Ganz genau.
Hundehaltung ist meiner Meinung nach purer Egoismus. ![]()
Ganz genau.
Hundehaltung ist meiner Meinung nach purer Egoismus. ![]()
Es gibt da einen sehr treffenden Satz von Konrad Lorenz:
"Der Wunsch, ein Tier zu halten, entspringt einem uralten Grundmotiv - nämlich der Sehnsucht des Kulturmenschen nach dem verlorenen Paradies."
Zitat
Aber trotz allem frage ich mich trotzdem ganz oft, ob es nicht wirklich etwas dekadent ist einen Hund (bei mir sind es ja sogar zwei) sein Leben lang "durchzufüttern" ohne einen praktischen Nutzwert aus der Hundehaltung zu ziehen. Das Hunde für uns alle eine große emotionale Bedeutung haben steht natürlich außer Frage, mit "tatsächlichem Nutzwert" meinte ich den Hund als Wachhund, Herdengebrauchshund oder Helfer bei der Jagd.
Und im Endeffekt würde es dann natürlich auf die Schlussfolgerung hinauslaufen gar keinen Hund zu halten, wenn man ihn nicht "wirklich" braucht...hach, ich weiß auch nicht...keine Sorge, ich spiele nicht mit dem Gedanken Emma und Janosch abzugeben, sind alles rein theoretische Fragen...
Oh, ich finde schon, dass Hunde einen sehr großen Nutzwert für den Menschen haben.
Zwar nicht unbedingt wie früher, wo Hunde hauptsächlich als Mittel zum Zweck gehalten wurden - dies gilt heute wohl nur für einen ganz geringen Teil der Hundehalter.
Aber für mich ist das Zusammenleben mit einem anderen Lebewesen, und dann noch mit einem, das eine ganz besondere Bindung zum Menschen hat, eine derartige Bereicherung, dass dies Nutzen genug ist.
Zitat
mir erschliesst sich der Sinn der Frage nicht![]()
Ich finde die Frage gar nicht so unberechtigt.
Wenn man sich die Unterschiede des Lebensstandards in der westlichen Welt zu dem des Restes veranschaulicht, drängt sich einem die Frage nach Gerechtigkeit und dem Sinn unseres Konsumverhaltens doch geradezu auf.
Auch ich bin der Meinung, dass ich alles, was ich an finanziellen Mitteln, Energie und Zeitaufwand zur Verfügung habe, zunächst denjenigen zukommen lasse, für die ich explizit eine Verantwortung übernommen habe. Und dazu zählt auch mein Hund.
Dennoch sollte man sich auch der uns aufgrund unserer "privilegierten" Stellung obliegenden Verantwortung, auch anderen zu helfen, bewusst sein.
Puh, schwieriges Thema....
Die Frage ist, was darf man überhaupt, bei dem Leid, was überall auf der Welt herrscht?
Überspitzt:
Kann man noch guten Gewissens ins Kino gehen und sich 120 Minuten an leichter Unterhaltung erfreuen, obwohl man die 8 Euro vielleicht hätte spenden, und so einem Menschen in der Dritten Welt Nahrung für mehrere Wochen hätte sichern können?
Ich empfehle die Lektüre Anleitung zum Unglücklichsein, von Paul Watzlawick. ![]()
LG, Caro
Ich denke auch, dass eine Außenhaltung von Hunden möglich ist, allerdings unter gewissen Voraussetzungen:
Der Garten muss genug abgesichert sein, und zwar aus- und einbruchsicher.
Der Hund muss "Outdoor"-Haltung gewohnt sein; außerdem sind gewisse Rassen meiner Meinung nach überhaupt nicht für Draußen geeignet.
Der Hund braucht ausreichenden sozialen Kontakt. Idealerweise einen Kumpel, mit dem er sich den Garten teilt. In jedem Fall aber braucht der Hund Anschluss an seine Familie und ausreichende Beschäftigung.
Schließlich muss jederzeit die Möglichkeit bestehen, den Hund ins Haus aufzunehmen. Sei es wegen extremer Witterung, bei Krankheit des Hundes, usw.
Wenn man dies alles gewährleisten kann, ist Außenhaltung meiner Meinung nach eine gute Alternative.
Für mich persönlich wäre das jedoch nix, wenn ich auf die abendliche Kuschelrunde auf dem Sofa verzichten müsste. ![]()
LG, Caro
Huhu! ![]()
Die Umfrage ist ja eine nette Idee, das Ergebnis ist bestimmt interessant!
Nur die Auswahlmöglichkeiten sind ein wenig seltsam zusammengewürfelt... :?
Oder blick ich da grad nicht durch - Beagle und Spitz als Terrier? Wieso Labrador und Retriever getrennt?
LG, Caro
Zitatist es euch schon mal aufgefallen, dass nicht ein tierschutzverein oder hundeverein sich mal auf die seite der hunde stellt?
Nein, ganz ehrlich, das ist mir noch nicht aufgefallen. :?
Ich kenne einige Tierschutzvereine, die sich für Sokas einsetzen. Und nicht nur "spezialisierte" Vereine, sondern auch der Tierschutzbund und unsere örtlichen Tierheime.
Und Baden-Württemberg ist ja nicht gerade für seine liberale Einstellung Sokas gegenüber bekannt.
Jetzt wird hier aufgrund eines Bild-Artikels (!) schon von Tötung aller Sokas gesprochen.... ![]()
Kopfschüttelnd, Caro
ZitatSicher, nach den tragischen Beissunfällen der letzten Zeit ist eine Diskussion nur normal und durchaus gerechtfertigt, aber nicht auf dem Niveau und mit dermaßen viel Falschinformation und Vorurteilen, wie gewisse Medien sie verbreiten.
Und nicht lesen schützt leider nicht vor den möglichen Folgen der Kampagnen...
Aber das ist doch bei allen Themen so.... ![]()
Du hast schon recht, es gibt leider genug Menschen, die diesem Schund Glauben schenken.
Sich über die reißerische Berichterstattung aufzuregen, nützt jedoch auch nichts. ![]()
Ich denke, dass sich in den letzten Jahren einiges getan hat. Die Lobby für Sokas ist sehr gewachsen. Ich glaube nicht, dass ein allgemeines Verbot für "Kampfhunde" kommen wird.
Und schon gar nicht habe ich aufgrund eines sensationsgeilen Bild-Artikels irgendwelche Befürchtungen. ![]()
Sollte es jedoch tatsächlich in den Parlamenten der Bundesländer derartige Diskussionen geben, dann ist der Zeitpunkt zum Handeln.
Die Bild und ihre Berichterstattung wird sich nicht ändern, egal wie sehr man sich darüber aufregt.