auch mal zufällig ein Hundebuch rumliegen lassen (zB neben der Toilette :D ). Ach ja, reden kann man mit der Spezies Mann ja auch - manchmal verstehen sie sogar! ;)

    Dann wird aus dem Erziehungsstümper bald ein vorbildlicher Hundeflüsterer. Spreche da aus Erfahrung.

    LG, Caro

    Zitat

    Ich war ja auch immer gegen solche 'Hilfsmittel' wie Sprühhalsband und TT natürlich erst recht.
    Durch eure Postings bin ich aber nun richtig ins Nachdenken gekommen.
    (Nein, immer noch nicht über TT's, nur über Sprühhalsbänder und Vibrationsgeräte ;) )

    Nachdenken in Richtung pro oder contra Sprühgerät?

    Grüße, Caro

    Naja, ob man's jetzt Strafe oder Irritation nennt...

    Auch ein plötzlicher Sprühstoß vor die Nase ist für den Hund eine negative Erfahrung, die dazu genutzt wird, dass er sein unerwünschtes Verhalten unterlässt, also eine Strafe.

    Zitat


    Wenn es mit einem Gerät (sagen wir Vibrationsgerät oder Spray) gelingt, ohne Schmerzen für den Hund die Sicherheit (10 Jahre frei laufen) in 3-4 Wochen Training zu erhalten, ist das kein Zeichen von Bequemlichkeit. Warum werden Geräte immer wieder verteufelt? Es geht nicht um das sofortige Funktionieren auf Knopfdruck, sondern um eine andere Art der Hundeerziehung.

    Weil die Gefahr, dass der Hund mit der Strafe etwas völlig falsches verknüpft einfach viel zu groß ist. Vielleicht ist es das Geräusch einer Biene oder irgendein Geruch, vielleicht schaut der Hund im Moment der Strafe Dich an - und schon haste die Fehlverknüpfung, oftmals sogar unbemerkt. Der Hund steht ständig unter Stress, weil er Angst vor der Strafe hat (er versteht dann ja nicht, warum und wann sie kommt).

    Diese Gefahr steht für mich in keinem Verhältnis zu der vermeintlichen Zeitersparnis.
    Davon mal ganz abgesehen, dass beim Elektrohalsband die zusätzliche Gefahr besteht, dass dem Hund Schmerzen zugefügt werden.

    Es ist doch viel sinnvoller und auf lange Sicht gesehen effektiver, dem Hund zu zeigen, was er tun soll und ihn dafür zu loben. Auch für das Vertrauensverhältnis zwischen Hund und Halter.

    Schöne Grüße, Caro